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SønderjyskE rennt erfolglos hinterher

SønderjyskE rennt erfolglos hinterher

SønderjyskE rennt erfolglos hinterher

hdj
Esbjerg
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Cameron Brown machte durch zwei Assists auf sich aufmerksam. Er fiel allerdings auch durch ein paar vergebene Chancen auf. Foto: Karin Riggelsen

So nah dran und doch so weit entfernt – SønderjyskE konnte am Freitagabend gegen Esbjerg ganze drei Anschlusstreffer erzielen. Das 53-minütige Hinterherlaufen endete dennoch ohne Ertrag.

Sieben Tage nach dem überragenden 4:2-Sieg gegen Esbjerg Energy, der SønderjyskE das Ticket zum Final Four bescherte, sind die Hellblauen am Freitagabend erneut bei ihren Erzrivalen angetreten.

Punkte gab es diesmal keine: Nach einer ausgeglichenen Partie mussten sich die Hellblauen mit 3:5 geschlagen geben.

SønderjyskE lag in dem unterhaltsamen Spiel insgesamt viermal mit zwei Toren hinten und kam immer wieder ran; beim letzten Tor – neun Sekunden vor Schluss – war es dann zu spät.

Nach fünf Minuten des gegenseitigen Abtastens verlor SønderjyskE in der siebten Minute in der Vorwärtsbewegung den Puck und wurde von Esbjerg eiskalt ausgekontert. Bis dahin hatten die Hellblauen eigentlich alles im Griff.

Nach dem Tor übernahm jedoch Esbjerg die Kontrolle und SønderjyskE kam kaum noch zu Entlastungsangriffen. Einem Pfostenschuss der Gastgeber folgte drei Minuten vor Ende des ersten Drittels das 2:0, bei dem Anders Koch sträflich alleine gelassen wurde.

„Alles in allem war das keine schlechte Leistung von uns, aber wir haben viel zu einfache Gegentore zugelassen. Beim ersten lassen wir die Esbjerg-Spieler laufen und beim zweiten steht die Deckung nicht gut“, sagte Mario Simioni dem „Nordschleswiger“. „Wir haben heute früh noch darüber gesprochen, dass in so einer Situation nicht der Spieler mit dem Puck gefährlich ist, sondern die, die gerade nicht den Puck haben. Trotzdem kommt er ganz frei zum Abschluss“, so der Coach.

SønderjyskE zeigte sich aber keineswegs geschockt und konnte noch vor Ende des Drittels den Anschlusstreffer durch Martin Eskildsen erzielen, der wieder einmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort stand.

Die Hellblauen kamen im zweiten Drittel mit viel Druck aus der Kabine, aber das Tor machten wiederum die Gastgeber. Kurz zuvor hatten Cameron Brown und Yannick Vedel große Chancen auf den Ausgleich vergeben.

„Unsere Offensive hat mir heute gut gefallen. Wir kommen zu riesigen Chancen, scheitern aber an einem grandiosen Goalie, der einfach alles rausfischt. Für mich hat Mads Søgaard das Spiel entschieden. Das war unglaublich – der gehört nicht in diese Liga“, sagt Mario Simioni.

Kampfgeist und Comeback-Qualitäten kann man den Hellblauen nicht absprechen; durch einen schönen Treffer von Mike Little nach Anspiel von Cameron Brown war SønderjyskE wieder dran.

Im letzten Drittel war die Luft bei den Hellblauen allerdings raus. Zwei Überzahlperioden konnten nicht zum Ausgleich genutzt werden und beim 4:2 in der 56. Minute war klar, dass das an diesem Freitagabend nichts mehr wird – auch wenn SønderjyskE 16 Sekunden vor Schluss den dritten Anschlusstreffer des Abends erzielte.

„In der Regel funktioniert unser Powerplay gut. Wir haben eine Trefferquote von 25 Prozent und im ersten Drittel haben wir unser Tor auch in Überzahl erzielt. Im letzten Drittel sprang für uns heute nichts dabei heraus“, so Simioni.

Esbjerg Energy - SønderjyskE (2:1,1:1,2:1) 5:3

1:0 Andreas Grundtvig (6:48), 2:0 Anders Koch (16:52), 2:1 Martin Eskildsen (19:13/Ass.: Daniel Nielsen, Steffen Frank/5 gegen 4), 3:1 Simon Grønvaldt (29:39), 3:2 Mike Little (33:59, Ass.: Cameron Brown, Steffen Frank), 4:2 Adam Cracknell (55:07/4 gegen 4), 4:3 Victor Rollin Carlsson (59:44, Ass.: Cameron Brown/5 gegen 4), 5:3 Cam Knight (59:51).

Zeitstrafen: Esbjerg 5x2 – SE 3x2 und 1x10 Minuten. Schiedsrichter: Martin Theiltoft Christensen/Niclas B. Lundsgaard. Zuschauer: 375.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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