Wirtschaft

Nationalbank: Banken sollen sich für schlechtere Zeiten rüsten

Nationalbank: Banken sollen sich für schlechtere Zeiten rüsten

Nationalbank: Banken sollen sich für schlechtere Zeiten rüsten

jt/ritzau
Kopenhagen
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Dänemarks Nationalbank in Kopenhagen. Foto: Danmarks Nationalbank

Die Banken und Geldinstitute Dänemarks nehmen im Zuge eines steigenden Wirtschaftauschwungs größere Risiken beim Genehmigen von Darlehen, meint die Nationalbank.

Zur Zeit hat der Finanzsektor in Dänemark wegen des wirtschaftlichen Aufschwungs gut lächeln. Doch die Banken sollen aufpassen, nicht zu optimistisch in die Zukunft zu schauen und sich jetzt schon für schlechtere Zeiten vorzubereiten. Dazu rät die dänische Nationalbank in einer von ihr ausarbeiteten Analyse über die finanzielle Stabilität Dänemarks.

Die Analyse zeigt, wie die Banken in den vergangenen Wochen und Monaten ihre Kreditansprüche herabgesetzt haben. Die steigende Konkurrenz hat zudem dazu geführt, dass die Banken aktuell auch vermehrt Kredite an finanziell wackelige Betriebe und Branchen ausgezahlt haben.

Deshalb bestehe ein großes Risiko, dass die Folgen einer Finanzkrise kritischer als je zuvor werden können, so die Nationalbank.

Die Nationalbank fordert deshalb die Banken dazu auf, Geld in einem sogenannten kontrazyklischen Kapitalpuffer zur Seite zu legen. Demnach sollen die Banken in konjunkturell guten Zeiten ihr Eigenkapital vergrößern – als Sicherheit für schlechtere Zeiten. Dadurch haben Banken eine kleine Reserve, die bei Bedarf genutzt werden kann.

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