Meeresboden erforscht

BDN-Spuren im Watt

BDN-Spuren im Watt

BDN-Spuren im Watt

Hoyer/Højer
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Die Truppe begab sich bei der Wiedauschleuse ins Watt. Foto: Monika Thomsen

Die Wattwanderer aus Osterhoist und Lügumkloster erfuhren bei dem glitschigen Vergnügen viel Wissenswertes. Auch die Mühle in Hoyer bildete eine aufschlussreiche Station.

Auf eine informative Expedition ins Watt begaben sich nach kurzfristigen Absagen 17 Erwachsene und 9 Kinder bei einer Veranstaltung des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) Osterhoist-Bedstedt in Regie von Volker Heesch.

In der Nähe der Wiedauschleuse sahen die Wattwanderer viele der derzeit Millionen Vögel, die den großen Nahrungsreichtum nutzen, um sich große Fettreserven anzufressen.

„Teilweise verdoppeln sie dabei ihr Gewicht, um für ihren Nonstop-Flug nach Westafrika gerüstet zu sein. Dort treffen sie dann mit ihrem Normal-Gewicht ein“, berichtete Heesch.

Himmel und Watt – so weit das Auge reicht Foto: Monika Thomsen

Er wies auf Alpenstrandläufer, Löffler und große Brachvögel hin. Auch die Brutvögel wie die Austernfischer und die Sandregenpfeifer gehören zum dortigen Repertoire.

Sogar ein Seeadler gab sich an diesem Tag die sonntägliche Ehre und kreiste über den Köpfen der Truppe, die mit Gummistiefeln oder barfuß unterwegs war.

Einigen erschien es barfuß leichter als mit Stiefeln Foto: Monika Thomsen

Die strömende Wiedau war bei Ebbe deutlich im Hoyer Tief zu erkennen. Durch das insgesamt 400 Quadratkilometer große Lister Tief fließen jedes Mal bei Ebbe und Flut mehrere 100 Millionen Kubikmeter Wasser, wie Heesch berichtete.

Bei dem glitschigen Unterfangen auf dem Weg in den Schlick hatte auch die junge Garde ihren Spaß, die sich unter anderem auf Strandkrabbenjagd begab.

Bei der Begegnung mit Schnecken, Wattwürmern und Co. klärte Heesch auch über die verschiedenen Muschelarten auf.

Volker Heesch kennt sich mit dem Wattenmeer und den Gegebenheiten bei der Wiedauschleuse aus. Foto: Monika Thomsen

Volker Heesch begeisterte mit seinem detaillierten Wissen über das Geschehen am Meeresboden und am Himmel.

„Man kann sie essen, man braucht es aber nicht“, sagte er verschmitzt mit Blick auf die verschiedenen die Pflanzen, die in der Gastronomie teilweise als Spezialität lanciert werden.

Wattführer Heesch veranschaulichte den Kids die Jahresringe der Muscheln. Foto: Monika Thomsen

Nach dem Abstecher ins Watt schmeckte den Teilnehmern ihr individuelles Picknick in gemütlicher Runde, und sie ließen sich durch einige Regentropfen nicht die gute Laune verderben.

Zum Auftakt hatten sie sich von Museumsinspektorin Anne Marie Overgaard durch die Mühle in Hoyer führen lassen. Bei dem interessanten Eintauchen in das Innenleben des Bauwerks wurden sie mit facettenreichen Informationen versorgt.

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