Kita-Reform

Leck zahlt 1,5 Millionen Euro für 293 Kinder

Leck zahlt 1,5 Millionen Euro für 293 Kinder

Leck zahlt 1,5 Millionen Euro für 293 Kinder

Karin Johannsen/shz.de
Leck
Zuletzt aktualisiert um:
Aktuell werden 293 Kinder in Kindertageseinrichtungen in Leck betreut. Foto: Jens Büttner

Die Anpassung der Finanzierungsverträge an die neuen Gegebenheiten der Kita-Reform bringt der Gemeinde keine Entlastung.

Mit rund 1,5 Millionen Euro ist die Kindertagesbetreuung einer der größten Einzelposten im Haushalt der Gemeinde Leck. „Das ist eine teure Tasse Tee “, sagte Bürgermeister Andreas Deidert.

Und so wird es auch bleiben, denn die Anpassung der Finanzierungsverträge an die neuen Gegebenheiten der Kita-Reform bringt der Gemeinde keine Entlastung, aber auch keine zusätzliche Erhöhung der Ausgaben.

Gesetz soll für mehr Transparenz sorgen

Einen Spielraum gab es für die Politiker nicht. Einzig blieb, auf ihrer Sitzung den Auswirkungen des neuen Kindertagesförderungsgesetzes des Landes zuzustimmen. Hauptsächlich bei der Finanzierung löst das Gesetz vorherige Einzelregelungen ab und sorgt für mehr Transparenz.

Das neue Finanzierungsmodell erweitert dafür das bisherige um festgelegte Mindest-Qualitätsstandards. Das Zauberwort heißt Standard-Qualitäts-Kosten-Modell (SQKM), nach dem der Kreis Nordfriesland monatlich die Fördermittel errechnet.

Leck liegt unter Maximalbetrag

Die Einnahmen zur Kinderbetreuung ergeben sich also aus einer monatlichen Gruppenförderung vom Kreis. Diese Gruppenförderung speist sich aus einem festgelegten Pauschalbetrag pro Kind, dem Wohnsitzanteil (Gemeinde) und dem Landesanteil. Die Elternbeiträge fließen zusätzlich direkt an die Träger der Einrichtungen.

Sachbearbeiterin Jana Petersen vom Amt Südtondern erläuterte auf Nachfrage: „Bei den Elternbeiträgen wird vom Maximalbetrag ausgegangen, der in Leck flächendeckend nicht verlangt wird“. Der Bürgermeister ergänzt: „Wir liegen unterhalb des vorgesehenen Deckels für Eltern. Und das, obwohl wir den neu vorgegebenen Kinderbetreuungsschlüssel des Landes schon längst eingehalten haben“.

Knapp 300 Kindern in Betreuung

Neben den drei evangelischen Kindergärten, dem Waldorfkindergarten und den Schulhausmäusen in Oster-Schnatebüll kann der Nachwuchs in Leck in den dänischen Kindergarten gehen. Für die finanzielle Gleichbehandlung aller Träger musste für die Dänen eine komplett neue Finanzierungsvereinbarung abgeschlossen werden. Bis dato erfolgte die bisherige Finanzierung in Form eines Zuschusses und nicht als Defizitfinanzierung.

Nach aktuellem Stand werden 293 Kinder in Lecks Kindertageseinrichtungen betreut. Jana Petersen hatte die genauen Zahlen: „38 Mädchen und Jungen besuchen die Krippe, 235 gehen in den Kindergarten. 20 Kinder haben einen Platz bei einer Tagesmutter “. Von den Krippenkindern haben 31 einen Platz in Leck, sieben Kinder sind in Krippen in anderen Gemeinden untergebracht.

50 Kinder aus Nachbargemeinden

Bei den Kindergartenkindern sind 21 Kinder außerhalb von Leck in der Betreuung, bei den Tagespflegekindern werden neun externe Kinder gezählt. In Leck gibt es sechs Kindergärten und drei Tagesmütter. Weitere Zahlen: In den Kindergärten werden insgesamt 293 Mädchen und Jungen betreut.

50 kommen aus Nachbargemeinden. Die Tagesmütter betreuen aktuell 13 Kinder, wovon zwei aus Nachbargemeinden stammen.

Mehr lesen