Blaulicht

Berauschter Motorbootfahrer löst Hubschraubereinsatz aus

Berauschter Motorbootfahrer löst Hubschraubereinsatz aus

Berauschter Motorbootfahrer löst Hubschraubereinsatz aus

Ekensund/Egernsund
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Der Rettungshubschrauber war am Mittwochabend vor Ekensund im Einsatz (Archivfoto). Foto: Anke Haagensen

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Besorgte Zeugen fürchteten vor Ekensund ein Bootsunglück und alarmierten die Rettungsmannschaften.

Gegen 23.30 Uhr hat die Polizei am Mittwochabend den Anruf eines besorgten Zeugen erhalten, der auf der Flensburger Förde ein Motorboot beobachtet hatte, das offensichtlich vor Ekensund in Seenot geraten sei. Das Sportboot drehte in kleinen Kreisen um die eigene Achse. Der Zeuge befürchtete, der Fahrer könnte entweder über Bord gegangen oder bewusstlos sein.

Die Polizei schickte einen Hubschrauber sowie einige Boote in Richtung des vermeintlichen „Schiffbrüchigen“. Von der Luft aus konnte die Hubschrauberbesatzung jedoch schnell zur Beruhigung aller melden, dass sich an Bord des Bootes eine Person befand, die offensichtlich bei Bewusstsein war.

Unter Drogen

Die ungewöhnliche Fahrweise des Sportbootes musste daher andere Gründe haben. Die Besatzungen der zur Rettung geeilten Boote brachten hier jedoch Aufklärung: Der Mann an dem Außenborder war schlichtweg vollgedröhnt.

Der 38-Jährige aus Gravenstein (Gråsten) wurde auf Drogen hin untersucht, Da er etwas in seinen Taschen hatte, wurde anschließend auch noch seine Wohnung durchsucht. Die Polizei fand dabei insgesamt 60 Gramm Amphetamine, 11 Gramm Skunk (Marihuana) sowie 37 Ecstasy-Pillen.

Der Drogenbesitz wird noch ein juristisches Nachspiel haben. Darüber hinaus wird der 38-Jährige sich wegen des Verstoßes gegen das Seerecht verantworten müssen. Es ist schließlich nicht erlaubt, unter Einfluss von Drogen oder Alkohol ein Boot zu führen.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Ein Leck in unserer Gesellschaft“