Schulverkauf

Schulgebäude in Osterhoist nimmt Kurs auf den Verkauf

Schulgebäude in Osterhoist nimmt Kurs auf den Verkauf

Schulgebäude in Osterhoist nimmt Kurs auf den Verkauf

Osterhoist/Øster Højst
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Die Schule in Osterhoist wird bald zum Verkauf ausgeschrieben. Foto: Monika Thomsen

Die Übertragung vom örtlichen Schulverein an den DSSV ist nun perfekt. Die Immobilie wird in Kürze zum Verkauf ausgeschrieben.

Der Unterrichtsbetrieb im Gebäude der deutschen Schule in Osterhoist ruht seit November 2018 und der Schulverein wurde zum Jahresende 2018 aufgelöst. Nun ist die angestrebte Übertragung der Liegenschaft mitsamt dem benachbarten Kindergartengebäude vom örtlichen Schulverein an den Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig (DSSV) in trockenen Tüchern.

Die deutschen Einrichtungen wurden aufgrund fehlender Grundlage an Kindern geschlossen. Die neun Schüler wechselten an die benachbarte deutsche Schule in Rapstedt, mit der seit mehreren Jahren intensiv zusammengearbeitet wurde. Für die drei Kindergartenkinder gab es bereits im Vorfeld eine mobile Lösung für eine Betreuung im Jeisinger Kindergarten.

Ein langer Weg

„Die Gebäude sind jetzt in den Besitz des DSSV übergegangen. Das war ein langer Weg“, sagt die Dienststellenleiterin des DSSV, Anke Tästensen, dem „Nordschleswiger“ mit Blick auf den Übertragungsprozess, der ein Jahr gedauert hat. Kurz vor Weihnachten gab es die entsprechende Nachricht vom zuständigen Nachlassgericht (Skifteretten).

Der lange Vorlauf für den Verkauf ist darauf zurückzuführen, dass der gerichtlichen Instanz für Grundbucheintragungen gegenüber dokumentiert werden musste, dass die Deutsche Schule Osterhoist und der Deutsche Schulverein für Osterhoist und Umgebung identisch sind.

Anke Tästensen erwartet, dass die Ausschreibung der Immobilie zum Verkauf in Kürze erfolgt. Für die Übertragung und denVerkauf der Liegenschaft wird mit dem Landwirtschaftlichen Hauptverein für Nordschleswig (LHN) zusammengearbeitet.

Vorgesehen ist, dass Interessenten Angebote einreichen können. Entsprechend wurde beim Verkauf des Turnerheims in Tondern verfahren.

Anke Tästensen, langjährige Schulleiterin in Osterhoist, während der Abschiedsveranstaltung im Januar 2019 in der Schule Foto: Elise Rahbek

Es gibt eventuelle Interessenten.

Anke Tästensen, Schulrätin und DSSV-Dienststellenleiterin

Zur Frage, inwieweit es schon vor den offiziellen Verkaufsbemühungen Interesse für die Immobilie gegeben hat, erklärt Anke Tästensen: „Es gibt eventuelle Interessenten.“ Mehr könne sie dazu jedoch nicht sagen.

Bürgerverein nach wie vor am Ball

Interesse an neuem Leben im Gebäude hat der örtliche Bürgerverein. Er hatte im Juni 2019 im Jugendraum der Schule zu einem Treffen eingeladen, bei dem sich Bürger, Vereinsvertreter und Unternehmer über die zukünftige Nutzung des Gebäudes Gedanken machten. Der Vorsitzende des Bürgervereins, Christian Schulz, hatte damals erklärt, dass der Verein nicht in die Rolle als Investor schlüpfen könne, aber gerne Ideen anschieben wolle.

Daraufhin beschloss die Gewerbegruppe des Bürgervereins mit neuen Wohnformen für Familien weiterzuarbeiten. Eingeschaltet wurde auch die kommunale Koordinatorin für Landbereiche, Karin Lorenzen. „Wir arbeiten weiterhin damit, obgleich unser Projekt bei der jüngsten Runde aus dem Topf der Wirtschaftsbehörde für nachhaltige Vorhaben in Landbereichen nicht berücksichtigt wurde“, sagt sie.

Neue Wohnformen mit Nachhaltigkeit

Bei dem Vorhaben wird die Nachhaltigkeit gewichtet. Angedacht ist, dass drei oder vier Familien die Schule und den Kindergarten als Wohnraum nutzen und auf dem Sportplatz Gemüse anbauen. Zudem sollten sie bei dem Transport auf Gemeinschaftsautos setzen. Es wird auch mit einer landesweiten Instanz zusammengearbeitet.

Indes spielt der Skatclub nach wie vor seine Runden im Jugendraum der Schule. Auch die Generalversammlungen des Kreisvereins West der Landwirte am Mittwoch, 5. Februar, 19.30 Uhr und des BDN Osterhoist-Bedstedt am Donnerstag, 6. Februar, 19 Uhr, finden dort statt.

Das Schulgebäude
Die Vereine nutzen weiterhin das Schulgebäude. Foto: Monika Thomsen
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