Mobilität

Jedes dritte im Mai verkaufte Auto war ein Elektrowagen

Jedes dritte im Mai verkaufte Auto war ein Elektrowagen

Jedes dritte im Mai verkaufte Auto war ein Elektrowagen

Ritzau/nb
Kopenhagen
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Der Verkauf von Elektroautos findet 2023 auf einem wesentlich höheren Niveau statt als 2022 und 2021 (Archivfoto). Foto: Linda Kastrup/Ritzau Scanpix

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Autofahrerinnen und Autofahrer in Dänemark sind Elektrowagen gegenüber immer positiver eingestellt. Entsprechend ziehen die Verkaufszahlen kräftig an. Die Autobranche warnt jedoch vor künftig steigenden Steuern und fürchtet Umsatzrückgänge.

Nicht nur kaufen wieder mehr Menschen in Dänemark ein neues Auto, immer mehr von ihnen entscheiden sich auch für ein Elektroauto. Das teilt der Branchenverband De Danske Bilimportører mit.

Insgesamt wurden nach Angaben des Verbandes im Mai 14.012 Pkw neu registriert. Dies entspricht einem Zuwachs um 3,82 Prozent im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres.

Davon waren 4.446 Fahrzeuge Elektroautos. Damit wurden im Mai dieses Jahres mehr als doppelt so viele von ihnen verkauft, wie im gleichen Monat des Vorjahres. Ihr Anteil an den verkauften Pkw liegt jetzt bei etwa 32 Prozent.

Elektroautos finden mehr Anklang

Der Privatökonom bei Arbejdernes Landsbank, Brian Friis Helmer, unterstreicht, dass die Verkäufe bereits seit Jahresbeginn auf diesem Niveau liegen und somit ein gutes Stück über dem des Vorjahres.

„Die Verkaufszahlen für Elektroautos sehen für 2023 hervorragend aus. Der Preisrückgang hat zu den gestiegenen Verkaufszahlen beigetragen, aber Elektroautos haben mit der Zeit auch mehr Anklang unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern gefunden“, so Friis Helmer.

Steuern auf Elektroautos steigen künftig

Die Steuern auf Elektroautos liegen derzeit noch deutlich unterhalb des Niveaus für Wagen mit Verbrennermotor.

Eine politische Vereinbarung aus dem Jahr 2020 sieht jedoch vor, dass die Steuern auf Elektroautos künftig steigen werden. Der Gedanke dahinter ist, dass die technische Entwicklung zu niedrigeren Produktionskosten für Elektrofahrzeugen führen soll, während die niedrigeren Steuern derzeit noch für einen finanziellen Anreiz für den Kauf eines Elektroautos sorgen sollen.

Der Preisrückgang hat zu den gestiegenen Verkaufszahlen beigetragen, aber Elektroautos haben mit der Zeit auch mehr Anklang unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern gefunden.

Brian Friis Helmer, Privatökonom, Arbejdernes Landsbank

Autobranche fürchtet Einbruch

Die Autobranche spricht sich gemeinsam mit Wirtschaftsverbänden gegen eine Anhebung der Steuern aus, da sie anderenfalls einen Rückgang der Verkaufszahlen erwartet.

„In Norwegen, Schweden und Deutschland hat man in den vergangenen sechs Monaten für Elektroautos entweder die Steuern erhöht oder die staatlichen Zuschüsse reduziert, und in allen betroffenen Ländern sind die Verkaufszahlen eingebrochen“, sagt Thomas Møller Sørensen, Direktor für die Autobranche, die Teil des Wirtschaftsverbandes Dansk Industri ist.

2022 war kein gutes Jahr für die Autobranche

Insgesamt deute der Verkauf von Pkw in Richtung gestiegener Absatzzahlen. Allerdings sei 2022 für die Autobranche ein schlechtes Jahr gewesen, weshalb bereits leichte Absatzsteigerungen ein aus Sicht der Autobranche positives Bild zeichnen würden, so Brian Friis Helmer. Grundsätzlich profitiere die Branche davon, dass es gegenwärtig nicht so viele Herausforderungen bei der Produktion und Lieferung gebe wie im vergangenen Jahr. Dem stehe allerdings eine verringerte Kaufkraft aufgrund der Inflation gegenüber.

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