Leserinnenbeitrag

„Heimatwanderclub erkundete die Lügumberge“

Heimatwanderclub erkundete die Lügumberge

Heimatwanderclub erkundete die Lügumberge

Gudrun Struve, Heimatwanderclub
Lügumkloster/Løgumkloster
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Im Gänsemarsch wanderten die Teilnehmenden auf den schmalen Waldpfaden. Foto: Heimatwanderclub

Gudrun Struve berichtet über die Wanderung zu der Hügelkette nördlich von Lügumkloster. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass es eine besonders schöne Wanderroute war.

Nach Abschluss des Wanderabends in der vergangenen Woche waren wir uns darüber einig, dass es wieder einmal eine besonders schöne Wandertour gewesen war.

Die Lügumberge sind eine Hügelkette nördlich von Lügumkloster. Der höchste Berg hier ist 65 Meter hoch und trägt den Namen „Vongshøj“, benannt nach dem Riesen Vong, der hier sein Unwesen der Sage nach getrieben haben soll. Es wird erzählt, dass er unter dem 5 Meter hohen Grabhügel, der sich hier befindet, begraben wurde.

Vong, der stets mürrisch und wütend war, begegnete einmal dem Mönch Martin. Vong wollte ihn angreifen und stellte dabei erstaunt fest, dass Martin keine Angst vor ihm hatte, da dieser auf Gott und das ewige Leben im Himmel vertraute. Das hat Vong so tief beeindruckt, dass er sich zeitlebens dem Mönch als Gefolgsmann anschloss. Für die Mönche erwies es sich beim Bau des Klosters als praktisch, einen kräftigen Mann an ihrer Seite zu haben.

Auf dem 12 Meter hohen Turm aus Ziegelsteinen genießen die Teilnehmenden die Aussicht. Foto: Heimatwanderclub

Im Wald rund um den „Vongshøj“ herum stehen viele verschiedene alte Bäume. Dieser ist zum größten Teil naturbelassen. Wir gingen im Gänsemarsch Hügel auf und Hügel ab auf schmalen Waldpfaden. Zwischen zwei Feldern führte uns der Weg an einem Wall entlang, wo auf beiden Seiten sehr hohes Farnkraut wächst. Danach erreichten wir den „Vongshøj“ mit seinem 12 Meter hohen Aussichtsturm aus Ziegelsteinen. Vom Turm aus hat man einen weiten Rundblick auf das umliegende Land in. Im Westen meint man sogar, die Nordsee zu erahnen.

Die Gegend ist für die Wandererinnen und Wanderer mystisch und geheimnisvoll. Foto: Heimatwanderclub

Es war gut, dass Hans-Hinrich Matzen voranging und uns als Ortskundiger sicher durch den dichten Wald führte. Aufgrund der Sage und den sieben Hünengräbern, die sich hier befinden, mutet die Gegend etwas geheimnisvoll und mystisch an. Man kann sich gut vorstellen, dass es vor 1.000 Jahren schon so aussah wie heute, und unsere Vorfahren für ihren Lebensunterhalt hier Pilze, Beeren und Nüsse gesammelt und gejagt haben.

Am Ende unserer Wanderung genossen wir noch einmal von einer Bank in der Nähe des Parkplatzes aus den schönen Ausblick über die Ebene Richtung Osten. Wir standen noch etwas beisammen und unterhielten uns, bis uns die Mücken zu sehr piesackten und wir uns auf den Heimweg machten.

Nächstes Wandertreffen mit Grillwürstchen

Das nächste Wandertreffen findet am Dienstag, 28. Juni schon um 18 Uhr, statt ursprünglich geplant um 18.30 Uhr, in „Årup Skov“ südlich von Apenrade statt.

Von Apenrade aus kommend fährt man auf dem Årup Skovvej an der „Naturskolen Skovlyst“ vorbei, bis man 300 Meter weiter einen Parkplatz auf der rechten Seite erreicht. Die Adresse der Naturschule lautet Årupskovvej 25, 6200 Aabenraa.

Nach dem Spaziergang grillen wir wieder auf dem Hof Enemark bei Hans-Hinrich Matzen.

Für Grillwürste ist gesorgt. Jeder sollte gerne Zubehör wie Salat, Teller, Besteck und Getränke mitbringen.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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