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Isabell Bonke ist neue Praktikantin beim „Nordschleswiger“

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Isabell Bonke
Isabell Bonke kommt aus Magdeburg für drei Monate an die dänische Ostsee.

Die 20-Jährige zieht für ihr Praktikum drei Monate nach Apenrade – nah an die Ostsee und mitten in die dänische Gelassenheit. Die Journalismusstudentin bezeichnet den Norden als ihre zweite Heimat und will während der Zeit in Nordschleswig Menschen und ihre Geschichten entdecken.

Die Ostsee bezeichnet Isabell Bonke als ihre zweite Heimat. In Apenrade ist die gebürtige Hallenserin so nah dran, wie es geht. Vom Bürofenster kann sie direkt auf die Förde blicken, die heute so grau ist, wie der Himmel. Doch das stört sie nicht. „Ich bin eine Meerperson“, sagt die 20-Jährige. Daher war für die angehende Journalistin auch klar, dass es für ihr Praktikum ans Wasser geht. 

Den „Nordschleswiger“ hat sie aber nicht nur wegen der geografischen Lage ausgewählt, sondern auch auf Empfehlung ihrer Mitstudierenden an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Weil ihr Skandinavien irgendwie am Herzen liegt, waren die anderen Praktikumsangebote auf Mallorca und in Griechenland nicht die erste Wahl. „Dänemark kam da viel mehr infrage“, sagt die Studentin. „Ich mag, dass es so modern und weltoffen hier ist.“

Gleich aufgefallen ist ihr auch die andere Mentalität der Menschen. „Vielleicht ist es nur Zufall, aber man wird hier sehr oft mit einem Lächeln begrüßt, sei es vom Busfahrer oder der Spaziergängerin.“

Schon bei einem Jugendprojekt in Norwegens Hauptstadt Oslo konnte sie als Touristin und Freiwillige die andere Stimmung in Skandinavien, eine besondere Herzlichkeit, spüren, sagt sie. 

In den kommenden drei Monaten ist nun Apenrade ihr Zuhause. Dänisch spricht sie allerdings (noch) nicht. Einen ersten Eindruck von Dänemark konnte die 20-Jährige auf einer Rundreise mit ihrer Mutter gewinnen. „Wir waren damals unter anderem in Kopenhagen und Aarhus.“ 

Isabell Bonke
Die Studentin liebt es, wandern zu gehen und draußen zu sein.

In Nordschleswig möchte Isabell, die von ihren Freunden und der Familie nur „Isa“ genannt wird, jetzt die Minderheit kennenlernen und „nah an den Menschen sein“. 

Ich möchte auch kleinere Städte sehen und diese ruhige, gelassene Stimmung mitbekommen.

Isabell Bonke

Warum sie Journalistin werden möchte? „Ich mag es, bei aktuellen Themen dabei zu sein und darüber zu schreiben. Ich interessiere mich für viele Themen und rede gerne mit den Leuten“, sagt sie. Erfahrungen hat sie bereits im Radio-, Online- und Printjournalismus gesammelt – unter anderem beim Freien Radio „Corax“ in ihrer Heimat Halle. 

Wandern, Meer und kleine Orte

Ursprünglich wollte die Hallenserin zunächst Musikjournalismus studieren, weil sie Interesse an den Hintergründen und politischen Themen hat, die Künstlerinnen und Künstler umtreiben. Sie selbst hört „ganz grob Popmusik“, doch was genau, ändere sich monatlich. Jetzt also das klassische Journalismus-Studium in Magdeburg. 

In ihrer Freizeit will sich Isabell mehr von Dänemark anschauen, hat aber vorzugsweise kleine Ziele. „Ich möchte auch kleinere Städte sehen und diese ruhige, gelassene Stimmung mitbekommen.“ Die 20-Jährige geht gerne wandern oder spazieren, hat aber auch eine kreative Seite. „Ich bastele und backe gerne.“

Vielleicht ist es nur Zufall, aber man wird hier sehr oft mit einem Lächeln begrüßt, sei es vom Busfahrer oder der Spaziergängerin.

Isabell Bonke

Backen, das ist ein Stichwort, das bei ihren neuen Kolleginnen und Kollegen des „Nordschleswigers“ durchaus für gespitzte Ohren sorgt. Kuchen, das weiß man an der Hochschule Magdeburg-Stendal, gehört in der Redaktion zum Grundnahrungsmittel. 

Ehrenamtliche EU-Botschafterin

Isabell Bonke
Apenrade ist nun für drei Monate Isas zu Hause.

Auch ehrenamtlich engagiert sich Isa. Sie ist Botschafterin von „Discover EU“. Als 18-Jährige hatte sie sich erfolgreich auf eine Art Interrail-Ticket beworben. Mit dem sogenannten „Travel Pass“ gehen die Botschafterinnen und Botschafter dann per Bus und Bahn auf Entdeckungsreise durch Europa. Bei sogenannten Meet-ups treffen sich die Teilnehmenden verschiedener Länder zu Workshops.

„Ich war in Oslo, Luxemburg und Hamburg“, sagt Isabell. „Dort trifft man auf junge Menschen, die ebenfalls auf Reisen waren, tauscht sich über die Länder und Erfahrungen aus.“ In Hamburg habe sie Deutschland als Botschafterin vertreten, den anderen der Gruppe die Stadt gezeigt und erklärt, warum für sie dieses Projekt so wichtig ist.

Angesichts der politischen Lage in ihrer Heimat Sachsen-Anhalt und in Deutschland generell, steht Isabell als „Discover EU“-Botschafterin für Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, die Achtung der Menschenwürde und die Wahrung der Menschenrechte ein. „Es geht darum, europäische Werte zu teilen.“