EU-Parlament

EU-Wahl: Peter Kofod wird Spitzenkandidat von DF

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Peter Kofod Foto: Mathias Løvgreen Bojesen/ Ritzau-Scanpix

Der Nordschleswiger Peter Kofod ist derzeit rechtspolitischer Sprecher seiner Partei. Jetzt will er für die Dänische Volkspartei nach Brüssel wechseln.

Peter Kofod wird bei der Wahl zum EU-Parlament am 26. Mai als Spitzenkandidat der Dänischen Volkspartei (DF) antreten. Das bestätigte die Partei gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau. DF war die letzte Partei, bei der die Benennung des Spitzenkandidatens noch ausstand. Der 28-jährige Nordschleswiger ist aktuell rechtspolitischer Sprecher seiner Partei.

Derzeit bekleidet das Amt des DF-Fraktionsvorsitzenden in Brüssel Anders Vistisen, der im Mai nun auf den zweiten Listenplatz hinter Kofod rutscht. An dritter Stelle steht die Parlamentsabgeordnete Pia Adelsteen.

Vorsitzender zufrieden

DF-Vorsitzender Kristian Thulesen Dahl ist der Meinung, dass das Trio deutliche mache, wie hoch die Dänische Volkspartei die EU-Parlamentswahl priorisiere.

„In den vergangenen zehn Jahren haben wir uns gewünscht, ein klares Signal an die Wähler und das EU-System zu senden, dass uns die Wahl zum Europa-Parlament wichtig ist. Dies haben wir nun mit der Aufstellung von talentierten Politikern getan”, schreibt Thulesen Dahl in einem schriftlichen Kommentar.

Messerschmidt will nach Kopenhagen

Bei den vergangenen beiden Wahlen zum EU-Parlament war Morten Messerschmidt der DF-Spitzenkandidat. Er stellte 2014 mit 465.758 persönlichen Stimmen einen neuen dänischen Rekord auf. Doch als Vorsitzender der europäischen Partei MELD (Bewegung für ein Europa der Freiheit und der Demokratie) musste er im Oktober 2015 rund 150.000 Euro missbräuchlich verwendete EU-Zuschüsse zurückzahlen. Wenig später wurde bekannt, dass Messerschmidt im Juli 2015 die Gründung einer weiteren europäischen Partei begonnen hatte („Alternative for Europe”), für die auch bereits EU-Gelder beantragt worden waren. Am 28. Oktober 2015 zog sich die DF dann offiziell aus dem Projekt zurück.

Messerschmidt wird nicht mehr fürs EU-Parlament kandidieren – stattdessen will er bei der kommenden Folketingswahl antreten.

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