Folketing

Henrik Frandsen und Peter Kofod nehmen die Arbeit auf

Henrik Frandsen und Peter Kofod nehmen die Arbeit auf

Henrik Frandsen und Peter Kofod nehmen die Arbeit auf

Kopenhagen
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Henrik Frandsen gelobt, das Grundgesetz zu befolgen. Foto: Walter Turnowsky

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Die beiden neugewählte Folketingsmitglieder haben am Mittwoch eine Erklärung unterzeichnet, dass sie bei der Wahrung ihres Amtes dem Grundgesetz folgen werden.

Jetzt es amtlich: Der Haderslebener Peter Kofod von der Dänischen Volkspartei und der ehemalige Bürgermeister von Tondern (Tønder), Henrik Frandsen von den Moderaten, können sich Volksvertreter im dänischen Parlament nennen.

Am Mittwoch fand die erste eigentliche Sitzung des neugewählten Folketings statt. Die Sitzung ist hauptsächlich Zeremonie und kaum Politik.

Bereits am Dienstag hatte das Folketing den vorläufigen Ausschuss zur Prüfung der Wahl besetzt. Der konnte bei der Eröffnung der Sitzung am Mittwoch mitteilen: Keine schwerwiegenden Fehler; sämtliche 179 Folketingsmitglieder können ihr Mandat wahrnehmen.

Unterschrift

Doch bevor das geschehen konnte, wurde die Sitzung unterbrochen, denn zunächst mussten die neugewählten Parlamentarier geloben, in ihrer Arbeit das Grundgesetz zu befolgen. Und das galt somit auch für Frandsen und Kofod.

Der Festakt fand in einem Saal unterhalb des Plenarsaales statt. Einige, der neuen Abgeordneten hatten ihre Familie mitgebracht. Schön dem Alphabet nach wurden jeweils drei Personen nach vorn gebeten, um an den bereitgestellten Tischen die Erklärung zu unterzeichnen. Und so kam also Tondern (Tønder) vor Hadersleben (Haderslev) dran.

„Das war schon ein eindrucksvolles Erlebnis, die Unterschrift zu leisten. Schließlich ist es das, was uns eint: das Grundgesetz“, so Frandsen unmittelbar nach dem Festakt.

Comeback für Kofod

Im Vergleich zu ihm ist Kofod, was die Arbeit im Folketing angeht, schon ein alter Hase. Er war bereits von 2015 bis 2019 Abgeordneter im dänischen Parlament. Danach wechselte er ins Europaparlament, um bei dieser Wahl wieder in die heimische Politik zurückzukehren.

Obwohl er neugewählt ist, kennt sich Peter Kofod im Folketing aus: Es ist das zweite Mal, dass er in das dänische Parlament einzieht. Foto: Ida Marie Odgaard/Ritzau Scanpix

Ähnlich hat es die Person gemacht, um die es bei der ersten offiziellen Aufgabe für Frandsen und Kofod ging: Søren Gade von Venstre war ebenfalls nach einem Ausflug nach Brüssel erneut ins Folketing eingezogen. Seine Partei hatte sich im Vorfeld mit der Sozialdemokratie darauf geeinigt, dass er den Vorsitz im Folketing übernehmen werde.

Søren Gade wird Vorsitzender

So war es dann auch keine große Überraschung, dass Gade auch mit den Stimmen von Henrik Frandsen und Peter Kofod gewählt wurde, nachdem die Sitzung wieder aufgenommen wurde. Daraufhin wurden die weiteren vier Mitglieder des Präsidiums unter den übrigen Fraktionen der Größe nach verteilt.

Danach hat das Folketing noch sechs wichtige Ausschüsse besetzt, und der erste Arbeitstag war vorbei. Die Abgeordneten und ihre Gäste konnten sich in der Wandelhalle bei einem Empfang ein Gläschen Wein genehmigen.

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Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
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