Gesellschaft

Erbschaft: Nur wenige schreiben ein Testament

jt
Kopenhagen
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Foto: dpa (Symbolfoto)

In der Hauptstadt Kopenhagen haben laut Umfrage nur 16 Prozent der Bürger ein Testament. Experten warnen davor, die Erbschaft nicht klar zu regeln.

Wenige der dänischen Bürger entscheiden, an wen das persönliche Eigentum nach ihrem Tod gehen soll. Das zeigt eine neue Umfrage des Analyseinstituts Analyse Danmark. Beispielsweise haben lediglich 16 Prozent der Bürger in der Hauptstadt Kopenhagen ein Testament geschrieben – und das ist problematisch, meint die Anwältin Stine Morild Kulmbak.

„Manche sterben unerwartet früh. Wen sie dann kein Testament haben, dann wird ihr Erbe nach dem Erbrecht verteilt“, so Kulmbak zu DR. Ihr zufolge kann das insbesondere bei Eltern, die sich nicht abgesichert haben, zum Verhängnis werden. „Im schlimmsten Fall, muss der eine Part dann aus dem Eigenheim ausziehen, weil die Kinder laut Gesetz auch als Erben gelten“, erklärt sie.

Auch Søren Braskov, Gewerbepsychologe, ist der Meinung, dass ein Testament Familien viel Ärger erspart. „Viele sind heute ein Teil einer zusammengewürfelten Familie aus biologischen und nicht-biologischen Kindern. Und da kann ein Testament die Erbschaft regeln“, so Braskov zu DR.

In der Region Nord- und Mitteljütland haben laut Umfrage die meisten Bürger ein Testament. Hier haben 22 Prozent der Befragten ihren letzten Willen auf Papier niederschreiben lassen.

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