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Krankenpfleger stahl Medikamente

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Apenrade/Aabenraa
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Justitia
Das Gericht in Sonderburg kannte bei dem Wiederholungstäter keine Gnade. Foto: dpa

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Ein 39-jähriger Mann ist im Gericht zu 50 Tagen Freiheitsentzug verurteilt worden.

Ein 39-jähriger Krankenpfleger ist am Donnerstag wegen Medikamentendiebstahls in zwei Fällen vom Gericht in Sonderburg (Sønderborg) zu 50 Tagen Freiheitsentzug verurteilt worden. Außerdem darf er ein ganzes Jahr lang nicht mehr in seinem Beruf arbeiten.

Er war zur Tatzeit – im Herbst vergangenen Jahres – als Pflegekraft im Apenrader Krankenhaus tätig.

Es gelang ihm in zwei Fällen, sich von einem Teammitglied der psychiatrischen Abteilung unter einem Vorwand, insgesamt zehn Tabletten mit dem Wirkstoff Methylphenidat aushändigen zu lassen.

Medikament mildert Entzugserscheinungen

Der Arzneistoff wird hauptsächlich zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Störungen (kurz: ADH) eingesetzt, kann aber auch Entzugserscheinungen mildern.

Und genau dafür benötigte der 39-Jährige das Medikament. Er hatte eine Abhängigkeit auf Schmerzmittel entwickelt, die ihm bereits drei Jahre zuvor einen Termin vor dem Kadi eingebracht hatte. Damals blieb es beim versuchten Medikamentendiebstahl, und das Gericht setzte die Freiheitsstrafe zur Bewährung aus.

Diesmal keine Bewährungsstrafe

Wegen dieser Vorgeschichte kannte das Gericht diesmal keine Gnade: Der 39-Jährige muss die 50 Tage absitzen; außerdem wurde ein einjähriges Berufsverbot verhängt.

Laut „jv.dk“ zeigte er sich reumütig und bedauerte seine Tat. Der 39-Jährige möchte nach dieser vom Gericht ausgesprochenen Quarantäne möglichst wieder in seinem Beruf arbeiten.

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