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Millionen stehen auf dem Spiel

Millionen stehen auf dem Spiel

Millionen stehen auf dem Spiel

Woyens/Vojens
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Die SønderjyskE-Kicker erhalten einen Teil der Fernsehgelder als Bonus. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Für SønderjyskE ist am ersten Zahltag der Saison alles zwischen Platz eins und sechs drin. Der Unterschied beträgt vier Millionen Kronen.

Nur selten in der Vereinsgeschichte von SønderjyskE war in einem Superliga-Spiel der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage in wirtschaftlicher Hinsicht größer als beim Heimspiel am Sonntag ab 14 Uhr gegen den FC Nordsjælland.

Das erste Drittel der Fernsehgelder wird nach der Hälfte der regulären Saison ausgeschüttet. Der dänische Pokalsieger geht als Tabellendritter in den elften Spieltag, doch von Platz eins bis sechs ist alles drin. Die Zahlen in dem nach der Superliga-Reduzierung neuen und noch lukrativeren Fernsehvertrag sind geheim, doch nach Informationen des „Nordschleswigers“ beträgt der Unterschied zwischen Platz eins und sechs rund vier Millionen Kronen.

„Da steht viel Geld auf dem Spiel“, meint SønderjyskE-Direktor Klaus Rasmussen zum „Nordschleswiger“, ohne näher auf Zahlen eingehen zu wollen: „Uns ist ein Platz in den Top 6 nicht zu nehmen, und wir haben sogar die Chance, noch weiter nach oben zu klettern. Wenn wir gewinnen, ist uns Platz drei sicher, das andere liegt nicht in unserer Hand, aber das wäre schon sehr positiv, besonders wenn man auf die vergangene Saison zurückblickt, wo wir Angst haben mussten, auf die Plätze 13 und 14 abzurutschen, die gar keine Fernsehgelder einbringen würden.“

Egal, wo SønderjyskE nach dem elften Spieltag landen wird, der Pokalsieger wird mehr Geld einnehmen, als man veranschlagt hatte.

Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

„Im Budget sind wir von Platz acht oder neun ausgegangen. Das hängt auch ein wenig damit zusammen, welche Fernsehspiele uns zugeteilt werden“, sagt Rasmussen und weist darauf hin, dass auch die Fernsehstationen entscheiden, wie viel Geld an die Vereine fließt. Die erste und zweite Wahl an Fernsehübertragungen bringen weitaus mehr Geld ein als die TV-Spiele drei, vier, fünf und sechs.

„Die Tendenz geht bei uns nach oben, aber das hängt auch mit unserem guten Saisonstart zusammen“, meint der SønderjyskE-Direktor.

Die größten Summen sind aber von der Platzierung abhängig. Allein der Unterschied zwischen Platz drei und sechs macht um die zwei Millionen Kronen aus.

Viele fragen sich aber, wie groß die Bedeutung der Fernsehgelder ist, nachdem US-Investor Robert Platek bei SønderjyskE eingestiegen ist.

„Das Geld ist von sehr großer Bedeutung. Das hat sich nicht geändert. Wir fahren weiter mit einem strammen Budget, und die Einnahmen sind entscheidend dafür, wie der Fußball sich bei uns entwickelt. Die Fernsehgelder sind mindestens genauso wichtig wie sie immer waren“, versichert Klaus Rasmussen: „Der Einstieg von Platek ist die Möglichkeit für uns, dass wir eine Scheibe drauflegen können. Und ich spüre trotz der Corona-Zeiten eine gute Unterstützung unserer Sponsoren. Es hat keinen Sponsor gegeben, der wegen des Einstiegs von Platek abgesprungen ist. Die Corona-Krise ist natürlich eine Herausforderung, aber ich spüre vielmehr eine größere Motivation bei den Sponsoren, jetzt wo wir hoffentlich auf einem höheren, sportlichen Niveau spielen können. Es ist schon ein Unterschied, ob wir um die Top-6-Plätze oder gegen den Abstieg spielen. Unsere Sponsoren haben nicht das Gefühl, dass das Produkt weniger wert ist.“

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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