Ansteckungsgefahr

Quarantäne für Schulklasse aus Neapel

Quarantäne für Schulklasse aus Neapel

Quarantäne für Schulklasse aus Neapel

Sonderburg/Sønderborg
Zuletzt aktualisiert um:
Die Sonderburger Staatsschule liegt mitten in der Stadt. Foto: Sara Wasmund

Eine Gymnasialklasse der Sonderburger Staatsschule musste ihre Studienreise in Neapel ungewollt verlängern. Die Schulleitung hat nun eingelenkt – und wird die Schüler nach Rückkehr aus Italien für 14 Tage in Quarantäne schicken.

Eine Klasse der Sonderburger Staatsschule ist am Wochenende ungeachtet des in Italien grassierenden Coronavirus im Rahmen einer Studienreise nach Neapel geflogen.

Die Schüler waren am Sonnabend nach Italien gereist und sollten Montagnachmittag wieder nach Hause kommen. Doch der Flug wurde gestrichen, und die Jugendlichen mussten zurück in ihr Hotel gehen. Das berichtete TV Syd am Dienstag.

Die Staatsschule teilte am Mittwochnachmittag mit, dass die 25 Schüler und ihre beiden Lehrer „vermutlich am Donnerstag, 12. März, nach Hause kommen“.

Anlass für eine Quarantäne nach der Rückkehr der Reisenden sah der Rektor der Schule am Dienstag noch nicht. „Wir haben engen Kontakt mit dem Außenministerium, und wir halten uns an die Empfehlungen. Wie es heute aussieht (am Dienstag, d. Red.), werden die Schüler nach Hause kommen und am nächsten Tag in der Schule beginnen können“, sagt Ole Kamp Hansen.

Schule will Klasse nun doch in Quarantäne senden

Am Mittwoch jedoch lenkte die Schule ein. In einer Pressemitteilung teilte die Schulleitung auf Anfrage mit, man habe beschlossen, dass die Schüler 14 Tage lang nicht in der Schule erscheinen sollen, sondern virtuell unterrichtet werden. Das tue man, um „unnötige Besorgnis“ zu vermeiden.

„Wir stehen in engem Kontakt mit den Eltern der reisenden Schüler, und wir erleben eine große Unterstützung und Verständnis für die Situation, in der wir uns befinden“, so die Schulleitung.

Virtueller Unterricht bis Ostern

Derzeit befinden sich acht Klassen der Schule auf Studienreise in Europa, alle in Gegenden mit demselben Sicherheitsniveau wie in Dänemark. Alle Schüler und Lehrer seien wohlauf.

Um den öffentlichen Verkehr zu den Stoßzeiten zu entlasten, werde man die Klassen bis Ostern im Wechsel virtuell unterrichten, damit weniger Schüler in den Bussen sind.

Mehr lesen

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Grüne Zukunft“