Wirtschaft

Mehr Wintergärten und im Trockenen sitzen

Mehr Wintergärten und im Trockenen sitzen

Mehr Wintergärten und im Trockenen sitzen

Lügumgaard/Løgumgårde
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Der Laden läuft. Darüber freut sich besonders Jan Muus, der seinen Betrieb „Win-Door“ zum 1. April verkauft hat, aber weiter als Verkäufer tätig ist. Foto: Jydske Vestkysten

Wer zurzeit von Zuhause aus arbeitet, dem kommen gute Ideen, wie das Eigenheim attraktiver gemacht werden kann. Eine Firma in Lügumgaard/Løgumgårde kann steigendes Interesse verzeichnet.

Viele müssten aufgrund der Corona-Krise von Zuhause arbeiten. Dann bleibt für einige auch Zeit, sich über das Aussehen seines oder ihres Eigenheims Gedanken zu machen. Diese Erfahrung hat die Firma „Win-Door“ in Lügumgaard/Løgumgårde in den vergangenen Wochen gemacht.

30 Prozent mehr

Die Nachfrage in den Corona-Tagen steigt und liegt etwa um 30 Prozent höher als im Frühjahr 2019. Zwischen 35 bis 40 Vorfragen sind allein in der vergangenen Woche beim Unternehmen eingegangen. Gewünscht werden Wintergärten oder eine Überdachung der Terrasse.

Eine mögliche Erklärung haben der Verkaufschef Martin Sørensen und der frühere Besitzer Jan Muus, der am 1. April seinen Betrieb verkauft hat, der Firma aber als Produktionsverkäufer noch zur Verfügung steht.

Ich glaube bestimmt, es hat etwas damit zu tun, dass sich viele zurzeit länger in ihren Häusern aufhalten als sonst und sich etwas Gutes tun wollen.

Jan Muus, „Win-Door“ in Lügumgaard.

„Ich glaube bestimmt, es hat etwas damit zu tun, dass sich viele zurzeit länger in ihren Häusern aufhalten als sonst und sich etwas Gutes tun wollen. Nach dem vielen Regen suchen sie jetzt einen trockenen Rückziehort und wollen einen neuen Wintergarten anlegen bzw. den alten ersetzen. Und andere, die ein Haus haben, wo ihnen der Wind um die Ohren pfeift, möchten die freie Zeit in geschützterer Form, aber dennoch im Freien verbringen“, erklärt Jan Muus.

Nicht der Bank Zinsen schenken

Während der Arbeit zu Hause würde im Internet gesurft und nach brauchbaren Lösungen gesucht. Wer etwas auf dem Bankkonto stehen hat, wolle lieber sein Geld investieren, als dem auf Profit ausgerichteten Geldinstitut die Minuszinsen schenken. „Die Abzüge für seine Ersparnisse wurmt die Bürger. Kann man Geld durch die Einlösung seiner Wertpapiere freimachen, wird dies investiert“, erklärt er.

Ein preisgünstigeres Modell für einen Wintergarten. Foto: „Win-Door"

Die Interessenten von Wintergärten haben ganz unterschiedliche Preisvorstellungen. Die meisten kalkulierten mit einer Ausgabe von 100.000 bis 150.000 Kronen. Die größte Gruppe sind die 40- bis 60-Jährigen, aber auch ältere Jahrgänge wollen ihr Geld in mehr Luxus investieren. Der Firmenbetrieb laufe trotz Corona-Krise gut, freut sich die Firmenleitung.

Die Firma „Win-Door“ baut alles rund ums Haus. So werden nicht nur Wintergärten produziert, sondern auch Fenster und Türen, Niedrigenergieprodukte, Überdachung von Terrassen etc.

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