Grenzpendlerberatung

Regionskontor: Kiel stellt Gelder in Aussicht

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Pattburg/Kiel
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Der Kieler Landtag – der Haushalt für 2020 muss noch diskutiert werden. Foto: dpa

Erhält das Regionskontor in Pattburg künftig über die kommunale Förderung hinaus auch Gelder aus Kiel? Im Kieler Europaausschuss wurde darüber am Mittwoch laut nachgedacht.

Das Regionskontor bei Pattburg könnte künftig über die kommunale Förderung hinaus auch eine Landesförderung aus Kiel erhalten. Zumindest wurde dieser Gedanke heute laut von Europaministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) ausgesprochen. Anlass war ein Treffen im Europaausschuss des Kieler Landtages, zu dem der Leiter des Regionskontors, Peter Hansen, als Referent geladen worden war.

„Wenn es tatsächlich so kommt und wir eine Förderung des Landes erhalten, würden wir uns darüber sehr freuen“, so Peter Hansen am Mittwoch. Noch sei aber nichts beschlossen, schließlich sei der Haushalt für 2020 noch nicht verabschiedet.
Bislang erhält das Regionskontor kein Geld aus Kiel. „Wenn sich das ändert, wäre das sehr zu begrüßen. Es ist gar keine Frage, dass wir das Geld sehr gut gebrauchen können“, so Hansen.

Die Beratungstätigkeiten seien 2018 um elf Prozent gestiegen, „wobei das noch nicht für sich allein etwas aussagt, es kommt ja immer darauf an, wie umfangreich die Beratungen sind. Sicher ist aber: Wir haben sehr viel zu tun mit der Grenzpendlerberatung!“

Das Regionskontor liegt bei Pattburg am Lyren Foto: FLA

Zur Ankündigung der Justizministerin, dass das Regionskontor in Pattburg künftig über die kommunale Förderung hinaus auch eine Landesförderung erhalten soll, erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

„Ich begrüße außerordentlich, dass die Landesregierung nun in die Mitfinanzierung der hervorragenden und wichtigen Arbeit des Regionskontors mit einsteigen will. Der SSW fordert dies bekanntlich schon seit längerem. Das Regionskontor leidet unter permanenter Personalnot. Dabei ist die Grenzpendlerberatung wichtig, um soziale Härten bei Grenzpendlern abfedern zu können. Außerdem führen die Erkenntnisse des Regionskontors immer wieder auch zu wichtigen politischen Initiativen, die das Leben für die Menschen auf beiden Seiten der Grenze erleichtern. Vor diesem Hintergrund ist die zukünftige Landesförderung des Regionskontors bestens angelegtes Geld.“

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