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Bei Sønderjyske nimmt man das Wort „Endrunde“ in den Mund

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Sønderjyske holte in Silkeborg den zweiten 2:0-Sieg in Folge.

Nach zwei überzeugenden Auftritten gegen Brøndby und Silkeborg spuckt man größere Töne. Die Hellblauen sind als Mannschaft gewachsen und sehen derzeit mächtig solide aus.

Die Sønderjyske-Fußballer wollen in der zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg mehr als nur den Klassenerhalt. Das wurde schon von Saisonbeginn laut und deutlich kommuniziert, doch nach zehn Punkten aus den ersten sieben Saisonspielen sind die Aussagen noch ein wenig gewagter geworden.

„Unser Ziel ist in erster Linie der Klassenerhalt, und den schaffen wir, wenn wir von Spiel zu Spiel blicken, aber ich glaube und hoffe, dass wir zur Winterpause in einer Situation sind, wo wir in einer historisch ausgeglichenen Superliga noch von der Endrunde und von den Top 6 träumen dürfen. Und sollte das nicht klappen, werden wir in die Abstiegsrunde gehen, mit den Erfahrungen, die wir dort schon gemacht haben, hoffentlich schlauer als in der vergangenen Saison“, sagt Trainer Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“.

Nach zwei überzeugenden Auftritten haben die Sønderjyske-Fußballer erst einmal den Sprung in die obere Tabellenhälfte geschafft und sehen derzeit mächtig solide aus. Dem 2:0-Heimsieg gegen Brøndby ließen die Hellblauen einen 2:0-Auswärtserfolg gegen Silkeborg folgen.

Die Sønderjyske-Kicker setzten sich in den meisten Zweikämpfen durch.

„Es war wie gegen Brøndby ein verdienter Sieg, und zwar jeweils gegen starke Gegner. Es war eine reife Leistung einer Mannschaft, die sich weit in die richtige Richtung bewegt hat. Zwei vergleichbare Spiele wurden in der vergangenen Saison hier in Silkeborg verloren“, so der Sønderjyske-Trainer, der sich darüber freuen kann, dass seine Mannschaft sich derzeit auch für die guten Leistungen belohnt.

Fehler nicht mit einem Fehler reparieren

„Wir haben darüber gesprochen, welche Räume wir offen lassen dürfen und welche nicht. Es ist nach den ersten vier Spieltagen ein Thema gewesen, dass wir nach falschen Entschlüssen nicht einen Fehler mit dem nächsten Fehler reparieren. Und da zeigt sich die Mannschaft derzeit eine große Reife, mit diesen Situationen umzugehen, obwohl sie teilweise frustrierend sind. Wir setzen das Besprochene auf einem sehr hohen Niveau um“, lobt Nørgaard seine Mannschaft.

Sein Torwart hat in den vergangenen zwei Spielen die Null halten können, ohne besonders oft geprüft zu werden.

„Wir haben Stabilität in die Mannschaft gebracht, sind sehr diszipliniert, gewinnen unsere Zweikämpfe und bleiben am Gegenspieler dran. Damit kommt man schon weit. Ich habe ein gutes Gefühl, selbst bei viel Ballbesitz für den Gegner, der nie richtig gefährlich wurde. Wir hatten Silkeborg im Griff und haben nur Distanzschüsse zugelassen“, sagt Marcus Bundgaard zum „Nordschleswiger“.

Silkeborg IF fand gegen Sønderjyske kein Rezept.

„In einer engen Liga ist das erste Tor immer extrem wichtig. Das ist uns zuletzt zweimal gelungen. Es sieht im Moment sehr positiv aus, die Leistungen sind zuletzt sehr gut gewesen, aber wir sind nicht zufrieden. Wir wollen mehr“, so der Sønderjyske-Torwart.

Als Team gewachsen

Zu Saisonbeginn hatte Sønderjyske einige enge Spiele verloren, doch die Begegnungen kippen derzeit zugunsten der Hellblauen.

„Es ist unsere zweite Saison in der Superliga. Wir sind als Team gewachsen und verstehen jetzt, wie wir die engen Spiele zu unseren Gunsten kippen. Wir haben in der vergangenen Saison viel gelernt“, meint Kristall Mani Ingason zum „Nordschleswiger“.