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Herbstferien: Dänemark punktet bei deutschen Urlaubern

Herbstferien: Dänemark punktet bei deutschen Urlaubern

Herbstferien: Dänemark punktet bei deutschen Urlaubern

hm/shz.de
Hamburg/Kopenhagen
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Weitab der Großstadt genießen deutsche Touristen ihre Herbstferien in einem dänischen Ferienhaus. Foto: Mads Jensen/Ritzau Scanpix

In Krisenzeiten steht bei Deutschen mit Urlaubswünschen ein Land ganz oben auf der Liste. Und was vor Jahren einmal vielleicht als langweilig galt, ist nun angesagt: Urlaub in Dänemark.

Informationen zur Situation und zu Regeln in Dänemark

„Der Nordschleswiger" gibt einen Überblick

Informationen bei Visit Danmark

Aukunft der dänischen Behörden auf Englisch

In zehn deutschen Bundesländern sind aktuell Herbstferien, und viele Norddeutsche nutzen nach Informationen von shz.de die Ferien für einen Urlaub in Dänemark.

Steigende Infektionszahlen europaweit

Doch auch im Königreich steigt, wie in anderen europäischen Ländern die Zahl der Corona-Infizierten seit Ausklang des Sommers wieder an, was die dänische Regierung veranlasste, wieder strengere Regeln und Beschränkungen einzuführen, um das Infektionsgeschehen abzubremsen.

Doch die steigenden Infektionszahlen halten Deutsche offenbar nicht davon ab, in den Urlaub nach Dänemark zu fahren – im Gegenteil. Generell sei Dänemark im Oktober ein äußerst beliebtes Reiseziel mit vergleichbaren Buchungen wie zu Beginn des Sommers, so Mads Schreiner, Direktor von Visit Denmark, Dänemarks offizieller Tourismuszentrale in Deutschland in Hamburg.

Sicherheit, Natur, Geborgenheit

Und seitdem die deutsch-dänische Grenze wieder offen ist, entscheiden sich noch deutlich mehr Deutsche für einen Urlaub im nördlichen Nachbarland.

„Sicherheit, Natur, Geborgenheit – damit kann Dänemark gerade jetzt punkten. In Krisenzeiten sind es diese Werte, die Dänemark bei unseren Gästen attraktiv machen“, so Schreiner. 28 Prozent mehr gebuchte Wochen im Oktober im Vergleich zum Vorjahr registrierte Visit Denmark bei der Ferienhausvermietung.

So scheint es für deutsche Großstädter, die sich in der Corona-Krise den öffentlichen Nahverkehr mit vielen Menschen teilen müssen, die risikoärmste und entspannteste Lösung zu sein, im Urlaub die Koffer zu packen und eine Woche in einem dänischen Ferienhaus zu verbringen, um die Sorgen zumindest eine Zeit lang zu vergessen.

Laut shz.de warnt das Auswärtige Amt Deutschlands nur vor Reisen in das Hauptstadtgebiet (Region Hovedstaden), einschließlich der Hauptstadt Kopenhagen, dort waren bislang die höchsten Infektionszahlen zu verzeichnen. Das Auswärtige Amt in Deutschland orientiert sich der Zeitung zufolge bei Reisewarnungen an den Corona-Werten der Regionen.

Kopenhagen: Hoteliers geben auf

Und so berichtet Mads Schreiner auch von der Situation der Hotels in Kopenhagen. Die sieht nicht gut aus. „Nach Monaten ohne Gäste mussten schon Hotels vom Markt gehen“, so Schreiner. Der Flugverkehr von Deutschland nach Kopenhagen ist seinen Worten nach um 68 Prozent zurückgegangen.

Die Seuchenschutzbehörde, das Staatliche Serum Institut (SSI), gibt neben den Corona-Zahlen in den Regionen auch die der Kommunen an. Es zeigt sich, dass auch Kommunen weitab der Hauptstadt, wie etwa in Nordjütland, höhere Infektionszahlen aufweisen. Die Lage ist ständig im Fluss, und so reagierten die Touristen seit Öffnung der Grenzen mit kurzfristigen Ferienhaus-Buchungen.

Kleines Plus bei Buchungen für den kommenden Sommer

Längerfristige Buchungen gibt es aber auch. Ein kleines Plus verzeichnet Visit Denmark bei den Ferienhausbuchungen für das kommende Jahr, auch bei Abzug der Gutscheine, die Ferienhausanbieter ausstellten, als im Zuge des Lockdowns die Grenzen dicht gemacht wurden.

Nachfragen von Touristen, was in Dänemark erlaubt ist – und was nicht, gebe es auch, so Schreiner. Antworten auf die Fragen hat Visit Denmark auf seiner Homepage zusammengetragen, Kunden, die lieber das persönliche Gespräch suchen und ihre Fragen am Telefon stellen, gebe es auch, so Schreiner, doch seien es nicht viele.

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