Verkehrspolitik

Der Sonderburger Flughafen wird sicherer

Der Sonderburger Flughafen wird sicherer

Der Sonderburger Flughafen wird sicherer

Sonderburg/Sønderborg
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Der Sonderburger Flughafen soll in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Foto: Martin Dam Kristensen/Ritzau Scanpix

Das Verkehrsministerium investiert 2,9 Millionen Kronen in drei kleinere dänische Flughäfen. Der in Sonderburg wird mit 743.063 Kronen bezuschusst. Der Bürgermeister verspricht: Das Geld wird sofort verwendet.

Mehr Sicherheit auch in kleineren Flughäfen – in dieses Ziel investiert die Regierung 2,9 Millionen in die Flughäfen Sonderburg und Esbjerg sowie in den Platz in Mitteljütland zwischen Herning und Viborg.

Der Sonderburger Flughafen erhält 743.063 Kronen aus dem Verkehrsministerium. Geld, das die Kommune sofort in die Sicherheitsmaßnahmen umsetzen wird. Man werde nicht warten, bis das geplante neue Terminal in Sonderburg steht, sagt Bürgermeister Erik Lauritzen (Soz.).

Viele neue Auflagen, die ein Flughafen erfüllen muss

„Das Geld muss hier und jetzt genutzt werden, damit wir den Sicherheitsanforderungen entsprechen“, so der Bürgermeister. „Es gibt ja viele neue Auflagen, die ein Flughafen erfüllen muss und daher ist es gut, dass wir dafür nun auch Geld in die Hand kriegen.“

Der Betrag entspricht dem Antrag, den Sonderburg beim Ministerium gestellt hat. Mit dem Geld soll in die Sicherheitsvorkehrungen vor Ort investiert werden – beispielsweise in Scanner für das Handgepäck und in Metalldetektoren.

Gründung einer Flughafen-Aktiengesellschaft

Bis das geplante neue Terminal für den Sonderburger Flughafen steht, wird noch einige Zeit vergehen. Ein erster Schritt hin zur Umsetzung erfolgte am Mittwochabend, als der Stadtrat auf seiner letzten Sitzung des Jahres die Gründung einer Flughafen-Aktiengesellschaft beschloss. Sind bis dahin alle Zulassungen eingeholt, könnte die neue Aktiengesellschaft am 1. Mai 2020 die Arbeit aufnehmen.

Die „Sønderborg Lufthavn A/S“ soll zunächst zu 100 Prozent von der Kommune besessen werden und nach und nach anteilig an Investoren veräußert werden.

Das Terminalgebäude am Sonderburger Flughafen stammt aus dem Jahr 1968. Foto: Mogens Juhl/Ritzau Scanpix

Die Stiftung „Bitten og Mads Clausen Fond“ hat sich offen dafür gezeigt, in das neue Terminal zu investieren – und es anschließend an die Flughafengesellschaft zu vermieten.

„Bis es so weit ist, müssen aber noch einige Dinge geklärt werden. Die Aussicht auf Förderung besteht zwar, aber das ist ja noch nicht fest“, sagt Erik Lauritzen.

Wann das Terminal kommt, ist noch offen

Wann genau das Terminal stehen wird, ist noch offen. Fest steht aber: „Bis zur Tour de France im Sommer 2021 werden wir es leider nicht schaffen.“

Die Sicherheit muss so lange aber nicht warten, die Investitionen werden „sofort umgesetzt“, so der Bürgermeister.

Investition in kleine Flughäfen

  • Insgesamt investiert das Ministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen („Trafik-, Bygge- og Boligstyrelsen“) 2,9 Millionen Kronen.
  • Der Esbjerger Flughafen erhält 1.003.463 Kronen, der Sonderburger 743.063 Kronen und der Platz in Mitteljütland 1.151.250 Kronen.


Die lokale Folketingspolitikerin Ellen Trane Nørby (V) freut sich über die Gelder.

„Der Sonderburger Flughafen setzt Nordschleswig auf die Landkarte – und gibt den Nordschleswigern leichten und schnellen Zugang zur Hauptstadt und europäischen Großstädten und Feriendestinationen.

Wir wissen aber auch, dass die Sicherheitsvorkehrungen in kleineren Flughäfen verhältnismäßig mehr kosten. Daher ist eine Handreichung von 740.000 Kronen sehr gut, das macht es etwas leichter, einige Investitionen zu tätigen, die zum Wachstum des Sonderburger Flughafens beitragen“, so Trane Nørby.

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