Parteistreit

Es rumort weiter bei Venstre in Tondern

Es rumort weiter bei Venstre in Tondern

Rumoren geht geht bei Venstre weiter

Tondern/Tønder
Zuletzt aktualisiert um:
2018 kamen die Unstimmigkeiten innerhalb von Venstre richtig zum Vorschein, als der Parteichef für die Kommune Tondern, Lars-Erik Skydsbjerg, unerwartet gestürzt wurde. Foto: privat

Bei Venstre in Tondern ist ganz offensichtlich noch keine Ruhe eingekehrt. Es rumort weiter. So musste erneut eine Kampfabstimmung um die Parteispitze durchgeführt werden.

Innerhalb von Venstre in der Kommune Tondern gärt es weiter. Erst wurde der Kommunalvorsitzende Lars-Erik Skydsbjerg 2018 ohne „Vorwarnung“ ausgebootet und von Kim Tygesen aus Lügumkloster/Løgumkloster „ersetzt“. Dann kam es in mehreren Orten zu politischen und persönlichen Differenzen. Und auch in der Stadtratsfraktion gibt es Reibungen. Und im Wählerkreis in Tondern kam es schon im vergangenen Jahr zu einer Machtenthebung.

Entsprechend verlief die Generalversammlung des Wählerkreises in Tondern nicht ohne „Hindernisse“. Dort musste sich der zur Wahl stehende Parteivorsitzende, Søren Rødgaard Henriksen, erneut eine Kampfwahl mit seinem Amtsvorgänger Søren T. Hansen liefern. Auch in diesem Fall war der frühere Parteichef der Unterlegene. Auf Henriksen entfielen mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Stimmen.

Meinungsfreiheit

Springender Punkt war, wie offen ein Parteivorstand seine Meinung sagen darf. Während Henriksen die offene Linie vertritt, meinte Thorup Hansen, dass für die Öffentlichkeit bestimmte Kommentare/Leserbriefe vom Vorstand gutgeheißen werden müssten. Auch Parteisekretär Otto Lück müsste seine Kommentare mit dem Parteivorstand abstimmen beziehungsweise ganz lassen, meinte Thorup, um so Schaden von der Partei abzuwenden. Mit diesen Forderungen nach mehr Geschlossenheit forderte Søren Thorup Hansen den Parteivorsitzenden heraus.

Zensur gibt es nicht

„Zensur gibt es nicht bei mir. Man darf auch öffentlich etwas sagen. Die Meinungsfreiheit steht nicht zur Diskussion. Sie ist Grundgesetz“, meinte Søren R. Henriksen auf Anfrage des „Nordschleswigers“. Seit ein neuer Parteichef für die Gesamtkommune gewählt worden ist, würden Mitgliederrundschreiben verschickt und würde öfters zu Parteiversammlung einberufen. Auch haben politisch gewählte Vertreter die Möglichkeit, am öffentlichen Teil der Vorstandssitzungen teilzunehmen, freut sich der V-Boss in Tondern.

Søren R. Henriksen bleibt weiter an der Parteispitze. Foto: privat

Søren T. Hansen war nach der jüngsten Generalversammlung nur erster Stellvertreter der Partei, rückte aber nach einem Umzug eines Vorstandsmitglieds erneut in das Gremium auf. Bei der Generalversammlung am Mittwochabend wurde er wie die beiden anderen zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder Allan Mattesen und Karl Erik Nielsen für zwei Jahre im Amt bestätigt.

Auch bei uns war die Stimmung auf Kommunalebene von Unruhe geprägt.

Venstre-Parteivorsitzender Søren R. Henriksen

In seinem Jahresbericht ging der Vorsitzende nicht nur auf die Turbulenzen innerhalb der Spitze im Parteihauptvorstand ein. Froh sei er, dass der neue Vorsitzende Jakob Ellemann Jensen auch die Mitglieder einbeziehen will. Auch dies sei sein Wunsch, unterstrich Henriksen. Auch bei uns war die Stimmung auf Kommunalebene von Unruhe geprägt", meinte er. Auch verursacht wegen markanter Äußerungen in Bezug auf mehrere politische Angelegenheiten, so Henriksen. In diesem Zusammenhang nannte er die Diskussion über die Heimvolkshochschule in Lügumkloster, den Verkauf von Hjemsted Oldtidspark und den widerrechtlichen Abriss der unter Denkmalschutz stehenden Brücke über den Fiskbæk in Toftlund.

Mehr lesen