Deutsche Minderheit

Lehrer an der LAS vom Dienst freigestellt

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Tondern/Tønder
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Die Polizei ermittelt seit Schuljahresanfang wegen des Vorwurfs von körperlicher Gewalt.

An der Ludwig-Andresen-Schule in Tondern ist ein Lehrer seit Schuljahresanfang freigestellt. Hintergrund dafür ist eine Anzeige, die Ende des Schuljahres bei der Polizei aus dem Kreis der Elternschaft in der Unterstufe wegen des Vorwurfs der körperlichen Gewalt einging.

„Die Sache ist damit für uns ganz da, wo sie hingehört“, erläutert der Schulrat des Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig, Claus Diedrichsen. „Körperliche Gewalt an unseren Schulen geht nicht. Die Eltern haben das Recht eine Anzeige zu schalten. Wir sind darin interessiert, dass die Sache für den Kollegen, für die Eltern, für die Schüler und für die Schule geklärt wird. Das liegt nun in den Händen der Ermittler“, so Diedrichsen.

Die Freistellung eines Kollegen sei eine ganz normale Handlungspraxis in dem Augenblick es etwas abzuklären gebe. „Wir ersehnen den Abschluss in dieser Sache, die für alle die daran beteiligt sind, eine sehr unangenehme Geschichte ist“, so Claus Diedrichsen. „Über die Freistellung wird entschieden, wenn wir etwas Konkretes haben“, sagt der Schulrat.

„Die Anzeige kennen wir nicht“, meint Claus Diedrichsen mit Blick darauf, dass Jydske Vestkysten am Montag von den Eltern eines Drittklässlers schrieb, die in der vergangenen Woche wegen tätlicher Übergriffe des freigestellten Lehrers Anzeige bei der Polizei erstattet haben. Der Schüler, der von Tønder Grundskole an die LAS gewechselt ist, soll erstmals kurz vor Weihnachten 2017 gegenüber seinen Eltern einen Vorfall erwähnt haben.

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