Hohe Quote

Mehr Zulassungen von Elektro-Autos im Norden

Mehr Zulassungen von Elektro-Autos im Norden

Mehr Zulassungen von Elektro-Autos im Norden

Michael Kierstein/shz.de
Kiel/Hamburg
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Neben Tesla sind vor allem deutsche Marken beliebt. Foto: Sepp Spiegl via www.imago-images.de

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Über 450 Prozent mehr Elektroautos seit 2019 fahren auf den Straßen im Norden. Stromer liegen im Trend.

21.737 Elektroautos sind auf den Straßen Schleswig-Holsteins und Hamburgs unterwegs. Im Vergleich zu den Benzinern (1817353) klingt das wenig, aber in keinem Segment ist die Zahl der Neuzulassungen in den letzten zwei Jahren so extrem gestiegen.

Zum 1. Januar 2019 rollten nämlich nur 3902 Stromer über die Straßen im Norden – eine Steigerung von etwa 457 Prozent. Das geht aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamts hervor.

Gründe für den Boom

Das Elektroauto wird bei den Deutschen immer beliebter. Neben der immer besseren Ladeinfrastruktur spielen dabei auch Kaufprämien eine große Rolle. So bietet jeder Hersteller verschiedene Bonussysteme an, um Elektroautos auf die Straße zu bringen. Je nach Angebot kann es hier eine fünfstellige Summe für den Kauf eines Stromers geben.

Hinzu kommt, dass neben dem bekannten Hersteller Tesla auch immer mehr deutsche Unternehmen auf den Stromzug aufspringen. So hat alleine der Volkswagen-Konzern im vergangenen Jahr 421.600 Elektroautos verkauft. Spitzenreiter Tesla hatte nur knapp 75.000 Verkäufe mehr.

Hohe Quote im Norden

Dass die Deutschen immer mehr auf die Stromer setzen, lässt sich auch am internationalen Vergleich ablesen. So wurden 2020 nur in China mehr Elektroautos zugelassen als in Deutschland. Auch weltweit gesehen kommen sie immer besser an.

So brachen die Zulassungszahlen die bisherigen Rekorde. Weltweit wurden 3,18 Millionen neue Elektroautos zugelassen. In Deutschland waren es 394.632. Der Anteil der Nordländer daran ist jedoch relativ gering. Schleswig-Holstein verzeichnet 12.009 und Hamburg 7034 neue Elektroautos.

Die Steigerungsquote in Schleswig-Holstein lässt jedoch darauf schließen, dass man hier erst am Anfang der Entwicklung steht.

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