Umwelt und Natur

Pilz-Saison: Erste Person vergiftet

Pilz-Saison: Erste Person vergiftet

Pilz-Saison: Erste Person vergiftet

jt
Kopenhagen
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Foto: Florian van Duyn/Unsplash (Symbolfoto)

Pilzsammler sollten sich vor ihrer Pilzejagd im Wald gut über die verschiedenen Sorten informieren, rät ein Oberarzt. Jährlich werden in Dänemark aufgrund von Fehleinschätzungen mehrere Personen vergiftet.

Mit dem September hat nicht nur der Herbst angefangen, sondern auch die Hochsaison für Pilzsammler. Obwohl die Pilz-Saison noch jung ist, kann die Gift-Abteilung des Bispebjerg Hospital in Kopenhagen schon ihren ersten schweren Vergiftungs-Fall verzeichnen, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Diese Fälle hätten, laut Oberarzt Niels Ebbehøj, in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

„Normalerweise wurden alle zehn Jahre ein Todesfall und alle fünf Jahre eine Lebertransplantation verzeichnet. In den vergangenen Jahren ist es aber mit einem bis zwei Todesfällen, und zwei Lebertransplantationen pro Jahr völlig aus dem Ruder gelaufen“, so Ebbehøj.

Er schätzt, dass sich jährlich rund 700 der insgesamt 30.000 Anrufe bei der Vergiftungs-Hotline um Pilze drehen. „Oft sind es Personen, die völlig kopflos im Wald Pilze sammeln und dann plötzlich nachdenklich werden. Noch schlimmer sind aber diejenigen, die denken, dass sie die Pilze kennen und dann große Mengen verzehren“, betont er. Oft seien dies Touristen oder Einwanderer aus Asien – und das ist ihm zufolge kein Zufall.

„Der Grüne Knollenblätterpilz ähnelt einem guten asiatischen Speise-Pilz. Wo der asiatische Pilz das Abendessen würzen kann, kann die dänische Variante tödlich sein“, erklärt Ebbehøj. Pilzsammler sollten sich vor ihrer „Jagd“ deshalb gut informieren.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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