Dänische Bahnen

Neue DSB-Elektroloks erst ab 2020

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Kopenhagen
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Elektrolok
Eine der Elekroloks, die die DSB bereits nach Osteuropa verkauft haben – in der enttäuschten Erwartung, sie zeitnah mit IC4-Triebwagen ersetzen zu können. Foto: Volker Heesch

26 bestellte Elektroloks lassen länger auf sich warten – weil die Hersteller die geforderte Lieferfrist nicht anerkennen wollen. Das bedeutet weitere Verzögerungen im Bahnverkehr.

26 bestellte Elektroloks lassen länger auf sich warten – weil die Hersteller die geforderte Lieferfrist nicht anerkennen wollen. Das bedeutet weitere Verzögerungen im Bahnverkehr.

Bei den Dänischen Staatsbahnen (DSB) müssen die Reisenden noch längere Zeit mit Engpässen im Zugverkehr rechnen, denn eine Lieferung von 26 modernen Elektroloks verzögert sich. Die Loks sollen vor allem im Regionalverkehr um Kopenhagen oft defekte und abgasintensive Dieselloks ersetzen.

Die Zeitschrift Ingeniøren berichtet, dass die DSB akzeptieren müssen, dass die Lokhersteller Siemens, Bombardier und Skoda Aufträge nur bei einer Lieferfrist von 24 Monaten übernehmen. DSB hatte bei der Auftragsbekanntgabe 15 Monate Lieferfrist gefordert. Somit stehen die neuen Loks frühestens ab Mai 2020 zur Verfügung.

Im dänischen Bahnverkehr herrscht seit Jahren akuter Mangel an Triebfahrzeugen, weil für Fern- und Regionalverkehr vorgesehene Dieseltriebwagen der Typen IC4 und IC2 nicht wie geplant die älteren IC3-Triebwagen und Wagenzüge mit Dieselloks ablösen konnten. Nach der Inbetriebnahme der elektrischen Oberleitung im Frühjahr zwischen Esbjerg und Lunderskov fahren dort weiterhin Dieseltriebzüge – wegen fehlender E-Fahrzeuge.

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