Kommunalbudget

Kommune Sonderburg schließt 2023 mit einem Plus ab

Kommune Sonderburg schließt 2023 mit einem Plus ab

Kommune Sonderburg schließt 2023 mit einem Plus ab

Sonderburg/Sønderborg
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Das Sonderburger Rathaus Foto: Sara Eskildsen

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Der Jahresbericht für das Jahr 2023 zeigt, dass die Kommune gesund ist und über eine gute Finanzsteuerung verfügt. Der Ökonomieausschuss schickt das positive Ergebnis in den Stadtrat.

Auch die Sonderburger Kommune musste in den vergangenen Jahren mit vielen finanziellen Problemen kämpfen. Da kommt eine positive Bilanz für das Jahr 2023 wie gerufen. Mit einer straffen finanziellen Kontrolle konnte viel erreicht werden.

Geschäftsbericht in Balance

„2023 wurde nun abgeschlossen. Wir haben ein positives und hervorragendes Resultat erzielt. Das macht mich sehr stolz“, so Bürgermeister Erik Lauritzen (Soz.) nach der jüngsten Sitzung des Ökonomieausschusses bei einem Presse-Briefing. 

„Ich kann einen Geschäftsbericht für 2023 in Balance präsentieren, und wir können das Jahr 2024 mit einem guten ökonomischen Ausgangspunkt beginnen. Das sichert, das wir weiterhin auf sämtlichen Servicegebieten liefern können und auch die gute Entwicklung in der Sonderburger Kommune fortsetzen können. Ich freue mich besonders darüber, dass wir neue Ausbildungen und mehr Studenten hierherholen können“, so Erik Lauritzen.

Überschuss von 274 Millionen Kronen

Im Betriebsergebnis konnte die Kommune einen Überschuss von 274 Millionen Kronen erwirtschaften. 100 Millionen wurden durch einen verminderten Verbrauch in den kommunalen Fachausschüssen erzielt, deren Budget bei 5,469 Millionen Kronen lag. In den 100 Millionen liegen außerdem Aktivitäten, die in das Jahr 2024 fließen und deshalb überführt werden.

 

Das Sonderburger Rathaus Foto: Sara Eskildsen

Hohe Preise, steigende Ausgaben im Sozialbereich und die Ausgaben für die Seniorinnen und Senioren: Die Voraussetzungen für das Budget 2023 sind aufgrund verschiedener Ursachen recht unsicher.  Um eine Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben zu erreichen, hat der Stadtrat die kommunalen Ausgaben reduziert und den Kassenbestand auf ein Minimum von 100 Millionen Kronen erhöht.  

Sturmflutschäden für 80 Mio. Kronen

Die letzte Sturmflut im Herbst 2023 hat Kosten für die Kommune verursacht. Die Schäden an privatem Eigentum und kommunalen Anlagen werden auf etwa 80 Millionen Kronen geschätzt. Es ist weiterhin fraglich, ob die staatlichen Töpfe einen Teil der Ausgaben übernehmen oder ob die betroffenen Kommunen Kredite aufnehmen können. 

Aufgrund steigender Materialpreise hat die Kommune 2023 einen Teil der großen Anlagen erst einmal ad acta gelegt. Unter anderem der teurere Asphalt veranlasst die Kommune einige Arbeiten zu verschieben. Andere Projekte wurden realisiert. Zu ihnen gehört die nordschleswigsche Tanzakademie, die Institution „Børne Galaksen“ in Hörup und Orangeriet bei Bosager. Hinzu kommt die Renovierung und der Ausbau von Skansen, die Renovierung der Dybbøl-Skolen und die Einweihung der neuen kommunalen Abteilung für Betrieb, Service und Bereitschaft auf dem Ingolf Nielsens Vej. 

Der Damm nach Kekenis Foto: Sønderborg Kommune

Die Zahlen für 2023

Die Einnahmen betrugen 5,63 Milliarden Kronen, während die Ausgaben bei 5,393 Milliarden Kronen lagen. Dabei wurde ein Überschuss von 234 Millionen Kronen erwirtschaftet. Der Überschuss im Betrieb betrug 101 Millionen. Diese werden in die Regulierung der Überführungseinnahmen (33 Mio.), in Serviceausgaben der Fachausschüsse (42 Mio.), in sechs konkrete Anlagenprojekte (13 Mio.) und 13 Millionen Kronen in die zuerst anfallenden Renovierungsarbeiten nach der Sturmflut gesteckt. 

„Wegen der Sturmflutschäden warten wir ja immer noch auf den Staat. Wir können bis 1. Mai Gelder beantragten. Erst dann wird entschieden, wer wie viel erhält. Das Geld muss aber noch 2024 gebraucht werden“, so Bürgermeister Erik Lauritzen. 

Mit einer so engen Zeitperspektive kann der zerstörte Damm nach Kekenis (Kegnæs) nicht repariert werden. „Das ist ja völlig hoffnungslos. Das ist für mich eine mühsame Sache. Wir müssen noch mal auf Christiansborg darauf aufmerksam machen“, so der Bürgermeister. 

Zusammen mit dem Verband „Kommunernes Landsforening“ wollen die betroffenen Kommunen Nordschleswigs in Kopenhagen erneut auf ihre finanziellen Herausforderungen aufmerksam machen. Der Stadtrat soll im Juni den Abschluss für 2023 gutheißen. 

 

Der Stadtrat Sonderburg soll im Juni dem Resultat 2023 zustimmen.
Die Zuschauenden blicken hinunter zu den Politikern. Foto: Ilse Marie Jacobsen
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