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Sønderjyske im Spitzenspiel die bessere Mannschaft

Sønderjyske im Spitzenspiel die bessere Mannschaft

Sønderjyske im Spitzenspiel die bessere Mannschaft

Aalborg
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Mads Agger, Olti Hyseni und Peter Christiansen freuen sich über den Ausgleich. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

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Im Duell zweier künftiger Superliga-Mannschaften haben die Sønderjyske-Fußballer nach einem 0:2-Rückstand gegen AaB noch ein 2:2-Unentschieden erzwungen. Thomas Nørgaard freut sich über den Charakter seines Teams.

Das hatte schon was von Superliga beim Auftakt der zweiten Saisonhälfte in Aalborg. 7.747 Zuschauerinnen und Zuschauer in einem echten Fußballstadion, eine vollbesetzte Hintertor-Tribüne, die bereits eine Stunde vor Spielbeginn für Stimmung sorgte, und viel Qualität auf einem gut bespielbaren Rasen.

Für AaB und Sønderjyske ein Vorgeschmack auf die nächste Saison im Oberhaus. Die Premiere verstärkte den Eindruck, dass Sønderjyske eine Mannschaft hat, die in die Superliga gehört. Die Hellblauen waren auch im Vergleich mit dem Superliga-Absteiger am Ball die bessere Mannschaft, reifer in der Spielanlage und als Kollektiv gefestigter als die weitaus teureren Spieler beim Gegner.

Superliga-Kulisse in Aalborg Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

„Ich weiß nicht, ob wir die bessere Mannschaft waren. Aus einer statistischen Perspektive waren wir die bessere Mannschaft. In Sachen Pässe, Ballbesitz und was man alles so messen kann, waren wir vorne, aber unterm Strich war es ein Spiel, das 2:2 ausgegangen ist. Wir sind daran erinnert worden, was erforderlich ist. Wir hatten zwei Aussetzer, die normalerweise vielleicht nicht bestraft werden, die aber bestraft worden sind“, sagt Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“.

Das war ein Nachmittag, den Sefer Emini so schnell nicht vergessen wird. Zwei seiner Fehler im Aufbauspiel hatten AaB auf die Siegerstraße gebracht.

Der Nordmazedonier blieb zu Beginn der ersten Halbzeit beim Dribbling gegen drei Gegenspieler hängen und passte zu Beginn der zweiten Hälfte den Ball direkt in die Beine eines Gegenspielers. 

AaB führte nach 53 Minuten 2:0, obwohl SønderjyskE bis dahin klar dominiert und das Spiel gemacht hatte. Bis zum Strafraum sah es sehr ansprechend aus, die Gäste taten sich aber langer schwer, gegen die große individuelle Qualität in der Viererkette von AaB gefährlich zu werden.

Die Zufriedenheit war nach Schlusspfiff bei Sønderjyske größer als bei AaB. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Ein schön herausgespielter Treffer von Kristall Mani Ingason und ein Abstauber von Peter Christiansen nach einer Ecke brachten aber den hochverdienten Ausgleich in einem immer intensiver geführten Spitzenspiel, wo beide Mannschaften in der Schlussphase noch auf Sieg spielten.

Sønderjyske hätte aufgrund der Leistung über 90 Minuten mehr als nur den einen Punkt verdient gehabt, freute sich aber über das Unentschieden. 

„Ich möchte mich gar nicht entscheiden, ob das Verhindern einer Niederlage mich mehr freut als die Leistung der Mannschaft. Ich denke, das kann man nicht differenzieren. Ich freue mich am meisten über den Charakter, den die Mannschaft gezeigt hat“, so der Sønderjyske-Trainer.

 

Kristall Mani Ingason erzielte den Anschlusstreffer. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

„Im Auftaktspiel sitzt nicht alles. Wir waren von der Anzahl der Torschüsse her klar dominant, aber im Abschluss hat die Qualität gefehlt. Und die zwei Abschlüsse von AaB auf unser Tor haben wir selbst hergeschenkt. Die haben beide reingemacht. Das war gut von AaB, aber schlecht von uns. Ich mochte aber das Gefühl, das wir in der Pause hatten. Wir blieben ruhig und haben uns nach dem törichten Gegentor zum 0:2 wieder ins Spiel gefressen. Wir haben Charakter gezeigt und ein Zeichen gesetzt, wo wir stehen – das gefällt mir“, sagt Thomas Nørgaard.

Die wenigsten Beobachter werden nach diesem Sønderjyske-Auftritt in Aalborg das Gefühl haben, dass die Hellblauen in der kommenden Saison nicht in der Superliga stehen werden.

 

AaB - Sønderjyske (1:0) 2:2

1:0 Mathias Jørgensen (4.), 2:0 Melker Widell (52.), 2:1 Kristall Mani Ingason (58.), 2:2 Peter Christiansen (78.)

Sønderjyske: Nicolai Flø – Andreas Oggesen, Maxime Soulas, Daniel Gretarsson (89.: Marc Dal Hende), Atli Barkarson – Sefer Emini (63.: Troels Kløve), Rasmus Vinderslev, Kristall Mani Ingason (89.: Tobias Klysner) – Peter Buch Christiansen, Søren Andreasen (74.: Olti Hyseni), José Gallegos (63.: Mads Agger).

Gelbe Karten: Melker Widell, Jubril Adedeji, Sebastian Otoa, Oscar Hiljemark – Simon Poulsen, Atli Barkarson, Rasmus Vinderslev, Mads Agger. 

Schiedsrichter: Jonas Bæk. Zuschauer: 7.747.

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