Recht & Justiz

„Sie erzählen mir, dass wir hier unten bleiben und sterben sollten“

„Sie erzählen mir, dass wir hier unten bleiben und sterben sollten“

„Sie erzählen mir, dass wir hier unten bleiben und sterben sollten“

Kopenhagen
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Foto: dpa/(Symbolfoto)

Nach einem dänischen Syrienkrieger wird international gefahndet. Doch der Wille, ihn nach Dänemark zurückzubringen ist begrenzt.

Obwohl der 29-jährige Jacob El-Ali auf der Fahndungsliste der dänischen Polizei steht, arbeiten die dänischen Behörden nicht hart genug daran, ihn nach Dänemark zurückzuholen. Den Vorwurf erhebt der dänische Staatsbürger, der früher Mohammad hieß, gegenüber dem Radiosender 24syv.

„Ich habe mit den dänischen Behörden, mit der Polizei und der dänischen Botschaft über meine Rückkehr gesprochen. Doch keiner möchte helfen“, so El-Ali und ergänzt. „Sie erzählen mir, dass wir hier unten bleiben und sterben sollten.“

2014 hatte El-Ali Bilder, auf denen er mit enthaupten Köpfen posiert, auf Facebook hochgeladen. Er streitet jedoch ab, sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen zu haben und meint, dazu gezwungen worden zu sein. Er erinnere sich auch nicht daran, ob er Menschen getötet hat.

Seine Anwältin Mette Grith Stage versteht nicht, warum die dänischen Behörden, insbesondere das Justizministerium, nichts dafür tun, ihn vor ein dänisches Gericht zu stellen. „Sie verschwenden viel Zeit und Energie, einen Terrorverdächtigen aufzuspüren und in Absentia zu verurteilen. Wenn sie ihn dann gefunden haben, dann wollen sie ihn nicht nach Dänemark zurückholen und vor ein Gericht stellen. Das ist doch sinnlos“, so Stage zu Radio 24syv.

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