Meinung

„Komplizierte Bundestagswahl wegen Wohnsitzes in Dänemark“

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Peter Blume

Hanns Peter Blume aus Tingleff bemängelt das komplizierte Briefwahlverfahren zur Bundestagswahl in Deutschland, wenn Deutsche im Ausland leben.

Einer Meldung in den Medien konnte ich entnehmen, dass sich nur sehr wenige im Ausland lebende Deutsche an den Wahlen zum Deutschen Bundestag beteiligen. Dieses Recht habe ich seit meinem Umzug 1963 nach Dänemark immer wahrgenommen, auch noch als Pensionär.

Mich interessiert sehr, was in Deutschland geschieht, zumal ich meine Pension von dort beziehe und sie auch dort versteuert wird. Aber es gibt auch weitere Gründe.

Das Beantragen einer Briefwahl ist weniger kompliziert, als sich manche vorstellen. Allerdings ist es ärgerlich, dass man sich zu jeder neuen Wahl auch wieder neu bewerben muss. Noch ärgerlicher ist es, wenn man um das rechtzeitige Eintreffen der Briefwahlunterlagen bangen muss.

Unterlagen treffen spät ein

Schon bei der Wahl 2021 wurde es knapp. 2025, vier Tage vor der Wahl, sind die Unterlagen aus meiner Heimatstadt Lübeck immer noch nicht eingetroffen, und sollten sie noch vor der Wahl kommen, reicht die Zeit für den Rückweg nicht.

Das Wahlamt der Hansestadt hat mir schriftlich per Mail bestätigt, dass es die Unterlagen am 5. Februar d. J. an mich abgesendet hat, also vor 14 Tagen abgeschickt und noch nicht eingetroffen! In welchem Zeitalter leben wir? Welches Postwesen trägt die Schuld?

Ähnlich lange und längere Laufzeiten habe ich schon früher erlebt (von Glücksburg und Flensburg nach Tingleff (Tinglev), 40/25 km, bis zu 4 Wochen!). Ein Unding!

Eine Anfrage/Beschwerde bei Post Nord brachte nichts, obgleich dänische Poststempel belegten, dass die Post sehr lange in Dänemark unterwegs gewesen sein muss.

Hanns Peter Blume,
Fasanvænget 5,
6360 Tinglev

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