Leserbeitrag

„Zum Tode von Thomas Lampe“

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Mit dem Tode von Thomas Lampe erinnert Leser Hans Peter Blume an einen unbequemen Querdenker in der Minderheitenpolitik: In den 1970er-Jahren prägte er mit dem Schlagwort ‚Salat statt Wienerbrot‘ den Ruf nach frischen Ideen – blieb damit aber zu seiner Zeit aber weitgehend ungehört.

Nur wenige werden sich vermutlich an diesen Verstorbenen erinnern können. In den 70er Jahren gab es beim BdN eine „Perspektivkommission“, der auch Thomas angehörte. Bei einer der ersten Sitzungen dieser Kommission stellte Thomas ein Schlagwort vor: „Salat statt Wienerbrot“.

Man sah sich fragend an und Thomas erklärte. Es ging ihm am allerwenigsten darum, dass bei Sitzungen und Versammlungen nicht mehr Wienerbrot gereicht werden sollte (so wie es bis heute oft noch üblich ist), sondern dass dieser Slogan klarmachen sollte, dass in vielerlei Hinsicht neue Gedanken und Ideen in der politischen Arbeit entwickelt werden müssten, dass verkrustete Strukturen aufgebrochen werden sollten. Seine damals 'radikalen' Ideen fanden nicht bei allen Zustimmung. Leider war die jüngere Generation in diesem Gremium nicht stark genug, sich durchzusetzen. Nach verhältnismäßig kurzer Zeit stellte die Perspektivkommission ihre Arbeit ein. Das Engagement eines jungen Menschen hatte man damals nicht würdigen wollen.

Hinweis

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