Eishockey

Angespannte Finanzlage bei Sønderjyske Ishockey

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Die Eishockey-Mannschaft von Sønderjyske schrieb jahrelang schwarze Zahlen, kommt derzeit aber aus den roten Zahlen nicht heraus.

Die Entlassung von Klaus Rasmussen ist auf die wirtschaftlichen Herausforderungen zurückzuführen, sagt Vorstandsvorsitzender Kjeld Søberg, der auch beim nächsten Haushaltsbericht rote Zahlen erwartet.

Das Geld ist bei Sønderjyske Ishockey weiter knapp. Die wirtschaftliche Schieflage konnte durch die Kapitalzufuhr der neuen Eigentümer nicht behoben werden und hat letztendlich auch zur Entlassung von Sportchef Klaus Rasmussen geführt, betont der Vorstandsvorsitzende.

„Wir haben weiterhin wirtschaftliche Herausforderungen. Wir kämpfen gegen ein großes negatives Eigenkapital, das nur teilweise behoben werden konnte, und gleichzeitig sind die laufenden Ausgaben mit den Einnahmen nicht im Gleichgewicht. Wir haben uns fest vorgenommen, dieses Ziel zu erreichen, und dabei ist ein Sportchef-Posten eine nicht unbedeutende Einsparung“, sagt Kjeld Søberg zum „Nordschleswiger“ und fügt hinzu, dass dies rund die Hälfte der erforderlichen Einsparung ausmacht.

Rote Zahlen auch in dieser Saison

Der Vorstandsvorsitzende gehört selbst zu dem Investorenkreis, der im April 2025 SønderjyskE Ishockey A/S erworben hat. Jesper Chrestensen vom Bauunternehmen Otto Chrestensen A/S, Anders Sørensen von AS Tømrer, der langjährige Vorstandsvorsitzende von Sønderjyske Fodbold, Gynther Kohls und der neue Geschäftsführer Mogens Kastbjerg sind die übrigen Investoren. 

SønderjyskE Ishockey hatte im Januar das schlechteste Ergebnis der Vereinsgeschichte abgeliefert. Das Haushaltsjahr 2023/24 wurde mit einem Minus von 2,575 Millionen Kronen nach Steuern abgeschlossen, das Eigenkapital war mehr als futsch. Im April sagte Kjeld Søberg noch, dass man noch auf der Suche nach mindestens 1,5 Millionen Kronen sei, um das Eigenkapital wiederherzustellen.

„Wir sind noch nicht am Ziel und werden auch in der laufenden Saison rote Zahlen schreiben. Wir wollen dorthin, dass sich Einnahmen und Ausgaben die Waage halten. Wir sind nicht mehr so weit davon entfernt, aber wir müssen noch andere Bereiche finden, wo wir Einsparungen vornehmen oder die Einnahmen erhöhen können“, so der Vorstandsvorsitzende.

Lenkrad fest im Griff

Der Zeitpunkt der Entlassung von Klaus Rasmussen, nur rund einen Monat nach Saisonbeginn, ist vielerorts auf Verwunderung gestoßen, ist aber für ihn der richtige.

„Wir haben mit Mogens einen neuen Direktor in Stellung gebracht, der jetzt das Lenkrad fest in der Hand und freie Sicht aus der Frontscheibe hat. Es war nicht ohne Risiko, dass wir den ehemaligen Direktor in der Organisation behalten haben. Das ist in der Geschäftswelt nicht der Normalfall. Klaus hat sich umgestellt und großen Einsatz gezeigt, aber wir müssen die wirtschaftlichen Herausforderungen ins Auge sehen“, so Kjeld Søberg.