Spritzverbot

Trinkwasser wird besser geschützt

Trinkwasser wird besser geschützt

Trinkwasser wird besser geschützt

jt
Kopenhagen
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Foto: dpa

Ein breite politische Mehrheit hat am Freitag entschieden, dass in der Nähe von Trinkwasserbrunnen das Spritzen mit Pestiziden verboten wird.

Das Trinkwasser der dänischen Bürger wird in Zukunft besser gegen Pestizide geschützt. Darauf verständigten sich die Regierung, die Dänische Volkspartei, die Sozialdemokraten, die Radikalen und die Volkssozialisten am Freitag, wie die Umwelt- und Nahrungsmittelbehörde in einer Pressemitteilung berichtet.

Unter anderem verbieten die neuen Initiativen das Pestizid-Spritzen bei Trinkwasserbohrungen. „Die in der Vergangenheit immer häufigeren Vorkommnisse von Pestiziden im Trinkwasser haben mich und die übrigen Parteien der Vereinbarung entsetzt“, erklärt Umwelt- und Nahrungsmittelminister Jakob Ellemann-Jensen (Venstre), der sich über die neue Vereinbarung freut.

Die dänischen Kommunen müssen laut Vereinbarung nun bis spätestens 2023 lokale Lösungen, die den Gebrauch von Pestiziden in der Nähe von Bohrungen vermeiden, finden. Gelingt es den Kommunen nicht, Lösungen zu erstellen, wird lokal ein generelles Spritzverbot verhängt.

Begeisterung

Beim Naturschutzverband Danmarks Naturfredsforening (DN) ist die Vorsitzende, Maria Reumert Gjerding, begeistert. „Dass wir in Dänemark das Grundwasser, ohne es vorher reinigen zu müssen, als Trinkwasser nutzen können, ist einzigartig. Deshalb bin ich unendlich froh, dass eine breite politische Absprache zum Schutz des Trinkwassers vereinbart wurde“, so Gjerding zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Neben dem Spritzverbot wird laut Vereinbarung ab 2020 auch der Verkauf von hochkonzentriertem Roundup an Privatpersonen eingestellt. Fertig gemischtes Roundup wird jedoch weiterhin im Einzelhandel zu haben sein.

Die Landwirte dürfen zudem weiterhin hochkonzentriertes Roundup zum „selbermischen“ bestellen und nutzen, so die Vereinbarung.

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