Sozialpolitik

Kommune: Kindeswohl steht an oberster Stelle

Kommune: Kindeswohl steht an oberster Stelle

Kommune: Kindeswohl steht an oberster Stelle

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Der Sozialausschuss der Kommune Hadersleben priorisiert das Wohl der Kinder und erweitert die Familienberatung der Kommune um vier neue Stellen. (Symbolfoto) Foto: Caleb Woods/Unsplash

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Familienangehörige sollen künftig noch stärker in Betracht gezogen werden, wenn es darum geht, eine geeignete Pflegefamilie für ein Kind zu finden. Das hat sich die Kommune Hadersleben auf den Plan geschrieben und eigens dafür vier neue Arbeitsstellen in der Familienberatung geschaffen.

Für Kinder, die in einer Pflegefamilie untergebracht werden müssen, ist es häufig leichter, mit der neuen Situation zurechtzukommen, wenn sie die Pflegeeltern bereits aus ihrem näheren Umfeld, sprich aus der Verwandtschaft oder dem Freundeskreis, kennen. Der Kommune Hadersleben ist es daher ein Anliegen, die Vermittlung von Pflegekindern an Familien aus dem Netzwerk der Kinder zu fördern, heißt es in einer Pressemitteilung der Kommune.

Spitze, aber ausbaufähig

Bereits jetzt sei diese Praxis der Unterbringung von Pflegekindern in der Domstadtkommune gang und gäbe, und die Kommune Hadersleben liegt damit landesweit auf einem der führenden Plätze, was die Vermittlung von Kindern an sogenannte Verwandten-Pflegeeltern angeht. Dennoch sei die Entwicklung dieser Vermittlungspraxis zuletzt ins Stocken geraten, was die Kommune zum Anlass genommen hat, das Thema wieder verstärkt auf den Plan zu rufen.

Die Vorsitzende des kommunalen Sozialausschusses, Marie Skødt (hier mit ihrem Parteikollegen Bo Morthorst Rasmussen), freut sich, dass ihr Ausschuss den Bereich der Familienberatung priorisiert. (Archivfoto) Foto: Pressefoto

„Wir wissen, dass es den Kindern zugutekommt, wenn wir deren Netzwerk einbeziehen. Sie kommen später besser zurecht, auch weil das Netzwerk als langfristige Stütze im Leben dienen kann, wenn das Kind eine engere Bindung zu den Personen aufbaut“, erklärt die Vorsitzende des kommunalen Sozialausschusses, Marie Skødt (Sozialdemokraten).

Familienberatung mit allen Beteiligten

Aus diesem Grund hat die Kommune Hadersleben nun einen Plan entwickelt, mithilfe dessen das Netzwerk der Kinder noch besser in den Prozess eingebunden werden soll. Die Kommune Hadersleben möchte künftig nicht nur die sogenannte Netzwerk-Unterbringung weiterentwickeln, sondern in solchen Fällen auch die Beratungsarbeit ausbauen, wie Lene Bitsch Bierbaum, stellvertretende Vorsitzende des kommunalen Sozialausschusses, erklärt.

Um eine optimale Lösung für das jeweilige Kind zu finden, müsse von Anfang an die Familie bzw. das Netzwerk des Kindes sowie das Kind selbst in die Familienberatung der Kommune eingebunden werden, so die Venstre-Politikerin.

Vier neue Mitarbeiter

„Wenn wir mit diesem Ansatz erfolgreich sein wollen, müssen auch Mitarbeiter vorhanden sein, die die Aufgabe bewältigen können“, meint Lene Bitsch Bierbaum, stellvertretende Vorsitzende des kommunalen Sozialausschusses.

Vier neue Mitarbeiter wird die Kommune daher in der Familienberatung bzw. im Familienhaus einstellen.

Sozialausschuss priorisiert Kindeswohl

Bei der Sozialausschuss-Vorsitzenden Marie Skødt ist die Freude über die neuen Ressourcen groß: „Ich freue mich sehr, dass wir im Sozialausschuss uns darauf einigen konnten, diesen Bereich zu priorisieren, denn ich bin sicher, dass dies langfristig gesehen allen zugutekommt – nicht zuletzt den Kindern.“

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