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Coronavirus: Das ist jetzt erlaubt, das ist verboten, das empfehlen die Behörden

Coronavirus: Das ist erlaubt, das ist verboten, das empfehlen die Behörden

Coronavirus: Das ist erlaubt, das ist verboten

cvt, hm
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Wie hier an der Grundschule in Tolløse auf Seeland haben die Grundschulen im Lande inzwischen wieder geöffnet. Foto: Claus Bech/Ritzau Scanpix

Die Regeln in Dänemark und im Grenzland ändern sich - wir behalten den Überblick. Was wir in Zeiten von Covid-19 dürfen, was nicht – und wo es weitere Informationen gibt.

Stand: Montag, 15. Juni, 14:50 Uhr

Inhalts-Überblick

Aufgrund der zahlreichen Regelungen, Empfehlungen und der ständigen Änderungen ist diese Informationsseite sehr umfangreich. Wir haben sie in folgende Kategorien aufgeteilt:

  • Corona-Tests
  • So verhalte ich mich im öffentlichen Raum
  • Hygienetipps
  • Das Versammlungsverbot
  • Die Phasen der Öffnung – was geschieht wann?
  • Kindergärten, Schulen, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen
  • Wer gehört zu einer Risikogruppe?
  • Freizeit, Familie, Religion, Sport: Was ist erlaubt, was ist verboten?
  • Der Grenzverkehr
  • Öffentliche Informationsseiten zu Corona in Dänemark und in den Kommunen Nordschleswigs

Weitere Informationen zum Coronavirus in Dänemark gibt es auf der Webseite des dänischen Außenministeriums in Deutschland.

 

Corona-Tests

Volljährige Bürger in Dänemark können sich seit Montag, 18. Mai 2020, auch ohne Verdacht auf eine Erkrankung mit Covid-19 auf das neuartige Coronavirus hin testen lassen.

Termine werden auf der Internetseite coronaprover.dk vergeben. Dazu ist die digitale Identifikation Nem-ID eine Voraussetzung. Die Tests werden in den weißen Zelten vorgenommen, die vielerorts an dänischen Krankenhäusern aufgestellt wurden.

 

So verhalte ich mich im öffentlichen Raum

Die Empfehlungen der Gesundheitsbehörde, weiterhin aktuell:

  • Halte 1 bis 2 Meter Abstand zu anderen Menschen
  • Kein Händeschütteln, keine Umarmungen oder Küsse z. B. zu Begrüßung oder Abschied
  • Den Aufenthalt dort, wo stets viele Menschen sind, minimieren – zum Beispiel in Supermärkten.
  • Abstand zu Personen halten, die krank wirken und zu Personen, die zu einer Risikogruppe gehören.
  • Bei Sitzgelegenheiten einen Sitzplatz zur nächsten Person frei lassen.
  • Die Hände sauber halten und auf die Hände achten, um das Virus nicht von einer Person oder einem Gegenstand zu übertragen.
  • Häufig und gründlich die Hände waschen
  • Nicht ins eigene Gesicht fassen
  • Kontaktpunkte wie Türgriffe, Fahrstuhlknöpfe usw. möglichst nicht berühren.
  • Rücksicht walten lassen beim Husten oder Niesen – die Armbeuge oder ein Taschentuch benutzen.

Die zusätzlichen Empfehlungen der Gesundheitsbehörde anlässlich der Einführung von Phase 2 der Wiederöffnung:

  • Mindestens einen Meter Abstand zu Personen im öffentlichen Raum.
  • Mindestens zwei Meter Abstand in Situationen, wo ein erhöhtes Risiko für Ansteckung bestehen kann, zum Beispiel in engen Räumen ohne viel Bewegungsspielraum.
  • Es wird empfohlen, Desinfektionsmittel oder feuchte Tücher mit sich zu führen, wenn man sich unter vielen Menschen aufhält oder an Orten mit Kontaktpunkten, die ein Infektionsrisiko darstellen.
  • Kontaktpunkte sollen mindestens einmal täglich gründlich gereinigt werden, bei vielen Kontaktpersonen häufiger.
  • Läden und Restaurants sollten zu bargeldloser Zahlweise übergehen, kontaktfreie Wasserhähne und automatische oder mit dem Ellbogen zu öffnende Türöffner installieren.
  • Alle sollen sich an die Regeln beim Husten und Niesen erinnern und die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch benutzen.
 
 

Das Versammlungsverbot

  • Es ist erlaubt, sich im Freien aufzuhalten, allerdings nicht in Gruppen von mehr als 50 Personen. Ab 1. Juli dürfen es 100 Personen und ab 1. August 200 Personen sein.
  • Es ist vorerst bis zum 30. Juni grundsätzlich verboten, sich mit mehr als 50 Personen zu versammeln. Das Verbot gilt draußen wie drinnen.
  • Es ist jedoch erlaubt, sich an öffentlich zugänglichen Orten aufzuhalten, an denen sich mehr als 50 Personen befinden, zum Beispiel Supermärkte, Bahnhöfe, öffentliche Verkehrsmittel – und Krankenhäuser.
  • Es ist auch erlaubt, am Arbeitsplatz zu erscheinen, auch wenn dort mehr als 50 Kollegen anwesend sind. Die Gesundheitsbehörden empfehlen jedoch, wenn möglich, von zu Hause aus zu arbeiten. Wunsch der Regierung ist es, dass im Zuge der Wiederöffnung mehr Arbeitnehmer wieder in ihren Unternehmen arbeiten.
  • Es ist ebenfalls erlaubt, sich zum Zwecke politischer oder anderer „meinungsfördernder“ Vorhaben wie Demonstrationen auch in Gruppen von mehr als 50 Menschen zu versammeln. Hier gibt es auch keine Auflagen zum Abstand zu anderen Personen.
  • Bei Veranstaltungen mit sitzendem Publikum wie Fußballspiele dürfen bis zu 500 Personen anwesend sein.
  • Das Verbot gilt nicht in Privatwohnungen. Es wird jedoch dazu aufgefordert, private Zusammenkünfte mit mehr als zehn Personen zu unterlassen und die Teilnehmerzahl so weit wie möglich zu begrenzen und den Hygieneempfehlungen nachzukommen.
  • Für alle obigen und folgenden Fälle, abgesehen von politischen Versammlungen, gilt: Die Polizei hat die Möglichkeit, an öffentlich zugänglichen Orten einzugreifen, wenn sich mehr als 50 Personen auf eine Weise am selben Ort befinden, die die Infektionsgefahr erhöht. Die Polizei kann den Aufenthalt an bestimmten öffentlichen Orten (wie Spielplätzen oder Parks) vorübergehend untersagen, wenn die Infektionsgefahr dort als zu hoch eingeschätzt wird.

Weitere Informationen hierzu auf Dänisch gibt es auf coronasmitte.dk

 
OPen
Viele Geschäfte dürfen derzeit geöffnet bleiben. Foto: Mike Petrucci/Unsplash

Die Phasen der Öffnung – was geschieht wann?

Nach dem mehrheitlichen Willen des dänischen Parlaments soll sich Dänemark in mehreren Phasen wieder öffnen. Ob die Regelungen in Kraft treten, hängt allerdings von der Infektionslage ab.

Phase 2

Sofort nach Veröffentlichung der Regierung am 7. Mai

  • Profisport ohne Zuschauer
  • Sport- bzw. Vereinsleben, das draußen stattfindet
  • Zoologische Gärten, die im Auto durchfahren werden

11. Mai

  • Der Einzelhandel öffnet komplett. Dies gilt auch für Einkaufszentren (storcenter). Bestehende Hygienebestimmungen sind vom Handel einzuhalten.

18. Mai

  • Restaurants und Café können öffnen, müssen aber ebenfalls Abstands- und Hygieneregeln beachten. Für Gaststätten gelten begrenzte Öffnungszeiten.
  • Unterrichtsbeginn für Schülerinnen und Schüler der 6. bis 10. Klasse.
  • Abschlussprüfungen, bei denen Anwesenheit erforderlich ist, finden ebenfalls ab diesem Datum statt.
  • Wiederaufnahme des Unterrichts bei den (vorbereitenden) Berufsausbildungen STU, EUD und FGU
  • Bibliotheken (nur Ausleihe)
  • Volkskirche und Glaubensgemeinschaften
  • Nachschulen

21. Mai

Einige Elemente aus Phase 3 sind vorgezogen worden:

  • Zoos, Tierparks, Museen, Freilichtmuseen, Schlösser, Safari-Parks öffnen ab dem 21. Mai nach und nach wieder.
  • Kinos und Theater öffnen wieder. Zwischen Besuchern, die nicht zusammen leben, muss vorerst ein Sitz frei bleiben, zudem müssen jedem Besucher vier Quadratmeter der Grundfläche zur Verfügung stehen.

27. Mai

  • In den drei Regionen Süddänemark, Mitteljütland und Nordjütland können die Angestellten im öffentlichen Dienst wieder in ihre Büros zurückkehren.
  • Weiterbildung für Arbeitslose
  • Sommeraktivitäten für Kinder und Jugendliche
  • Volkshochschulen
  • Gymnasien und Berufsausbildungen
  • Forschung, die Anwesenheit erfordert
  • DR und TV2
  • Abend-, Musik und Kulturschulen sowie Pfadfinder
  • Vergnügungsparks

Phase 3

8. Juni

  • Schwimmhallen
  • Spielhallen, Spiel- und Badeländer
  • Fitnesszentren
  • Sport- und Vereinsleben innerhalb von Gebäuden sofern sie nicht bereits geöffnet sind
  • Versammlung ist auf 50 Personen erhöht worden.

Phase 4 ab Anfang August

  • Alle anderen weiterführenden Ausbildungen, auch Universitäten
  • Discos und Nachtleben
  • Bis zum 31. August dürfen sich maximal 500 Personen an einem Ort versammeln.

Quellen: politi.dk, Statsministeriet, Ritzau

 
Schule Corona
An den Gymnasien im Lande nehmen die Abschlussklassen den Unterricht wieder auf. Hier das Gymnasium in Odder. Foto: Mads Dalegaard/Ritzau Scanpix

Kindergärten, Schulen, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen

Ab dem 20. April haben die Arbeit wieder aufgenommen:

  • Familiengerichte
  • Haftantritt in Justizvollzugsanstalten wird ermöglicht
  • Forschungslabore

Die Gerichte sind am 27. April gefolgt.

Kinderbetreuung

Seit dem 15. April, örtlich ab dem 20. April, haben Tagesstätten wieder geöffnet.

Grundschule und Volksschule

Die Klassenstufen 0 bis 5 haben seit dem 15. April, örtlich ab dem 20. April, wieder geöffnet.
Die Klassenstufen 6 und höher haben seit dem 18. Mai wieder Unterricht in der Schule

Für alle gilt: Kinder, in deren Umfeld es Corona-Fälle gibt oder gab, bleiben vorerst weiter zu Hause. Kinder, die Familienmitglieder haben, die Risikogruppen angehören, können weiterhin zu Hause bleiben.

Ausbildungen, Gymnasien und weiterführende Ausbildungen

Gymnasiale Oberstufen für Jugendliche den Klassenstufen 3g, 2hf und in ASF-Klassen (Jugendliche im Autismusspektrum) und Gewerbeschüler (EUX), die ihre Ausbildung im Sommer abschließen, gehen seit dem 15. April wieder zum Unterricht.
Am 18. Mai Wiederaufnahme des Unterrichts bei den (vorbereitenden) Berufsausbildungen STU, EUD und FGU.

Forschung und Studium

Die Arbeit in Forschungslaboratorien ist unter Auflagen ab dem 20. April wieder ermöglicht worden.

Unterricht und Examen, die körperliche Anwesenheit erfordern, können seit dem 18. Mai wieder stattfinden.

Die Hochschul-Ausbildungen sollen in vollem Umfang erst ab Phase 4 im August wieder beginnen.

 
Senioren sind besonders gefährdet. Foto: CDC/Unsplash

Wer gehört zu einer Risikogruppe?

Einige Bevölkerungsgruppen werden von den dänischen Gesundheitsbehörden als besonders vom neuartigen Coronavirus und der dadurch ausgelösten Covid-19-Erkrankung als gefährdet eingestuft. Eine genaue Übersicht mit Verhaltensregeln gibt es auf Dänisch auf dieser Internetseite.

Ältere über 65 Jahre (besonders über 80 Jahre)

Personen mit folgenden chronischen Krankheiten:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankung (außer Bluthochdruck, der erfolgreich behandelt wird)
  • Lungenerkrankungen (außer leichtem und erfolgreich behandeltem Asthma)
  • Chronische Nierenerkrankung mit verminderter Nierenfunktion
  • Chronische Lebererkrankung
  • Diabetes Typ 1 und 2, besonders bei Folgeerscheinungen
  • Muskelerkrankungen und Neuromuskuläre Erkrankungen
  • Schweres Übergewicht mit einem BMI von mehr als 35-40, je nach zusätzlichen Risikofaktoren
  • Besondere Bluterkrankungen mit erhöhtem Komplikationsrisiko

Personen mit geschwächtem Immunsystem in Folge von:

  • Bluterkrankungen
  • Organtransplantation
  • Immunhemmenden Behandlungen, darunter Chemotherapie oder Strahlenbehandlung bei Krebserkrankungen
  • HIV-Infektionen mit schwerer Beeinträchtigung des Immunsystems

Kinder mit chronischen Krankheiten (wie oben genannt) oder mit Folgeerscheinungen durch zu frühe Geburt

Schwangere und Frauen bis zu zwei Wochen nach der Geburt (aus Vorsicht)

 
Jogging
Joggen ist erlaubt – wenn man sich an die Abstandsregeln hält. Foto: Jenny Hill/Unsplash

Freizeit, Familie, Religion, Sport: Was ist erlaubt, was ist verboten?

  • Konfirmationen sind am Buß- und Bettag erlaubt, allerdings dürfen nicht mehr als 10 Personen anwesend sein. Feiern in Gaststätten sind untersagt. Die Volkskirche hat ihre Konfirmationen auf den 1. Juni verschoben.
  • Religiöse Handlungen wie Hochzeiten und Taufen dürfen abgehalten werden, wenn nicht mehr als zehn Personen anwesend sind.
  • Bestattungen dürfen ohne Begrenzung der Personenzahl abgehalten werden, allerdings unter Auflagen. Weitere Informationen auf Dänisch auf fagligsenior.dk.
  • Es ist erlaubt, sich mit mehr als zehn Personen in einem Sommerhaus zu versammeln, da dies als Privatwohnung betrachtet wird. Die Polizei fordert jedoch dazu auf, den generellen Empfehlungen zu folgen.
  • Es ist erlaubt, an Angelseen zu angeln, auch wenn sich dort mehr als zehn Personen aufhalten. Veranstaltungen, bei denen mehr als zehn Personen gemeinsam angeln, sind untersagt.
  • Es ist erlaubt, sich in Gemeinschaftsgärten und ähnlichen Anlagen in Wohnsiedlungen aufzuhalten, auch wenn sich dort mehr als zehn Personen befinden.
  • Es ist erlaubt, Räumlichkeiten für Feiern zu vermieten – doch es ist verboten, an Feiern teilzunehmen oder solche auszurichten – abgesehen von Feierlichkeiten in privaten Wohnräumen.
  • Unterricht und Training zum Beispiel in Sportvereinen findet nicht in geschlossenen Räumen statt.
  • Trainingsgelände unter freiem Himmel dürfen benutzt werden.
  • Golfspielen ist erlaubt. Veranstaltungen mit mehr als zehn Teilnehmern nicht.
  • Drive-in-Veranstaltungen wie Autokino oder Drive-in-Bingo oder Auto-Gottesdienste sind erlaubt.
  • Radfahren, Joggen und so weiter sind unter Berücksichtigung der Abstandsregeln erlaubt.
  • Tennisspielen ist seit dem 20. April wieder erlaubt.
  • Kajakfahren ist seit dem 20. April wieder erlaubt.
  • Fußballspielen und Fußballtraining für Amateure ist seit dem 8. Juni wieder erlaubt. Mehr zu den Sport-Regeln (auf Dänisch) auf der Internetseite des Sportverbandes DIF.

Beim Einkaufen:

  • Es müssen keine Handschuhe getragen werden. Nur die Mitarbeiter müssen bei unverpackten Produkten Handschuhe anziehen. Die Geschäfte sollen so weit möglich Wasser und Seife oder Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen.
  • Mundschutz muss ebenfalls nicht getragen werden.
  • Es muss sich an die Abstands- und Verhaltensregeln (siehe „So verhalte ich mich im öffentlichen Raum“ am Anfang dieses Artikels) gehalten werden, ansonsten kann die Polizei eingreifen.

Weitere Informationen auf Dänisch gibt es auf der Corona-Informationsseite der Polizei.

 
Grenzübergang Krusau
An der deutsch-dänischen Grenze wird in beide Richtungen kontrolliert. Nur noch drei Übergänge sind für den Verkehr geöffnet. Foto: Karin Riggelsen

Der Grenzverkehr

Dänemark hat am Sonnabend, 14. März, 12 Uhr, seine Grenzen vorübergehend geschlossen – mit Ausnahme für Pendler und im späteren Verlauf andere Bevölkerungsgruppen. Am 15. Juni wurde die Grenze für Schleswig-Holsteiner und Urlauber mit gebuchten Unterkünften unter anderem aus Deutschland geöffnet.

Die dänischen Regeln:

Dänische Staatsbürger können immer nach Dänemark einreisen. Übrige Personen, die nach Dänemark einreisen wollen, müssen damit rechnen, an der dänischen Grenze abgewiesen zu werden, es sei denn ein anerkennungswürdiger Grund für die Einreise liegt vor oder es ist eine Unterkunft für mindestens sechs Tage gebucht (siehe unten).
Details zu den dänischen Bestimmungen gibt das dänische Außenministerium in deutscher Sprache auf seiner Internetseite.

Großeltern und Enkel dürfen mit Wirkung vom 25. Mai von Deutschland oder den nordischen Ländern nach Dänemark einreisen.

Gleiches gilt für Menschen, die seit mindestens drei Monaten eine Liebesbeziehung über die Grenze hinweg pflegen, sowie Sommerhausbesitzer aus dem Ausland, die in ihr Sommerhaus möchten.

Auch Geschäftsreisende dürfen über die Grenze. Dies gilt auch, wenn sie nicht in Deutschland oder den nordischen Ländern wohnen.

Ab dem 15. Juni dürfen deutsche, norwegische und isländische Touristen wieder nach Dänemark reisen. Touristen aus diesen Ländern müssen mindestens sechs Übernachtungen vorweisen können.

Ebenfalls ab 15. Juni dürfen Personen aus Schleswig-Holstein ohne triftigen Grund einreisen.

Hier die gesamte Liste der triftigen Gründe, die einen Grenzübertritt nach Dänemark ermöglichen (neues fett hervorgehoben):

  • Bürger aus Deutschland und den nordischen Ländern:

    • Verlobte, Freund oder Freundin (kærester).
    • Großeltern, Enkelkinder.
    • Besitzer eines Sommerhauses in Dänemark.
    • Vorstellungsgespräch für eine Arbeit in Dänemark.
    • Transitreisende. Gilt jetzt auch für Reisende nach Sylt.
    • Urlaub, wenn mindestens sechs Übernachtungen nachgewiesen werden können.
    • Uneingeschränkte Einreise für Bewohner aus Schleswig-Holstein.
  • Für alle Reisenden aus dem Ausland gelten folgende triftigen Gründe:

    • Personen, die in Dänemark wohnen oder arbeiten.
    • Personen mit gültiger Arbeitserlaubnis.
    • Lieferung von Waren oder Dienstleistungen.
    • Geschäftsreisende.
    • Ehepartner, feste Partner, Eltern, Kinder.
    • Besuchsrecht bei minderjährigen Kindern.
    • Primäre Betreuer von Minderjährigen (z. B. Pflegeeltern).
    • Besuch von schwerkranken oder sterbenden Familienmitgliedern.
    • Gesundheitliche Behandlung.
    • Begräbnis.
    • Studierende an offenen Ausbildungsstätten.
    • Seeleute bei Besatzungswechsel.
    • Crewmitglieder auf Flugzeugen und Bohrinseln. Diplomaten.

Quelle: politi.dk


Partnerbesuche:

Dänemarks Justizminister Nick Hækkerup (Soz.) hat am 25. März angekündigt, dass der Besuch in für feste Lebenspartner aus Deutschland und den nordischen Staaten in Dänemark künftig deutlich unbürokratischer möglich werden soll, als dies im Zuge der Corona-Maßnahmen bisher möglich war.

Wie der Minister dem Sender „Danmarks Radio“ sagte, soll es fortan ausreichen, an der Grenze eine schriftliche Erklärung mit Unterschrift darüber vorzulegen, dass man einen Partner jenseits der Grenze hat.

Weitere Hinweise der Polizei:

  • Betreiber im öffentlichen Personenverkehr sind nicht verpflichtet, zu überprüfen, ob Passagiere legitimiert sind, nach Dänemark einzureisen.

Weitere Informationen (auf Dänisch) gibt die Polizei auf ihrer Internetseite.

Für Urlauber:

Dänemark heißt ab 15. Juni wieder Touristen aus Norwegen, Deutschland und Island willkommen – jedoch nur, wenn die Touristen mindestens eine Woche bleiben.

Aus Dänemark ausreisen:

Das Land zu verlassen, ist weiter möglich. Die Behörden raten jedoch von nicht näher definierten „nicht notwendigen“ Reisen und von Reisen in bestimmte Gebiete ab. Als „notwendige Reise“ werden laut Außenministerium zum Beispiel eine wichtige Geschäftsreise oder ein wichtiger Familienbesuch betrachtet. Die Reiseempfehlungen der Polizei liegen (auf Dänisch) auf deren Internetseite.

Die Regierung rät ab dem 15. Juni nicht mehr von Reisen nach Deutschland, Island und Norwegen ab. Die Bürger werden weiterhin aufgefordert, auf die eigene Gesundheit zu achten und sich laufend über die Situation in dem Land, in dem sie sich aufhalten, zu informieren.

Die Regierung rät den Dänen bis zum 31. August von Reisen in andere Länder Europas und der Welt ab.

Die deutschen Regeln:

Am 15. Juni um 23:59 Uhr werden die Grenzkontrollen nach Deutschland aufgehoben.

„Sollte ein dänischer Staatsbürger an die deutsch-dänische Grenze gelangen, wird dieser nicht mehr abgewiesen“, so Torsten Tamm, Pressesprecher der Bundespolizei im Sender „Radio4“. Tamm bezieht sich auf eine Pressemitteilung des Bundesinnenministeriums, die die Bundespolizei so interpretiert, dass Dänen jetzt einreisen dürfen, auch wenn die Grenzkontrollen noch bis zum 16. Juni bestehen bleiben. Einen besonderen, triftigen Grund braucht es dem Sender zufolge nicht mehr. Diese Regel gelte, so Tamm, mit sofortiger Wirkung.

Auch die Zeitung „Flensborg Avis" berichtet von der freien Einreise dänischer Staatsbürger nach Deutschland seit Freitagmittag.

Die Reisewarnung des dänischen Außenministeriums nach Deutschland gilt allerdings bis einschließlich 14. Juni. Wer vorher nach Deutschland reist, den fordern die Behörden auf, 14 Tage in Quarantäne zu gehen.

Das Land Schleswig-Holstein hat am 17. Mai 2020 die 14-tägige Quarantäne für aus Dänemark Einreisende aufgehoben. Informationen zu den Regeln Schleswig-Holsteins auf der Internetseite schleswig-holstein.de.

Laut Bundesinnenministerium und Bundespolizei gelten bis zum 15. Juni folgende Grundsätze.

Es dürfen grundsätzlich folgende Personengruppen einreisen:

  • Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit
  • Personen mit deutschem Aufenthaltstitel
  • Personen mit Wohnsitz in Deutschland
  • Berufspendler (Nachweise sollten mitgeführt werden)
  • Personen, die triftige Gründe für die Einreise haben (Nachweise sollten mitgeführt werden). Die Entscheidung trifft der Beamte vor Ort.

Personen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben, dürfen unter folgenden Bedingungen einreisen:

  • Zur Heimreise nach Deutschland, wenn sie hier ihren rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthaltsort (Erstwohnung) haben.
  • Zur Begründung eines Aufenthalts in Deutschland nur, wenn dies zur Aufrechterhaltung einer bereits im Ausland bestehenden Familieneinheit geboten ist (Begleitung oder Nachzug nach Deutschland). Drittstaatsangehörige benötigen zusätzlich ein Visum der Kategorie D.
  • Zur Ausübung einer Berufstätigkeit und/oder zur Durchführung von Vertragsleistungen (unter anderem Berufspendler, Gesundheits- und Pflegekräfte, EU-Parlamentarier, akkreditierte Diplomaten). Dies gilt auch für Leiharbeiter in der Lebensmittelbranche sowie spezialisierte Vertragsarbeiter (wie Montagearbeiter, Tunnelbauer, Betonbauer). Geeignete Unterlagen (Pendlerbescheinigung, Arbeitsvertrag, Auftragsunterlagen, Grenzgängerkarte) sind mitzuführen.
  • Zur Durchreise in den Heimatstaat, soweit keine alternative Reiseverbindung besteht und sofern die Einreise in diesen Staat und die Durchreise durch Transitstaaten möglich ist. Der Reisezweck und die Einreisevoraussetzungen für die Ziel- und Transitstaaten sind nachzuweisen (Reisepass, Meldebescheinigung, Aufenthaltstitel, Fahrkarten oder Flugscheine). Unter diesen Voraussetzungen ist auch die Einreise auf dem Landweg möglich, um von einem in Deutschland gelegenen Flughafen abzufliegen.
  • Einreisen zu touristischen Zwecken, Einkaufs- oder Besuchsreisen sind zurzeit nicht gestattet.

Detaillierte Informationen geben die Botschaft der Bundesrepublik in Kopenhagen auf ihrer Internetseite und das Bundesinnenministerium.

 
 
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