Minderheiten in Europa

Koschyk in Österreich geehrt

Koschyk in Österreich geehrt

Koschyk in Österreich geehrt

cvt
Wien
Zuletzt aktualisiert um:
Der Deutsche Botschafter in Österreich Johannes Haindl, Gudrun und Hartmut Koschyk, Staatssekretär Karoline Edtstadler, Präsident Rudolf Reimann und Generalsekretär Norbert Kapeller vom Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ). Foto: Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland

Der ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten erhielt das „Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“.

Der ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten sowie langjährige CSU-Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk ist vom Österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen mit dem „Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ ausgezeichnet worden. Das teilt die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland mit.

Das Ehrenzeichen ist die wichtigste staatliche Ehrung, die gegenwärtig in Österreich vergeben wird. Staatssekretärin Karoline Edtstadler würdigte Koschyks jahrzehntelangen Einsatz für die Heimatvertriebenen und Aussiedler sowie die deutschsprachigen Volksgruppen in Europa und der ehemaligen Sowjetunion. Dabei habe Koschyk immer auch die Heimatvertriebenen in der Republik Österreich sowie die deutschsprachigen Volksgruppen in den Nachfolgestaaten der Donau-Monarchie im Blick gehabt und sei frühzeitig für eine engere Zusammenarbeit Deutschlands und Österreichs in Vertriebenen- und Volksgruppenfragen eingetreten.

Gerade als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten habe Koschyk sich für eine Verbesserung der Situation der altösterreichischen deutschsprachigen Volksgruppen, z. B. in Slowenien, eingesetzt und sei auch mehrfach zu politischen Gesprächen in Wien im Bundeskanzleramt, im Außenministerium und beim VLÖ (Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich) zu Gast gewesen. Auch bei seinen Reisen in die Heimatgebiete deutschsprachiger Volksgruppen habe Koschyk von sich aus den Kontakt zu den diplomatischen Vertretern der Republik Österreich gesucht.

Hartmut Koschyk dankte für die hohe Auszeichnung der Republik Österreich, die er als Ansporn und Verpflichtung empfinde, auch nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik beispielsweise im Rahmen der Stiftung „Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ für die altösterreichischen deutschsprachigen Volksgruppen in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie tätig zu sein. Hierbei wolle er auch mit dem VLÖ eng zusammenarbeiten, dessen Generalsekretär Norbert Kapeller er für die Initiative zu dieser Ehrung dankte.

Als Kind oberschlesischer Eltern und Ehemann seiner sudetendeutschen Frau Gudrun, sei sein Blick in Vertriebenen- und Minderheitenfragen nie allein auf Berlin, sondern immer auch nach Wien gerichtet gewesen. Gerade der Einsatz der Republik Österreich für ein modernes Volksgruppen- und Minderheitenrecht habe ihn immer beeindruckt, so Koschyk, der dabei an den bedeutenden österreichischen Völkerrechtler und Politiker Felix Ermacora erinnerte, mit dem er oft zusammengetroffen sei.

Aber auch der Paneuropa-Union unter Dr. Otto von Habsburg und Bernd Posselt fühle er sich seit Jugendzeit verbunden und sei dadurch für ein enges deutsch-österreichisches Zusammenwirken in europäischen Grundsatzfragen stets engagiert gewesen.

Gerade angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen für die Europäische Union sei die deutsch-österreichische Zusammenarbeit von schicksalhafter Bedeutung. Im Anschluss an die Verleihungszeremonie stellte Koschyk im „Haus der Heimat“ in Wien noch sein Buch „Heimat Identität Glaube“ vor.

Mehr lesen