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Haushoch überlegener FCK musste am Ende noch zittern

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Der FCK war auch in dieser Situation Zweikampfsieger.

Der Meisterschaftsfavorit war 80 Minuten lang mehr als eine Nummer zu groß für die Sønderjyske-Fußballer, die über weite Strecken mächtig unter Druck standen und den Ball nur selten in den eigenen Reihen halten konnten. Der geforderte Mut kam erst in der zweiten Halbzeit zum Vorschein.

Nichts zu holen gab es nicht unerwartet für die Sønderjyske-Fußballer im Heimspiel gegen den Meisterschaftsfavoriten FC København. Die Hellblauen waren vor 8.202 Zuschauerinnen und Zuschauern im Sydbank Park mit der 1:2-Niederlage noch gut bedient.

Der FCK war in den ersten 80 Minuten haushoch überlegen und hätte weitaus höher gewinnen können, musste aber nach dem Anschlusstreffer in der 82. Minute noch um den Sieg zittern. Und hätte Sefer Emini in der Nachspielzeit nicht dem einschussbereiten Magnus Jensen den Ball weggeklaut, hätte Sønderjyske sogar den einen Punkt entführen können.

Ein Punktgewinn wäre aber glatter Diebstahl gewesen, an einem Tag, wo Sønderjyske unter seinen Möglichkeiten blieb.

Dominik Kotarski hatte die Hand noch am Ball, konnte den Anschlusstreffer von Magnus Jensen aber nicht verhindern.

Es erwartet keiner, dass die Hellblauen mit dem FCK auf Augenhöhe spielen können, aber wenn die tief hinten drin stehende Sønderjyske-Mannschaft endlich in Ballbesitz kam, war es schlichtweg ungenügend, was sie am Ball zustande brachten.

Von Überheblichkeit keine Spur

Das runde Leder konnte zu keinem Zeitpunkt in der ersten Halbzeit über einen kürzeren oder längeren Zeitraum in den eigenen Reihen gehalten werden, der Ball sprang selbst den erfahrensten Sønderjyske-Kickern immer wieder vom Fuß.

Für Sønderjyske war es definitiv kein Vorteil, dass die Kopenhagener vor einer Woche gegen Silkeborg eine 3:1-Führung leichtfertig verspielten und nach dem 3:3-Unentschieden selbst von eigener Arroganz sprachen.

Von Arroganz oder Überheblichkeit war in Hadersleben nichts zu spüren. Der FCK ging von Anfang an konzentriert zu Werke und dominierte das Geschehen total.

Die Sønderjyske-Fans auf den Rängen mussten in den ersten 45 Minuten keine Vergnügungssteuer zahlen und hatten in der Halbzeitpause erstmals Grund zum Lachen, als einige Musiker der Aabenraa Brass Brand von der Bewässerungsanlage überrascht wurden und pitschnass das Spielfeld wieder verließen.

Robert trifft zum 0:1.

Eine kalte Dusche gab es auch für die Sønderjyske-Kicker nach dem Seitenwechsel, denn sie hatten mutiger die zweite Halbzeit begonnen, wurden aber mit dem 0:2 in der 56. Minute bestraft.

Der FCK schien dem Gegner den Wind aus den Segeln genommen zu haben, Thomas Delaney hauchte dem Spiel aber wieder neues Leben ein, als er einen Emini-Schuss mit dem Ellenbogen abblockte.

Magnus Jensen verwandelte den Strafstoß zum 1:2, der Startschuss für eine Schlussoffensive. In einer hektischen Schlussphase stand sich Sønderjyske aber selbst im Wege. Sefer Emini nahm Magnus Jensen die große Ausgleichschance weg.

Die Gäste dominierten die Geräuschkulisse im Sydbank Park, angetrieben von diesem jungen FCK-Fan.

Bei den Hellblauen hatte man im Vorfeld viel über Mut gesprochen, doch der geforderte Mut kam erst in der zweiten Halbzeit zum Vorschein.

Sønderjyske - FCK (0:1) 1:2

0:1 Robert (29.), 0:2 Robert (56.), 1:2 Magnus Jensen (Handelfmeter/82.)

Sønderjyske: Marcus Bundgaard – Maxime Soulas, Magnus Jensen, Daniel Gretarsson (78.: Mohamed Cherif) – Simon Wæver (66.: Sefer Emini), Tobias Sommer, Andreas Oggesen, Runar Sigurgeirsson (9.: Ebube Duru) – Lirim Qamili (46.: Mads Agger), Kristall Mani Ingason (66.: Matthew Hoppe), Olti Hyseni.

FCK: Dominik Kotarski – Rodrigo Huescas, Gabriel Pereira, Pantelis Hatzidiakos, Marcos Lopez – Jordan Larsson (90.: Yoram Zague), Lukas Lerager, Thomas Delaney, Robert (83.: Junnosuke Suzuki) – Mohamed Elyounoussi, Viktor Claesson (73.: Youssufa Moukoko).

Gelbe Karten: Olti Hyseni, Andreas Oggesen – Thomas Delaney, Junnosuke Suzuki, Jacob Neestrup, Dominik Kotarski.

Schiedsrichter: Lasse Læbel Graagaard. VAR-Schiedsrichter: Aydin Uslu.

Zuschauer: 8.202.