Geschichte

Geschichtszentrum 1864: Dafür werden 13,5 Millionen gebraucht

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Die Wände des Geschichtszentrums 1864 müssen wieder hergerichtet werden. Die Auslüftungsschächte wurden vor Jahren angebracht, weil das Wasser in das Gebäude gelangte.

Mit den Millionen von Staat und Kommune werden seit Jahren anstehende Ausbesserungen finanziert. Einen lang gehegten Wunsch können sich das Geschichtszentrum 1864 und die Stiftung „Fonden Dybbøl Mølle“ nun erfüllen. Aber es muss schnell gehen.

Im Geschichtszentrum 1864 und der Stiftung „Fonden Dybbøl Mølle“ konnten sich die Mitarbeitenden und die Leitung vor Kurzem anerkennend auf die Schulter klopfen. Die Verantwortlichen im Ministerium und die lokalen Politikerinnen und Politiker hatten einen Antrag der Museumsleute ernst genommen und berücksichtigt: Das Geschichtszentrum erhielt vom dänischen Staat und der Sonderburger Kommune eine Zusage in Höhe von 13,5 Millionen Kronen. 

Die Projektbeschreibung hatte das Architektenbüro „Mejeriet“ im Juni im Auftrag erarbeitet. Das stolze große Betonmonument der großen Schlacht von 1864 hatte diverse Mängel, die ausgebessert werden mussten. Dazu gehörten bei regnerischen Perioden Wasserlachen im Keller, eine renovierungsbedürftige Fassade an der Straße, alte Glasscheiben im Eingangsbereich und undichte Türen in der Ausstellung. 

Das Dach wurde nicht isoliert

Das teuerste Projekt ist das große Dach. „Das Dach ist zwar dicht, aber völlig ohne Isolation“, wie Centerleiter Bjørn Østergaard bei einem Rundgang durch das Gebäude Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauritzen (Soz.) und Folketingsmitglied Benny Engelbrecht (Soz.) erklärte. Auch die neuen Scheiben im Eingangsbereich müssen nach Maß für die bestehende Stahlkonstruktion mit den einzelnen Fächern angefertigt werden.

Die Renovierung des Centers verschlingt Millionen. Die Ausbesserungsarbeiten werden den Ausdruck des Gebäudes, das ein Stück Geschichte des Grenzlands schildert, nicht verändern. Die Däninnen und Dänen und die Touristinnen und Touristen werden nachher keine Veränderung bemerken. 

Bürgermeister Erik Lauritzen, Folketingspolitiker Benny Engelbrecht und Centerleiter Bjørn Østergaard in der Ausstellung.

Handwerker müssen Zeit haben

Wenn die Handwerker loslegen, müssen sich die Besuchenden allerdings auf einige Begrenzungen einstellen. Beim Wechsel der Glasscheiben am Eingang wird das Gebäude mit den großen Fahnen abgesperrt. In dieser Zeit werden die Gäste nur die Mühle und natürlich auch die Schanzen besichtigen können.

Die Finanzspritze muss im kommenden Jahr ausgegeben werden. „Jetzt müssen wir sehen, wie schnell wir Handwerker bekommen können“, meinte der Vorsitzende der Stiftung Düppeler Schanze, Jens Peter Rasmussen. 

Bjørn Østergaard im Keller des Hauses. Dort stand mehrfach das Wasser, wenn es heftig regnete. Die Architekten von Mejeriet haben zur Messung Löcher in die Wand geschlagen.

Sinkende Besucherzahlen

Das Geschichtszentrum kämpft mit sinkenden Besuchszahlen. In diesem Jahr lag diese Zahl bei 33.000 Gästen. Die Zahl der deutschen Touristen ist steigend, während es bei den Dänen, und nicht zuletzt bei den Besuchergruppen von Schullandheimen, zurückging. „Die Schullandheime müssen sparen. Das können wir deutlich spüren“, so Centerleiter Bjørn Østergaard. Wo früher jedes Jahr 15.000 Schülerinnen und Schüler von dänischen Heimen ins Geschichtszentrum kamen, liegt diese Zahl nun bei 7.000 bis 8.000. 

Wenn die Renovierungsarbeiten abgeschlossen worden sind, wird das Historiecenter eine neue Ausstellung zusammenstellen. 

Das Historiecenter 1864 vom Parkplatz aus