Umweltschutz

Große Unterschiede bei E-Autos in Nordschleswigs Kommunen

Große Unterschiede bei E-Autos in Nordschleswigs Kommunen

Große Unterschiede bei E-Autos in Nordschleswigs Kommunen

Nordschleswig
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Nordschleswigs Kommunen setzen zunehmend auf E-Autos. Foto: Lars Bahl / BAM / Ritzau Scanpix

In Sonderburg sind bereits zehn kommunale Fahrzeuge mit Elektroantrieb unterwegs – die drei anderen Kommunen wollen nachziehen.

Elektro-Autos sind umweltfreundlicher. Sie stoßen im Verlauf ihres Lebens weniger CO2 aus als Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotoren. Das jedenfalls stellt Prorektor Jakob Stoustrup von der Technischen Fakultät der Universität Aalborg gegenüber dem Online-Wissenschaftsmagazin videnskab.dk fest.

„Der Nordschleswiger“ hat in den Kommunen Nordschleswigs nachgefragt, ob und wie viel Autos mit Elektroantrieb dort genutzt werden. Das Ergebnis: Es gibt große Unterschiede.

So werden in der Kommune Sonderburg/Sønderborg acht Personenfahrzeuge und zwei Lieferwagen mit Elektromotoren verwendet, in Hadersleben/Haderslev sind derzeit keine E-Fahrzeuge im Einsatz. In Apenrade/Aabenraa werden keine E-Autos gefahren, dort gibt es jedoch zum derzeit knapp 20 Hybridfahrzeuge, also Autos, die Elektro- als auch Kraftstoffantriebe parallel nutzen. In Tondern/Tønder sind vier Elektroautos in Dienst genommen worden. Doch die Kommunen haben allesamt Pläne in Zukunft umweltfreundlicher zu werden.

Hadersleben holt Angebote ein

So heißt es von der Kommune Hadersleben, dass „soeben begonnen wurde, Angebote für Elektroautos einzuholen“. Es werde in der Kommune jedoch „aktiv darauf geachtet, das Umweltschutz, Funktionalität und Preis im richtigen Verhältnis stehe“, wie es aus einer Antwort an den „Nordschleswiger“ lautet.
In Tondern wird es konkreter. Dort soll der Bestand von bisher vier verwendeten Fahrzeugen aufgestockt werden, „um den Fokus auf umweltfreundliche Energien zu haben und den Verbrauch von fossilen Brennstoffen zu verringern“, so die Antwort aus der westlichsten Kommune. In Apenrade werde laufend überprüft, welche Möglichkeiten es gibt, nachhaltiger zu werden.

„Der Kauf von nachhaltigen Fahrzeugen wird mehr und mehr in die Überlegungen bei Neuerwerbungen einbezogen“, heißt es von dort.
Die Kommune Sonderburg plant den Kauf von zwei weiteren elektrobetriebenen Lieferwagen. Außerdem ist schon der Bau von weiteren Ladestationen in Gang gesetzt, „um die Ladeinfrastruktur für die Zukunft mit mehr Elektroautos vorzubereiten“, wie es dort heißt.

Kopenhagen hinkt hinterher

In den Hauptstadtkommunen scheint man allerdings noch nicht so weit zu sein, wie in der nordschleswigschen Provinz.

Das berichtete DR København kürzlich. Wie es von den Bürgermeistern der dortigen Kommune heißt, seien die Fahrzeuge schlicht zu teuer. „Wir haben andere Kerntätigkeiten und die Finanzen lassen es einfach nicht zu, solche Autos zu kaufen“, erklärte beispielsweise Steffen Jensen, Bürgermeister der Kommune Halsnæs.

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