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Startschuss für die Aufwertung der Innenstadt

Startschuss für die Aufwertung der Innenstadt

Startschuss für die Aufwertung der Innenstadt

Tondern/Tønder
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Preben Linnet und Henrik Frandsen beim symbolischen Spatenstich Foto: Elise Rahbek

Die Arbeiten am Uferrand des Mühlenteichs in Tondern wurden mit dem symbolischen Spatenstich angestoßen. Im Juli soll die Königin entlang der Holzpromenade und auf der Schwebebrücke flanieren.

Die letzte der vielen Eisenplatten für die Passage auf dem feuchten Parkboden war kurz zuvor im Skulpturenpark (Landrats-Garten) platziert worden, als Montagnachmittag der Startschuss für die Neugestaltung des öffentlichen Raums in Tondern erfolgte.

Zwei Spaten im Einsatz

Bürgermeister Henrik Frandsen (Venstre), Vorsitzender der Initiative Tonderner Marsch, und sein Parteikollege Preben Linnet, Vorsitzender der kommunalen Versorgungsgesellschaft Tønder Forsyning, ergriffen je einen Spaten, um am Mühlenteich im Beisein von Bürgern etwas Erde auszuheben.

Dort am Uferrand bis hin vor Hostrups Hotel soll eine Holzpromenade entstehen. Zentraler Blickfang wird eine Schwebebrücke aus Holz. Die Initiative Tonderner Marsch investiert im Kern der Wiedaustadt 56 Millionen Kronen.

Die Tonderner Marsch Initiative: Die 2016 gegründete Tonderner Marsch Initiative fußt auf einer Zusammenarbeit zwischen Realdania, A. P. Møller og Hustru Chastine Mc-Kinney Møllers Fond til Almene Formaal, dem Nordea-Fonds und der Kommune Tondern. Über den Zeitraum von fünf Jahren investieren die Partner gemeinsam etwa 250 Millionen Kronen in die Entwicklung.

Die Haupteinsatzbereiche
• Die Stadterneuerung in Hoyer
• „Højer Byfond” (Die Stiftung fördert die Restaurierung von erhaltenswerten und denkmalgeschützten Häusern von Privatleuten in Hoyer)
• Routen, Wanderpfade und Vermittlung
• Klimaanpassungen entlang der Wiedau
• Klimaanpassung im Stadtkern in Tondern
• Weiterentwicklung der Wirtschaft und des Tourismus

„Es ist fantastisch, dass es jetzt mit der Erneuerung im Innenstadtbereich losgeht. Im Park wird der Einsatz zu einem ganz neuen Erlebnis beitragen. Die Kreisbrücke wird eine Ikone“, schwärmte Henrik Frandsen. Er freue sich darauf, Königin Margrethe bei ihrem Besuch am 12. Juli das fertige Ergebnis vorzustellen. Die Initiative Tonderner Marsch sei landesweit das größte Entwicklungsprojekt zugunsten eines Bereichs.

Bürger wohnten dem Geschehen in trockener Witterung bei. Foto: Elise Rahbek

Mit dem Vorhaben wird die Wiedaustadt auch für größere Wassermengen bei Starkregen im Zuge des Klimawandels gerüstet.

Einsätze werden koordiniert

Linnet berichtete, dass die Versorgungsgesellschaft ihren Einsatz eng mit der Initiative Tonderner Marsch koordiniert. Im Skulpturenpark wird die Versorgungsgesellschaft jedoch nicht aktiv sein. Sie plane ihren Einsatz mit der Erneuerung der Kanalisation von der Markgade und der Horupsgade im Westen bis zum Bereich der Carstensgade.

Dabei handele es sich um Rohre aus den Jahren um 1920 und 1940. Angefangen werde in der Vidågade und der Spikergade Richtung Kongevej. Der Laurentius-Strom spiele bei dem Klimaschutz auch eine Rolle.

100 Millionen im Laufe von zehn Jahren

Bo K. Ludvigsen, Direktor der Versorgungsgesellschaft erläutert dem „Nordschleswiger“,dass die Gesellschaft im ersten Durchgang zwischen 25 und 35 Millionen Kronen im Stadtbereich investiert. „Über zehn Jahre sind es 100 Millionen Kronen“, so Ludvigsen. „Wir werden aber erst nach dem Tønder Festival anfangen“, fügt er hinzu.

Ein Blick auf die Vorbereitungen Foto: Elise Rahbek

„Ich bin froh, dass sich jetzt hier quasi am Tor zum alten historischen Stadtteil etwas tut. Ich begrüße es, dass Wagemut gezeigt wird, und man sich mit der Schwebebrücke eine etwas andere Gestaltung traut. Das ist im Interesse der Bürger und der Touristen“, sagt der Tonderaner Jan Jensen, der sich nicht nur in dem zuständigen Sonder-Ausschuss engagiert, sondern sich auch im Vorfeld mit weiteren Bürgern für die Planung der Verschönerung eingesetzt hat.

„Ein vernachlässigtes Juwel"

Noch mehr freut er sich jedoch darauf, wenn es am Gråbrødre Torv und der Schiffbrücke los geht. „Tonderns historischer Stadtkern ist ein Juwel, das vernachlässigt worden ist. Daher ist es schön, dass etwas passiert, damit man stolz auf seine Stadt und Heimatgegend sein kann“, so Jensen.

In früheren Jahren hat er im Landrats-Garten mit seinen Kindern gespielt, während der Bereich in seiner eigenen Kindheit als es noch einen Amtmann gab, der im Palais wohnte, für den öffentlichen Zutritt gesperrt war. „Ich glaube, der letzte Amtmann Tyge Haarløv hat ihn 1970 gegen Ende seiner Amtszeit geöffnet“, so Jensen, der sich auch gemeldet hat, um Gruppen durch den Park zu führen.

Warten auf den Einsatz Foto: Elise Rahbek
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Leitartikel

Walter Turnowsky
Walter Turnowsky Korrespondent in Kopenhagen
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