Deutsch-Dänisches

Hunderte Grenzpendler im öffentlichen Dienst

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Viele der Grenzpendler arbeiten im Gesundheitswesen. Foto: Søren Bidstrup/Ritzau Scanpix (Archivbild)

Nicht nur die Privatwirtschaft ist von Grenzpendlern abhängig: Die Region Süddänemark und die Kommunen Nordschleswigs beschäftigen knapp 700 Mitarbeiter mit Wohnsitz in Deutschland. „Zum Wohle der Bürger“, sagt die Personaldirektorin der Region.

Lene Borregaard

Lene Borregaard

Nicht nur in den privaten Unternehmen im Grenzland sind Pendler aus Deutschland gefragte Mitarbeiter. Auch die Kommunen in Nordschleswig sowie die Region Süddänemark profitieren von der Arbeitskraft aus dem Nachbarland.

„Knapp 200 Grenzpendler sind bei der Region Süddänemark beschäftigt, und sie tragen jeden Tag dazu bei, die Aufgaben der Region zu lösen, zum Wohle unserer Patienten und Bürger“, so Lene Borregaard, Personaldirektorin der Regionsleitung.

„Die Mitarbeiter der Region sind unsere wichtigste Ressource. Es hat also eine große Bedeutung für uns, dass wir die guten Mitarbeiter mit jenen Qualifikationen finden, die wir benötigen. Wir haben einen deutschen Arbeitsmarkt nahe an uns dran. Das bedeutet eine größere Rekrutierungsgrundlage, und das sehen wir positiv“, so Borregaard. „Das ist von Bedeutung – nicht zuletzt für unsere Arbeitsplätze im Grenzland.“

Für die Sonderburger Kommune arbeiten 119 Grenzpendler aus Deutschland, in der Kommune Apenrade sind es 228 Festangestellte und 61 Stundenlöhner. Tondern beschäftigt 77 Mitarbeiter aus dem Nachbarland, und die Kommune Hadersleben hat 13 Angestellte auf der Lohnliste.

Für die Region Süddänemark arbeiten fest angestellt 170 Mitarbeiter, die in Deutschland leben und für die öffentliche Hand arbeiten. Die meisten ihrer Grenzpendler beschäftigt die Region Süddänemark in den Krankenhäusern. Hier arbeiten 145 Mitarbeiter aus Deutschland, 136 davon im Sygehus Sønderjylland. In der Psychiatrie sind 14 beschäftigt, und im Regionshaus (RSD) arbeiten 11 Grenzpendler.

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