Illegale Kopien

Lego gewinnt Kopie-Fall gegen China-Klötze

jt/ritzau
Billund
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Foto: Scanpix

Der chinesische Produzent von Plastik-Klötzen Bela soll seine Produktion von sogenannten Friends-Klötzen einstellen. Diese ähneln dem Original von Lego zu sehr, bestätigt ein Gericht.

Seit Jahren kämpft der dänische Produzent der berühmten Lego-Klötze gegen Kopien aus dem Ausland. Zum ersten Mal hat Lego nun in China einen Fall vor Gericht gewonnen. Im Fall gegen den aus China stammenden Betrieb Bela, stimmte das China Shantou Intermediate Court-Gericht Lego zu, dass Bela Kopiewaren herstelle.

Im konkreten Fall hatten zwei chinesische Produzenten Plastik-Klötze unter dem Namen Bela Friends vermarktet und verkauft. Doch dem Gericht zufolge ähnelte das Bela Produkt dem von Lego Friends zu sehr.

„Lego ist weltweit wegen der hohen Qualität bekannt. Doch das Bela-Produkt ist dem von Lego so ähnlich, dass die Verbraucher hinters Licht geführt werden“, sagt Lego-Pressechef, Roar Rude Trangbæk. Bisher konnte sich Lego keinen Überblick darüber verschaffen, in welchen Ländern das Kopie-Produkt verkauft wurde. „Womöglich nur in China – jedoch kann man heutzutage auch vieles online kaufen“, so Trangbæk.

Er wollte sich nicht dazu äußern, wie viel Geld Lego jährlich in solche Kopie-Fälle investiert. „Wir investieren so viel, wie nötig ist, um unsere Verbraucher zu schützen“, erklärt Trangbæk.

Das Urteil fiel schon im September dieses Jahr. Der Fall wurde aber erst am Donnerstag abgeschlossen, weil sich Bela erst dann gegen eine Berufung entschieden hatte.

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