Finanzpolitik

Millionen für Düppeler Schanze: „Ein wichtiger Schritt für unsere Geschichte“

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Das Geschichtszentrum Düppeler Schanzen befindet sich dort, wo am 18. April 1864 die Schlacht zwischen Preußen-Österreich und Dänemark stattfand. Die dänische Niederlage führte dazu, dass Nordschleswig Teil des preußischen Reiches wurde.

Das Geschichtszentrum Düppeler Schanzen vor den Toren Sonderburgs erhält eine Millionenförderung von Staat und Kommune. Damit kann die lang geplante Modernisierung der bekannten historischen Stätte bald starten.

Eine kräftige Finanzspritze steht dem Geschichtszentrum Düppeler Schanze ins Haus. Die Regierung und die Konservative Volkspartei haben in der Finanzgesetz-Vereinbarung für 2026 8 Millionen Kronen für das Zentrum bereitgestellt. 

Die Kommune Sonderburg (Sønderborg) steuert zusätzlich 6 Millionen Kronen aus den Haushalten 2026 und 2027 bei. „Das ist ein super wichtiger Schritt in der Entwicklung des Geschichtszentrums“, sagt Bürgermeister Erik Lauritzen (Sozialdemokratie). 

Seit über 30 Jahren vermittelt die Einrichtung die Geschichte des Krieges von 1864, eine zentrale Erzählung der dänischen Geschichte und zugleich ein wichtiger Anziehungspunkt der Kommune. Das in die Jahre gekommene Geschichtszentrum braucht dringend eine umfassende Modernisierung – und die Aufnahme in den Finanzplan stelle nun die entscheidende Weiche.

Stadtratspolitikerin Christel Leiendecker (Schleswigsche Partei), Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Sport und Bürgerschaft, betont den historischen Auftrag der Einrichtung: „Die Geschichte des Grenzlandes ist wichtig, und es ist entscheidend, dass wir ein modernes Vermittlungszentrum haben, das diese Geschichte lebendig macht – für heute und morgen.“ Sie sieht in der Renovierung auch eine Chance, junge Menschen stärker für die Geschichte zu begeistern.

Mit der Zuwendung des Staates können wir endlich langjährige Wünsche verwirklichen.

Jens Peter Rasmussen

Das Geschichtszentrum wurde am 18. April 1992 eröffnet und später erweitert – unter anderem mit einer rekonstruierten Schanzenanlage, Blockhäusern, Kanonen und einem Soldatendorf.

„Mit der Zuwendung des Staates können wir endlich langjährige Wünsche verwirklichen“, sagt Jens Peter Rasmussen, Vorsitzender der Stiftung Düppeler Schanze. Die Stiftung will nun schnell Angebote auf Grundlage der vorhandenen Planungen des Architekturbüros Mejeriet A/S einholen, damit die Arbeiten so bald wie möglich beginnen können.

Das „Historiecenter Dybbøl Banke“ ist eine wirtschaftlich tätige Stiftung, die der Stiftung „Fonden Dybbøl Banke“ gehört und in Zusammenarbeit mit dem Museum Sønderjylland betrieben wird.

Im Geschichtszentrum wird der Krieg von 1864 spielerisch nacherzählt.