Deutsche Minderheit

Rekordstimmung bei DHL Stafette 2025 und Praktikant Fabian ist mittendrin

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Praktikant Fabian läuft in einem der 4 Teams für die Deutsche Minderheit mit.

Voll dabei: Wie fühlt es sich an, von Hunderten angefeuert zu werden? Fast 8.500 Athletinnen und Athleten rannten kürzlich für den guten Zweck in Apenrade um die Wette. Einer davon nimmt uns mit auf die fünf Kilometer lange, ganz besondere Laufstrecke.

Schon vor Beginn herrschte im Stadion reges Treiben. Der Innenbereich ist dicht gefüllt, zahlreiche Teilnehmende versammeln sich rund um die Startzone. Begleitet von motivierender Musik zählt der Stadionsprecher den Countdown bis zum offiziellen Start herunter – ein lauter Knall, Konfetti-Kanonen schießen bunte Papierfetzen in die Luft und unter Applaus und Anfeuerungsrufen setzen sich die ersten Läuferinnen und Läufer in Bewegung.

Insgesamt sind 8.425 Läuferinnen und Läufer sowie Geherinnen und Geher dabei. Ein neuer Teilnehmenden-Rekord, wie Veranstalter Per Hussmann von „Sport Event Syd“ kurz vor dem Start bekannt gibt.

Mitten unter den Athletinnen und Athleten bin ich – Fabian, Praktikant beim „Nordschleswiger“ und der dritte Läufer aus meinem Team. Mein Mitläufer Jan müsste gleich ins Ziel kommen, danach bin ich dran. Ich trinke noch einen letzten Schluck aus meiner Wasserflasche und begebe mich in den Startbereich. Da hinten kommt Jan angerannt – sein gerötetes Gesicht untermalt seinen Ehrgeiz –, er gibt noch einmal alles. Ich strecke meine Hand aus und greife den Staffelstab: Los geht’s!

Vorbereitung beim Team Nordschleswig auf den Lauf: Die Startnummern werden an die Shirts geheftet.
Der Startschuss ist nicht nur der Beginn des Staffellaufs, sondern auch für Teamgeist, besondere Momente und großartige Stimmung.

Kleine Steinchen knirschen unter den Schuhsohlen der Athletinnen und Athleten – der erste längere Streckenabschnitt führt über einen Schotterweg in ein angrenzendes Waldstück. Tiefes und ruhiges Atmen der vielen Laufenden ist zu hören. Auch ich passe meine Atmung meiner Geschwindigkeit an. Frische Waldluft dringt in meine Lungen und sorgt für eine ideale Sauerstoffversorgung. Manche meiner Mitlaufenden haben Kopfhörer in den Ohren, völlig fokussiert darauf, eine persönliche Bestleistung abzuliefern, während andere entspannt zu zweit laufen und sich unterhalten.

Kleine Kuh-Safari

Team Nordschleswig ist dieses Jahr mit 20 Athletinnen und Athleten angetreten.

Die Laufstrecke führt wie jedes Jahr über eine Lichtung – nur dieses Mal ist es etwas anders: Sie ist mittlerweile das neue Zuhause einer Kuhherde geworden. Völlig verdutzt und interessiert beobachten die schaulustigen Kühe die laufende Menschenmasse – so etwas haben sie offensichtlich noch nicht erlebt. Zum Glück handelt es sich um eine sehr entspannte Rasse, und die Kühe lassen sich vom Rennen der Laufenden nicht mitreißen.

Laufend Selfies

Ich passiere ein gelbes Schild mit der Aufschrift „3 Kilometer“ – über die Hälfte der 5-km-Strecke habe ich also bereits geschafft. Vor mir zückt jemand sein Handy und macht ein Foto vom angrenzenden Feld – die Sonnenstrahlen betonen das satte Grün des Rasens. „Eine schöne Route durch die Natur“, sage ich zu ihm, als ich aufhole. Wir unterhalten uns kurz und schießen mit seinem Handy noch ein paar Selfies, während wir gemeinsam laufen. Nach ein paar kurzen, motivierenden Worten läuft jeder wieder in seinem eigenen Tempo weiter.

Motivation am Streckenrand

Immer wieder stehen an der Seite Familien mit kleinen Kindern oder gut gelaunte Gruppen, die die Vorbeilaufenden anfeuern und ihnen zujubeln. Es ist nicht nur eine wunderbare Geste – sie gibt jedes Mal einen kleinen Energieschub.

Die größte Motivation bekomme ich jedoch kurz vor der Ziellinie: Hunderte Menschen applaudieren, jubeln und erleichtern mir die letzten Meter. Auf wundersame Weise habe ich noch genügend Energie für einen finalen Sprint.

Noch ein paar Meter ... und geschafft! Ich übergebe den Staffelstab und gönne mir jetzt mein wohlverdientes, eiskaltes Bier.

Nicht nur das eigene Team wird kräftig angefeuert – jeder bekommt die gleiche Jubel-Lautstärke.

Prost!

Die Feuerwehr war auch dabei und hat nicht nur für ihre starke Leistung bei dem Staffellauf Applaus verdient.
Auch das Deutsche Gymnasium Nordschleswig war vertreten.