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Coronavirus: Das ist jetzt erlaubt, das ist verboten, das empfehlen die Behörden

Coronavirus: Das ist erlaubt, das ist verboten, das empfehlen die Behörden

Coronavirus: Das ist erlaubt, das ist verboten

cvt, hm
Apenrade/Aabenraa
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Auch einfache Maßnahmen wie gründliches Händewaschen hilft dabei, sich zu schützen und verringert die Verbreitung des Virus. Foto: Claus Bech/Ritzau Scanpix

Die Regeln in Dänemark und im Grenzland ändern sich – wir behalten den Überblick. Was wir in Zeiten von Covid-19 dürfen, was nicht – und wo es weitere Informationen gibt.

Nach einem Verhandlungsmarathon von mehr als elf Stunden hat sich die Regierung 22. März mit einer Mehrheit der Parteien auf einen Plan zur Wiedereröffnung geeinigt.

Sobald alle über 50 Jahre geimpft sind, soll die Gesellschaft weitgehend öffnen. Das Ziel soll in zwei Monaten erreicht sein. Mehr Kinder dürfen nach Ostern wieder in die Schulen. Der Präsenzunterricht kann zu 50 Prozent stattfinden. Studierende dürfen zu 20 Prozent wieder in die Universitäten und Hochschulen. Friseure und andere Dienstleister dürfen auch nach Ostern wieder öffnen. Ab 13. April können Einkaufszentren öffnen.

Die Lockerungen im Überblick:

Landesweite Lockerungen ab dem 22. März

Versammlungsverbot

  • Das Versammlungsverbot im Freien wird von fünf auf zehn Personen erhöht. Die Menschen werden immer noch ermutigt, nicht mehr als fünf Personen zu Hause zu versammeln und soziale Kontakte einzuschränken.

  • Das Versammlungsverbot für organisierte Sport-, Freizeit- und Vereinsaktivitäten im Freien wird von 25 auf 50 Personen erhöht.

  • Gottesdienste im Freien sind mit bis zu 50 Personen möglich. Für Gottesdienste in geschlossenen Räumen gibt es keine Lockerungen.

Bildungseinrichtungen

  • Die Grundschulen sowie die weiterführenden Schulen und die Erwachsenenbildung in der Hauptstadtregion haben am Montag wieder geöffnet, nach dem gleichen Modell wie im Rest des Landes.

  • Ausgeschlossen sind Schulabgänger in Kommunen mit besonders hoher Inzidenz – Albertslund, Brøndby und Høje-Taastrup. Hier dürfen die Schüler der 9. und 10. Klasse deshalb nur an einem Tag in der Woche in die Schule kommen, um im Freien zu lernen. Im Rest des Landes sind die Schulabgänger bereits zum Präsenzunterricht zurückgekehrt. Hier und in den anderen Kommunen der Hauptstadtregion können sie die Hälfte des Schultages die Schule besuchen.

  • Für Schüler in Zertifikatskursen und für Schüler in Schulpraktika wird in allen beruflichen Schulen des Landes die volle Wiedereröffnung möglich sein.

Landesweite Lockerungen ab dem 1. März

  • Einzelhandel bis zu einer Größe von 5.000 Quadratmetern darf öffnen
  • Einzelhandel mit mehr als 5.000 Quadratmetern nach Anmeldung
  • Kulturinstitutionen im Freien mit maximal 72 Stunden altem Corona-Test dürfen öffnen
  • Sport im Freien mit bis zu 25 Personen kann stattfinden

Maskenpflicht

  • Ein Mund-Nasen-Schutz muss in so gut wie allen öffentlichen Gebäuden getragen werden.
  • Beim Betreten eines Supermarktes muss eine Maske getragen werden.
  • In Ausbildungsstätten (ungdomsuddannelser) gilt gleiches außerhalb des Klassenzimmers.

Personen, die keine Maske tragen müssen

  • Kinder, die unter 12 Jahre alt sind.
  • Personen mit gesundheitlichen oder mentalen Beeinträchtigungen, die das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder eines Visiers verhindern.
  • Personen, die ein bedeutendes Unbehagen beim Tragen einer Maske empfinden.


Arbeitsplatz und Transport

  • Es wird dazu aufgefordert, in dem Umfang, der möglich und in Bezug auf die Arbeit zweckmäßig ist, von zu Hause aus zu arbeiten.
  • Es wird zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen, nicht mit Symptomen zur Arbeit zu gehen.
  • Es wird dazu aufgefordert, außerhalb der Stoßzeiten zu reisen, zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren.

Die Restriktionen gelten vorläufig bis zum 6. April.

Quellen: sum.dk, coronasmitte.dk

 

Vorläufig bis zum 6. April geltende Maßnahmen im Detail:

Schule und Ausbildung

  • Nachschulen, freie Fachschulen, und Internatsabteilungen an Frei- und Privatschulen und Heimvolkshochschulen (lange Kurse) öffnen landesweit.
  • Schülerinnen und Schüler in Abschlussjahrgängen und in Jugend- und Erwachsenenausbildungen in Ostjütland, Südjütland, Fünen sowie West- und Südseeland können mit 50 Prozent Anwesenheit an die Ausbildungseinrichtungen zurückkehren – so wie es in Nord- und Westjütland bereits der Fall ist.
  • Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klasse und Nicht-Abgangsschülerinnen und -schüler landesweit können sich zu Freilicht-Unterricht einmal wöchentlich versammeln. Dies gilt ebenso für die Abschlussjahrgänge von Grundschulen und Schülerinnen und Schüler an Jugendausbildungen in Landesteilen, in denen es noch keine 50-prozentige Anwesenheit gibt.
  • Für Grundschulen gilt die deutliche Aufforderung, dass Personal und Schülerinnen und Schüler bei Anwesenheit einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. An Jugendausbildungsstätten wird dies zur Pflicht für Personal und Schülerinnen und Schüler.
  • Grundschulen auf Inseln ohne Brückenanschluss können zu 100-prozentiger Anwesenheit zurückkehren, nach dem Bornholmer Modell.


Am Arbeitsplatz

  • Öffentliche Arbeitgeber sind dazu aufgefordert, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die keine kritische Funktion ausüben, heimzuschicken. Die Betroffenen sollen, soweit möglich, von zu Hause aus arbeiten.
  • Private Arbeitgeber sind nachdrücklich dazu aufgefordert, sicherzustellen, dass Mitarbeiter, die die Möglichkeit haben, ihre Arbeit ohne physische Anwesenheit am Arbeitsplatz auszuführen, von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.


Einkaufszentren und ähnliche

  • Geschäfte mit 5.000 Quadratmetern und mehr Ladenfläche können bis zu 250 Kunden einlassen, und die Terminreservierung für Läden bis zu 10.000 Quadratmetern entfällt. Wenn alternative Modelle zur Terminreservierung eingeführt werden, kann auch in übrigen Geschäften darauf verzichtet werden. Dies soll weiter erörtert werden.
  • Postfilialen, Paketshops, Paketannahme- und -ausgabestellen, auch in Kaufhäusern und im Einzelhandel, dürfen Pakete aushändigen, die im Versand- und Onlinehandel bestellt und bezahlt worden sind.
  • Fachgeschäfte bleiben geschlossen. Die Geschäfte dürfen weiterhin Pakete aushändigen, die vorbestellt und bereits bezahlt sind. Fachgeschäfte dürfen jedoch für Gewerbetreibende geöffnet bleiben, um Waren für den gewerblichen Betrieb zu verkaufen. Dies gilt auch für Geschäfte in Einkaufszentren, Arkaden und Basaren.
  • Geschäfte des täglichen Bedarfs dürfen geöffnet bleiben – darunter Supermärkte, Bäcker und Tankstellen. Ebenfalls Apotheken und medizinische Fachgeschäfte.
  • Es wird dazu aufgefordert, den Einkauf so zu planen, dass der Besuch vieler unterschiedlicher Geschäfte vermieden wird.
  • Der Einzelhandel ist aufgefordert, auf Schildern deutlich zu machen, dass aus Haushalten nur eine Person zeitgleich einkaufen soll.
  • Jedes Geschäft muss einen Verantwortlichen für die Covid-19-Maßnahmen bestimmen.
  • Die Geschäfte sind dazu aufgefordert, eine Reihe von verhaltensregulierenden Maßnahmen umzusetzen, um Gedränge zu vermeiden, und damit den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden nachgekommen werden kann.


Sport und Freizeit

  • Sport im Freien mit bis zu 50 Personen kann stattfinden.
  • Geschlossen bleiben unter anderem Spiel- und Badeländer, Sporthallen, Schwimmhallen, Trainings- und Fitnesscenter, Spielhallen und Kasinos, Vereinsstätten usw.
  • In Zoos, Vergnügungsparks, Aquarien und ähnlichen werden sämtliche Inneneinrichtungen geschlossen.
  • Bei Sport- und Vereinsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche bis zu 21 Jahre dürfen nicht mehr bis zu 50 Personen anwesend sein. Bei solchen Aktivitäten dürfen grundsätzlich höchstens 10 Personen anwesend sein.


Weiterführende Ausbildungen

  • Der Unterricht wird auf Fernunterricht umgestellt.
  • Es kann Ausnahmen geben, wenn in Einzelfällen Anwesenheit nötig ist, zum Beispiel im Labor-, Klinik- und Werkstattunterricht.
  • Abschlussprüfungen sind ausgenommen, wenn sie digital nicht möglich sind.
  • Bei Anwesenheit soll darauf geachtet werden, dass niemand mit Symptomen erscheint und dass die Regeln zu Handhygiene, Abstand, Gesichtsmasken und Sauberkeit strengstens befolgt werden.


Gastronomie

  • Restaurants, Cafés, Bars und andere gastronomische Betriebe dürfen keine Speisen und Getränke mehr im Lokal servieren.
  • Es ist weiterhin möglich, Speisen und Getränke auszuliefern und zum Mitnehmen anzubieten.


Dienstleistungen

  • Gewisse Betriebe, in denen Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, müssen geschlossen bleiben.
  • Das gilt für Tattoostudios, Piercing-Studios, Spas, Körperpflege- sowie Schönheits- und Massagesalons, Friseure und übrige Geschäfte, in denen Dienstleistungen erbracht werden, die nahen körperlichen Kontakt zum Kunden erfordern. Auch Solarien und Fahrschulen bleiben geschlossen.


Kultur

  • Kulturinstitutionen im Freien mit maximal 72 Stunden altem Corona-Test dürfen öffnen.
  • Einrichtungen, in denen Kulturaktivitäten ausgeübt werden, werden für die Öffentlichkeit geschlossen.
  • Das betrifft unter anderem Theater, Konzertsäle, Spielstätten, Museen, Kunsthallen, Kulturhäuser, Kinos, Bibliotheken (ausgenommen die Abholung und Rückgabe zum Forschungs- und Unterrichtsgebrauch), Abendschulen, Tageshochschulen, Volksuniversitäten und Musik- und Kulturschulen.

Einreisebestimmungen vorläufig bis zum 20. April

  • Alle Personen die einreisen einen maximal 24 Stunden alten Coronatest nachweisen müssen. Spätestens nach 24 Stunden muss man einen weiteren Test machen lassen.
  • Man muss sich in eine zehntägige Quarantäne begeben, kann sich jedoch nach vier Tagen freitesten lassen. Diese Regeln gelten sowohl für Personen mit Wohnsitz in Dänemark als auch für Personen mit Wohnsitz im Ausland.
  • Es gibt Ausnahmen für Grenzpendler und Bewohner des Grenzlandes.

Aktuelle Einreisebestimmung der dänischen Behörden für das Grenzland gibt es auch auf Deutsch unter coronasmitte.dk.

Quelle: coronasmitte.dk

 

Corona-Tests

Alle Bürger mit Wohnsitz in Dänemark, die älter sind als zwei Jahre, können sich seit Montag, 18. Mai 2020, auch ohne Verdacht auf eine Erkrankung mit Covid-19 auf das neuartige Coronavirus hin testen lassen. Dies gilt auch für Ausländer, die in Dänemark arbeiten und eine Sozialversicherungsnummer erhalten haben.

Jeder, der zur Arbeit gehe und dort in Kontakt mit anderen Personen komme, solle sich einmal pro Woche testen lassen – selbst wenn keine Symptome vorhanden seien, sagte Justizminister Nick Hækkerup (Sozialdemokraten).

Termine werden auf der Internetseite coronaprover.dk vergeben. Dazu ist die digitale Identifikation Nem-ID eine Voraussetzung. Die Tests werden in den Testzentren der Regionen vorgenommen.

Weiterführende Informationen:

 

So verhalte ich mich im öffentlichen Raum

Die Empfehlungen der Gesundheitsbehörde:

  • Halte 2 Meter Abstand zu anderen Menschen
  • Kein Händeschütteln, keine Umarmungen oder Küsse z. B. zu Begrüßung oder Abschied
  • Den Aufenthalt dort, wo stets viele Menschen sind, minimieren – zum Beispiel in Supermärkten.
  • Abstand zu Personen halten, die krank wirken, und zu Personen, die zu einer Risikogruppe gehören.
  • Bei Sitzgelegenheiten einen Sitzplatz zur nächsten Person frei lassen.
  • Die Hände sauber halten und auf die Hände achten, um das Virus nicht von einer Person oder einem Gegenstand zu übertragen.
  • Häufig und gründlich die Hände waschen
  • Nicht ins eigene Gesicht fassen
  • Kontaktpunkte wie Türgriffe, Fahrstuhlknöpfe usw. möglichst nicht berühren.
  • Rücksicht walten lassen beim Husten oder Niesen – die Armbeuge oder ein Taschentuch benutzen.
 
 

Das Versammlungsverbot im Detail

  • Es ist erlaubt, sich im Freien aufzuhalten, allerdings nicht in Gruppen von mehr als 10 Personen.
  • Die Menschen werden immer noch ermutigt, nicht mehr als fünf Personen zu Hause zu versammeln und soziale Kontakte einzuschränken.
  • Es ist jedoch erlaubt, sich an öffentlich zugänglichen Orten aufzuhalten, an denen sich mehr als 50 Personen befinden, zum Beispiel in Supermärkten, in Bahnhöfen, in öffentlichen Verkehrsmitteln – und in Krankenhäusern.
  • Es ist auch erlaubt, am Arbeitsplatz zu erscheinen, auch wenn dort mehr als 10 Kollegen anwesend sind. Die Gesundheitsbehörden empfehlen jedoch, wenn möglich, von zu Hause aus zu arbeiten.
  • Es ist ebenfalls erlaubt, sich zum Zwecke politischer oder anderer „meinungsfördernder“ Vorhaben wie Demonstrationen auch in Gruppen von mehr als 10 Menschen zu versammeln. Hier gibt es auch keine Auflagen zum Abstand zu anderen Personen.
  • Für alle obigen und folgenden Fälle, abgesehen von politischen Versammlungen, gilt: Die Polizei hat die Möglichkeit, an öffentlich zugänglichen Orten einzugreifen, wenn sich mehr als 10 Personen auf eine Weise am selben Ort befinden, die die Infektionsgefahr erhöht. Die Polizei kann den Aufenthalt an bestimmten öffentlichen Orten (wie Spielplätzen oder Parks) vorübergehend untersagen, wenn die Infektionsgefahr dort als zu hoch eingeschätzt wird.

Weitere Informationen hierzu auf Dänisch gibt es auf coronasmitte.dk

 
Viele Senioren wohnen zu Hause Foto: CDC/Unsplash

Wer gehört zu einer Risikogruppe?

Einige Bevölkerungsgruppen werden von den dänischen Gesundheitsbehörden als besonders vom neuartigen Coronavirus und der dadurch ausgelösten Covid-19-Erkrankung als gefährdet eingestuft. Eine genaue Übersicht mit Verhaltensregeln gibt es auf Dänisch auf dieser Internetseite.

Ältere über 65 Jahre (besonders über 80 Jahre)

Personen mit folgenden chronischen Krankheiten:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankung (außer Bluthochdruck, der erfolgreich behandelt wird)
  • Lungenerkrankungen (außer leichtem und erfolgreich behandeltem Asthma)
  • Chronische Nierenerkrankung mit verminderter Nierenfunktion
  • Chronische Lebererkrankung
  • Diabetes Typ 1 und 2, besonders bei Folgeerscheinungen
  • Muskelerkrankungen und neuromuskuläre Erkrankungen
  • Schweres Übergewicht mit einem BMI von mehr als 35-40, je nach zusätzlichen Risikofaktoren
  • Besondere Bluterkrankungen mit erhöhtem Komplikationsrisiko

Personen mit geschwächtem Immunsystem in Folge von:

  • Bluterkrankungen
  • Organtransplantation
  • Immunhemmenden Behandlungen, darunter Chemotherapie oder Strahlenbehandlung bei Krebserkrankungen
  • HIV-Infektionen mit schwerer Beeinträchtigung des Immunsystems

Kinder mit chronischen Krankheiten (wie oben genannt) oder mit Folgeerscheinungen durch zu frühe Geburt

Schwangere und Frauen bis zu zwei Wochen nach der Geburt (aus Vorsicht)

Personen, die „sozial und ökonomisch benachteiligt“ sind

 
Grenzübergang Krusau
Verschärfte coronabedingte Kontrollen an der deutsch-dänischen Grenze im Frühjahr 2020. Foto: Karin Riggelsen

Der Grenzverkehr

Einreise

Die dänischen Behörden verlangen von sämtlichen Personen bei der Einreise einen negativen Corona-Test, der maximal 24 Stunden alt sein darf. Nach der Einreise muss man nach spätestens 24 Stunden einen weiteren Corona-Test machen lassen und sich in Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann durch einen Corona-Test nach vier Tagen abgekürzt werden. Es gibt Ausnahmen für Grenzpendler und Bewohner des Grenzlandes.

Aktuelle Einreisebestimmung der dänischen Behörden für das Grenzland gibt es auch auf Deutsch unter coronasmitte.dk.

Weiterführende Informationen:

 

Einreisen nach Deutschland

Mittlerweile rät das Außenministerium von Reisen nach Deutschland ohne Ausnahme von Teilgebieten ab. Wer nun (Stand 29. Oktober) nach Deutschland reist, den fordern die Behörden nachdrücklich dazu auf, sich bei der Rückkehr nach Dänemark entsprechend den Richtlinien der Gesundheitsbehörden in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben.

Außerdem empfiehlt das dänische Außenministerium, sich nach der Rückkehr nach Dänemark auf Covid-19 testen zu lassen.

Deutschland erklärt Dänemark zum Risikogebiet

Seit dem 8. November definieren die deutschen Behörden Dänemark als Risikogebiet. Das bedeutet, dass man sich nach einer Einreise ohne triftigen Grund zehn Tage in Quarantäne begeben und auf der Seite einreiseanmeldung.de registrieren muss. Außerdem gilt für Reiserückkehrer seit dem 11. Januar eine Testpflicht. Reiserückkehrer können sich kostenpflichtig an den Teststationen der Kassenärztlichen Vereinigung testen lassen. Getestet werden kann auch 48 Stunden vor der Einreise.

Ausgenommen von dieser Regel sind Grenzpendler. Doch auch kurze Besuche über die Grenze sind weiterhin von den Behörden in Schleswig-Holstein ohne Einschränkungen gestattet. In der Verordnung des Landes ergänzt am 11. Januar wird der kleine Grenzverkehr von den Einreisebestimmungen ausgenommen.

„Von der Absonderungspflicht ausgenommen sind Personen, die die Grenze im Rahmen des sogenannten kleinen Grenzverkehrs überschreiten. Diesen Personen ist es gestattet, für weniger als 24 Stunden entweder von Deutschland in einen angrenzenden Staat zu reisen oder von einem angrenzenden Staat nach Deutschland einzureisen“, heißt es in der Verordnung.

Tägliche Besorgungen und Arztbesuche erlaubt

Ausschlaggebend sei dabei, dass ein „regionaler Bezug“ besteht.

„Ein regionaler Bezug kann insbesondere dann angenommen werden, wenn ein einheitlicher Lebensraum besteht, der dadurch geprägt ist, dass die in diesem Bereich lebenden Personen täglich die Grenze überschreiten, dies kann z.B. beruflich bedingt sein, gilt aber auch für alle täglichen Besorgungen oder für Arztbesuche“, heißt es weiter in der Verordnung.

Besuche nicht länger als 72 Stunden

Bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein gilt eine Ausnahme der Qurarantänepflicht für „Personen, die einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts“, heißt es in der Verordnung.

Der Artikel ist am 9. Februar überarbeitet worden

 
 
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