Bildung

534 Schüler erlebten Mathematik zum Anfassen

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Herausforderung auf dem „Uhrenteppich“ in der Zentralbücherei Foto: Jan Peters

Zum ersten Mal wurde der landesweite „Tag der Mathematik“ mit einer Veranstaltung in Apenrade begangen. Die Schüler übten sich im echten Umfeld im Rechnen.

Apenrade/Aabenraa 534 Fünftklässler aus der gesamten Kommune bevölkerten am Mittwoch die Apenrader Innenstadt und lösten dort an 13 Stationen – darunter auch die deutsche Zentralbücherei – Mathematik-Aufgaben. Zum ersten Mal wurde der landesweite „Tag der Mathematik“ mit einer Veranstaltung in Apenrade begangen. Ein Team der Kommune hat sich vor gut eineinhalb Jahren an die Vorbereitung gemacht und erwartet „dass die wirklichkeitsnahen Aufgaben bei den Schülern Eindruck hinterlassen“, sagt Conni Nielsen, die verantwortliche pädagogisch-mathematische Konsulentin. „Die Schüler sollen dort Mathematik erleben, wo sie sich aufhalten und die Innenstadt dürfte bei allen bekannt sein“, erklärt sie weiter.

Die Aufgaben waren abwechslungsreich und forderten die Kinder auf verschiedenste Weise heraus. So konnten sie in der deutschen Zentralbücherei stumpfe, spitze und rechte Winkel mithilfe eines Winkelmessers herausfinden oder möglichst viele Tore in fünf Minuten am Tischfußballspiel schießen. „Wir haben auf Abwechslung wert gelegt, denn schließlich sollen die Kinder sich nicht nur die Köpfe heiß rechnen, sondern auch spielerisch Mathematik erleben“, so Conni Nielsen zum Konzept.

Nachdenken bei der Rechenstafette Foto: Jan Peters

Weitere Stationen

Weitere Stationen fanden sich unter anderem am Storetorv, in der Slotsgade und an der Schlittschuhbahn. Lehrer Dirk Hanke kam mit seinen Schülern von der Lyreskovskole in Pattburg nach Apenrade und ist begeistert von dem Tagesangebot. „Die Kinder werden durch die Aufgabenstellung selbst aktiv und brauchen kaum meine Hilfe. Sie lernen viel hier und es ist wirklich kurzweilig“, sagt er. Er beklagt jedoch, dass „der Transport nach Apenrade den Schulen überlassen wurde und mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt wurde. „Das dauerte bei uns lange und wir kamen nicht pünktlich an der Arena an – obwohl wir vor Schulbeginn von der Schule starteten“, berichtet Dirk Hanke. Er wünscht sich deshalb für ein nächstes Mal, dass der Transport anders organisiert werde.

Auch die Kinder zeigten sich begeistert vom „Tag der Mathematik“. So erklären Laura, Frederikke, Lea und Julia von der Volksschule in Stübbek übereinstimmend: „Es macht viel Spaß und wir haben etwas gelernt. Die Aufgaben sind toll gemacht.“ Morgens um viertel nach neun übernahm Conni Nielsen die Begrüßung der über 500 Schüler in der Arena Aabenraa. Auch Bürgermeister Thomas Andresen sprach einige Worte zu den Fünftklässlern.

Danach erhielten die mitgereisten Lehrer eine Mappe mit den Standpunkten der Stationen und los ging es. Etwa sechs bis sieben der 13 Stationen sollten die
kleinen Mathematikforscher schaffen, schätzte Veranstalterin Conni Nielsen, denn um 13 Uhr sollten sie alle wieder in der Arena sein, um den Tag mit einem „musikalischen Mathematikexperiment abzuschließen. Gemeinsam mit der Band „Stomp og Salsa“ gab es ein großes gemeinsames mathematisches Konzert.

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