Eishockey

Aberkanntes Tor in letzter Minute bringt Sønderjyske in Rage

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Sønderjyske-Trainer Casper Stockfisch war mit der Schiedsrichter-Entscheidung in der Schlussminute nicht einverstanden.

Frederikshavn und Sønderjyske erzielten jeweils drei Tore – das Spiel ging aber mit 3:2 an Frederikshavn. Ein laut Casper Stockfisch irregulärer „Challenge“ und eine höchst umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung sorgten für die Aberkennung des Ausgleichstores in der Schlussminute.

Die Talfahrt der Eishockeyspieler von Sønderjyske hält weiter an. Lediglich zwei Punkte sind aus den vergangenen sechs Spielen herausgesprungen, nachdem die Hellblauen am Mittwochabend das Auswärtsspiel gegen die Frederikshavn White Hawks mit 2:3 verloren.

Sønderjyske fühlte sich aber um mindestens einen Punkt betrogen. Matt Kopperud hatte 49 Sekunden vor Schluss den 3:3-Ausgleich erzielt, doch nach einem „Challenge“ des Gegners wurde das Tor wegen einer angeblichen Torwartbehinderung aberkannt, zum großen Unmut der Hellblauen. 

„Challenge“ zu spät genommen

„Ich habe für diese Entscheidung kein Verständnis“, sagte ein aufgebrachter Sønderjyske-Trainer Casper Stockfisch zum „Nordschleswiger“ und versuchte, sich zu beherrschen. Die Aberkennung des Tores ist seiner Ansicht nach mehr als umstritten, den „Challenge“ bezeichnete er als irregulär.

„Der Challenge wurde nicht genommen, bevor die Zeit abgelaufen war. Das ist ein klarer Fehler. Der Trainer hat den Challenge nicht genommen, die Schiedsrichter haben uns nachher versucht klarzumachen, dass ein Spieler mit dem Anheben seines Stocks angezeigt haben soll, dass man den Challenge nimmt. Wenn das reicht, dann weiß ich auch nicht mehr“, so Stockfisch.

Einen Protest gegen den Formfehler wird es voraussichtlich nicht geben.

„Die Herausforderung ist, dass es hier Wort gegen Wort ist“, sagt Stockfisch, der auch die angebliche Torwartbehinderung nur schwer nachvollziehen konnte.

Großer Frust bei Lyø

Sein Kapitän fand den Verlauf, der zur Aberkennung des Tores führte, merkwürdig, wollte sich aber nicht länger damit befassen.

„Die Schiedsrichter haben mir gesagt, dass alles korrekt verlaufen ist, und das müssen wir so hinnehmen. Ich habe keine Lust, mir die Bilder noch einmal anzusehen, denn wir können es sowieso nicht ändern. Das war nicht der Grund für unsere Niederlage. Wir haben so viel anders machen können und müssen jetzt als Mannschaft herausfinden, in welche Richtung wir gehen wollen. Es ist im Moment frustrierend, aber nur wir selbst können das lösen“, so Rasmus Lyø zum „Nordschleswiger“.

In einem niveauarmen Spiel wäre eine Punkteteilung nicht ungerecht gewesen. Die Gäste hatten gut begonnen, spielten aber im zweiten Drittel ohne die nötige Intensität und gaben das Spiel aus der Hand. Im Schlussdrittel gab es Chancen für beide Teams. Es fiel ein Tor auf beiden Seiten, doch nur das Überzahl-Tor von Alexander Lunsjö drei Minuten vor Schluss zählte.

 

Frederikshavn - Sønderjyske (0:1,2:1,1:0) 3:2

0:1 Nikolaj Krag-Christensen (11:24/Ass.: Albert Schioldan, Gustav Nielsen), 1:1 Rasmus Søndergaard (23:11), 2:1 Brandon Frattaroli (34:41), 2:2 Joseph Jonsson (35:31/Ass.: Oskar Drugge), 3:2 Alexander Lunsjö (56.56/5 gegen 4).

Zeitstrafen: Frederikshavn 1x2 – Sønderjyske 1x10 (Jacob Schmidt-Svejstrup) und 2x2 Minuten. Schiedsrichter: Niklas Knøsen/Steffan Ørvad Frydkjær.

Zuschauerinnen und Zuschauer: 1.314.