Arbeitsmarkt

Die Apenrader Betriebe suchen händeringend Mitarbeiter

Die Apenrader Betriebe suchen händeringend Mitarbeiter

Die Apenrader Betriebe suchen händeringend Mitarbeiter

Apenrade/Aabenraa
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Zweimal im Jahr erstellt die Kommune ein sogenanntes Job-Barometer. Foto: Claus Thorsted / JydskeVestkysten

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Nach der Corona-Pause gibt es in vielen Branchen wieder volle Auftragsbücher. Die Nachfrage nach Personal kann in der Kommune Apenrade derzeit nicht gedeckt werden.

In mehreren Branchen in Dänemark werden händeringend Mitarbeiter gesucht. Gleiches gilt auch in der Kommune Apenrade, wie das sogenannte Job-Barometer zeigt, das die Kommune halbjährlich anfertigt und dem Arbeitsmarktausschuss vorlegt.

217 Unternehmen sind für das Job-Barometer befragt worden, und von vielen kam die Klage, Arbeitsplätze nicht besetzen zu können. So gaben im ersten Halbjahr 2020 noch 24 Prozent der Unternehmer an, nicht die richtigen Mitarbeiter finden zu können. Im ersten Halbjahr dieses Jahres waren es 52 Prozent.

Steigende Nachfrage nach Lockdown

Als Grund für den Personalmangel nennt Søren Lorenzen, Direktor für den Kommunalstab, das Jobcenter und den Bürgerservice, die Nachfrage der Verbraucher im Zuge der Wiedereröffnung nach dem Corona-Lockdown. Auch das lässt sich mit Zahlen belegen. So antworteten 36 Prozent der befragten Unternehmen beim „Firmen-Barometer“, dass sie in den kommenden Monaten mit steigenden Umsätzen rechnen.

Besonders die Baubranche ist schwer betroffen. Dort fehlen besonders viele Mitarbeiter. „Ich fordere generell dazu auf, mehr Lehrlinge auszubilden“, sagte Ejler Schütt, der Arbeitsmarktausschussvorsitzende.

Keine Lösung in Sicht

Eine schnelle Lösung könne er nicht sehen. „Wir tun zwar alles, um die Nachfrage mit den vorhandenen Möglichkeiten zu befriedigen, aber das geht nicht so schnell. Außerdem sollen Betrieb und Mitarbeiter zusammenpassen, sonst hat die Mühe sich nicht gelohnt“, so Schütt.

Das Job-Barometer wird angefertigt, um den Arbeitskräftebedarf der Betriebe herauszufinden. Ist das bekannt, kann das Jobcenter regieren und unter anderem Arbeitslose durch Schulungen auf den erneuten Einsatz vorbereiten. So soll der Bedarf gedeckt werden.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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