Europawahl

„Exit poll“: DF-Stimmen mehr als halbiert

Kopenhagen
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Regierungschef Lars Løkke Rasmussen hat in der Nyboder Skole gewählt. Foto: Philip Davali / Ritzau Scanpix

Die ersten Wählerbefragungen an den Wahllokalen sehen herbe Verluste für die Nationalkonservativen voraus. Von vier könnte die Partei auf zwei oder sogar nur ein Mandat heruntergehen. Zuwächse im roten Block und bei Venstre.

Die Zahl der Wähler, die sich bei der Europawahl 2019 für die Dänische Volkspartei (DF) entschieden haben, hat sich nach ersten Wahltagbefragungen („exit poll“) gegenüber der vorangegangenen Wahl halbiert. Das berichten Danmarks Radio und TV2 übereinstimmend.

Bei TV2 (Megafon) bekommt DF zwei Mandate im Europaparlament. Bei Danmarks Radio (Epinion) war es um 20 Uhr nur ein einziges Mandat. 2014 waren es noch derer vier.

Die Wahltagbefragungen stützen sich auf die Aussagen von Wählern, die ihre Stimme bereits abgegeben haben.

Die Sozialdemokraten bekommen laut DR voraussichtlich vier Mandate, eines mehr als 2014. Bei TV2 bleiben es drei Mandate.Venstre steht laut beiden Sendern bei drei Mandaten. Sowohl die Volkssozialisten (SF) als auch die sozialliberale Radikale Venstre verbessern sich jeweils von einem auf zwei Mandate, so DR und TV2 übereinstimmend.

Die Einheitsliste, die erstmals zur Europawahl antritt, erhält ein Mandat, die Volksbewegung gegen die EU verliert den Befragungen nach ihren Sitz. Die Alternative schafft den Einzug nicht.

Im blauen Block können die Konservativen ihren Platz im Europaparlament voraussichtlich behalten, die Liberale Allianz mit Kulturministerin Mette Bock als Spitzenkandidatin schafft den Einzug nicht.

Dänemark erhält insgesamt 14 Mandate in Europa, 2014 waren es noch 13. Das 14. Mandat ist allerdings erst dann gesichert, wenn Großbritannien die EU tatsächlich verlassen hat. Bei DR sind es die Sozialdemokraten, die das 14. Mandat erhalten, bei TV2 ist es die Radikale Venstre.

Die „exit poll“ von DR sieht folgende Ergebnisse voraus:

  • Sozialdemokraten 23,3% (+4,3)
  • Venstre 20,7% (+4)
  • SF 13,6% (+2,6)
  • DF 12% (-14,6)
  • Radikale 9,7% (+3,2)
  • Einheitsliste 6,4% (+6,4)
  • Konservative 5,5% (-3,6)
  • Alternative 3,5% (+3,5)
  • Volksbewegung 3% (-5,1)
  • LA 2,3% (-0,6)

Das vorläufige Ergebnis der Wahl soll erst nach 23 veröffentlicht werden.

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