„Sønderjysk“ bei Sønderjyske

Nachbarssöhne und Identifikationsfiguren sind enorm wichtig

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Sønderjyske-Direktor und Miteigentümer Markus Kristoffer Hansen freut sich über die Entwicklung seit der Vereinsübernahme.

Sønderjyske-Direktor Markus Kristoffer Hansen freut sich darüber, dass so viele Einsatzminuten wie nie zuvor an Fußballer aus dem eigenen Landesteil gehen, glaubt aber, dass man die Früchte für die millionenschweren Investitionen in die eigene Akademie erst ab jetzt langsam wird ernten können.

So viele Einsatzminuten wie nie zuvor in der Vereinsgeschichte gab es in der vergangenen Saison für Fußballer aus Nordschleswig, und vieles deutet darauf hin, dass die Bestmarke in der laufenden Saison übertroffen wird.

Zuletzt standen mit Andreas Oggesen, Tobias Sommer, Rasmus Vinderslev und Olti Hyseni vier Kicker aus dem eigenen Landesteil in der Startelf. Eine Entwicklung, über die man sich beim Fußball-Superligisten freut.

„Unsere Fans und Partner müssen sich in unserem gemeinsamen Projekt wiederfinden können. Sie müssen bekannte Gesichter und auch den Sohn des Nachbarn auf dem Platz sehen. Wir wollen nicht elf Ausländer in der Startelf sehen“, sagt Markus Kristoffer Hansen, Direktor und Miteigentümer von Sønderjyske Fodbold, zum „Nordschleswiger“. „Ich freue mich über die Statistiken, die du hier mitgebracht hast.“

Gemeinsam mit seinem Vater, Morten Kristoffer Larsen, sowie der Davidsen-Familie aus Woyens (Vojens) wurde Sønderjyske Fodbold von dem US-Amerikaner Robert Platek erworben.

„Wir hatten einige amerikanische Jahre, wo wir zu weit weg von dem kamen, was wir gerne wollen. Wir müssen einen Mittelweg finden, wo wir sowohl eigene Jungs als auch tüchtige Spieler von außerhalb auf dem Platz haben“, meint der Sønderjyske-Direktor.

Identifikationsfiguren auf dem Platz sind für ihn von großer Bedeutung.

„Es ist wichtig für uns, dass wir auf dem Platz eigene Jungs haben, die wissen, was Sønderjyske für den Landesteil und die Region bedeutet. Ich habe den Eindruck, dass alle unsere Spieler, egal, wo sie herkommen, für das Logo auf dem Trikot kämpfen, aber es ist gleichzeitig von großer Bedeutung, dass wir Kulturträger haben, die vorangehen. Und für mich war es deutlich zu sehen, dass unsere eigenen Jungs, besonders die, die schon länger da sind, die Richtung angaben, als es in der vergangenen Saison ernst wurde“, so Markus Kristoffer Hansen.

Große Investitionen in die Akademie

Der Sønderjyske-Direktor will nicht preisgeben, wie viel Geld in die eigene Akademie gesteckt wird, doch nach Informationen des „Nordschleswigers“ nähert man sich immer mehr einem zweistelligen Millionenbetrag. Die Zahl liegt knapp unter 10 Millionen Kronen im Jahr.

„Die Akademie genießt hohe Priorität, und wir geben jedes Jahr eine richtig große Millionensumme aus, in der Hoffnung, dass künftig noch mehr Fußballer aus unserem Landesteil den Sprung nach oben schaffen. Wir haben viel in die Akademie investiert, und ich denke, dass die Früchte davon erst ab jetzt und in den kommenden Jahren geerntet werden können“, sagt Markus Kristoffer Hansen und zeigt auf Olti Hyseni als Musterbeispiel.

Der Sonderburger ist aus der eigenen Akademie gekommen und hat sich in der Superliga-Mannschaft etabliert.

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