Folketingswahl

Zeitungsmeinungen zur Wahl

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Die Parteispitzen vor einer Wahlkampfsendung von DR Foto: Ida Marie Odgaard/Ritzau Scanpix

Viele Politikredakteure dänischer Medien sind der Meinung, dass den Dänen in den kommenden vier Wochen ein ungewöhnlicher Wahlkampf bevorsteht.

Anders Bæksgaard von der Zeitung „Politiken“ sieht das politische System Dänemarks wie in vielen anderen Ländern im Wandel. Er weist darauf hin, dass zum ersten Mal in knapp drei Jahrzehnten 13 Parteien auf dem Stimmzettel stehen werden. Von den vier Regierungschef-Kandidaten führen die beiden aussichtsreichsten Bewerber Lars Løkke Rasmussen (Venstre) und Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) laut Meinungsumfrage die geringsten prozentualen Werte seit 1988 ein, so Bæksgaard.

„Jyllands-Posten“ schaut ebenfalls auf die neuesten Meinungsumfragen und ist der Auffassung, dass es bei der zurzeit deutlichen Führung des roten Blocks eine sehr schwere, nahezu unmöglichen Aufgabe für Løkke wird zu gewinnen – auch wenn sich noch viel in der dänischen Politik in den kommenden Wochen ändern könne, so „Jyllands-Posten“.

Ähnlich sieht es „Kristeligt Dagblad“, deren Meinung nach die Dänische Volkspartei mit dem Rücken zur Wand steht. Die Zeitung sieht einen harten und schmutzigen Wahlkampf heraufziehen. Am Ende werde eine instabile Regierung entstehen, vermutet „Kristeligt Dagblad“.

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