Urteil

Sechs Jahre Gefängnis für „Kundby-Mädchen“

ritzau/swa
Holbæk
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Foto: Scanpix

Der in ganz Dänemark bekannte Kundby-Fall ist nun zum Urteil gekommen. Das Mädchen wird zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Der in ganz Dänemark bekannte Kundby-Fall ist nun zum Urteil gekommen. Das Mädchen wird zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Das Gericht in Holbæk hat am Donnerstag eine 17-Jährige zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie Bombenangriffe auf zwei Schulen geplant hat. Das aus Kundby stammende Mädchen, das in der Öffentlichkeit im Laufe der Ermittlungen stets als „Kundby-Mädchen“ bezeichnet worden war, hatte als 15-Jährige im Herbst 2015 versucht, Kontakt zur Terrororganisation Islamischer Staat aufzunehmen. Sie stieß auf militante Islamisten und nach einer Türkeireise kehrte die junge Frau radikalisiert nach Westseeland zurück.
Die Anschläge auf die Schulen, die das Mädchen mit selbst gebauten Bomben und Chemikalien aus einem Matas-Geschäft ausführen wollte, kamen jedoch nie zur Ausführung. Seit Januar 2016 sitzt die junge Frau in Haft. Während der Untersuchungshaft stach sie auf einen Pädagogen ein, auch dieser Tatbestand war Teil des Urteils. Die Anklage hatte Sicherheitsverwahrung gefordert, das Gericht entschied sich nun für sechs Jahre Gefängnis.
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